Kinder in Armut: Arche-Sprecher schlägt Alarm

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Dieses Video wurde am 02.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Rund 30 Prozent aller Kinder in Deutschland leben in Armut – eine Zahl, die sich seit Jahrzehnten kaum verändert hat. Der Sprecher der Hilfsorganisation Arche, Bernd Büscher, schlägt öffentlich Alarm: Die Organisation betreut täglich bis zu 11.500 Kinder aus unterschiedlichen Nationen und sozialen Verhältnissen, muss ihre Arbeit aber vollständig selbst finanzieren. Staatliche Unterstützung bleibt weitgehend aus – ein Zustand, den Büscher als untragbar bezeichnet und der eine offene gesellschaftliche Debatte erfordert.

Arche betreut täglich tausende Kinder ohne staatliche Mittel

Die Arche ist seit 25 Jahren tätig und begleitet Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien und schwierigen sozialen Verhältnissen. Allein in diesem Jahr muss die Organisation 28 Millionen Euro durch Spendengelder einsammeln – im kommenden Jahr sollen es bereits 32 Millionen Euro sein.

Darunter befinden sich täglich rund 6.000 Kinder mit Migrationshintergrund, viele von ihnen mit Fluchterfahrung, die eine intensive, teils individuelle Betreuung benötigen. Büscher kritisiert, dass der Staat die zivilgesellschaftlichen Träger mit diesen Herausforderungen alleine lasse, während gleichzeitig Jugendeinrichtungen geschlossen und Personal in kommunalen Einrichtungen abgebaut werde.

In Räumlichkeiten mit sechs oder sieben Zimmern seien teils nur ein bis zwei Mitarbeitende tätig – zu wenig, um vulnerable Kinder und Jugendliche angemessen zu begleiten und Gefährdungen zu verhindern.

Integration scheitert ohne Sprache und ausreichend Personal

Ein zentraler Befund lautet: Integration funktioniert nur über Sprache. Wer Deutsch nicht beherrscht, findet kaum Zugang zu Bildung und Gesellschaft. Büscher verweist auf Schulklassen im Ruhrgebiet, in denen Deutsch faktisch zur Fremdsprache geworden sei.

  • Rund 65.000 Kinder verlassen jährlich die Schule ohne Abschluss.
  • Geflüchtete Familien werden häufig an die Stadtränder verwiesen, wo Brennpunktschulen mit einem Migrationsanteil von bis zu 90 Prozent entstehen.
  • Nur wenige Kilometer entfernt liegen Schulen mit nahezu keinem Migrationsanteil – eine strukturelle Segregation, die Integration erschwert.
  • Diskussionen über muttersprachliche Prüfungsleistungen als Alternative zu Deutschkenntnissen stoßen auf breite Kritik aus der Praxis.

Büscher betont: Wer sprachliche Grundlagen aufweicht, gefährdet die Zukunftschancen der Kinder – unabhängig von ihrer Herkunft.

Debattenkultur: Wenn Probleme totgeschwiegen werden

Büscher berichtet von massivem Druck, wenn er öffentlich auf Missstände aufmerksam macht. Politiker hätten ihn beschuldigt, die eigene Stadt oder das Land schlechtzureden. Eine Journalistin eines öffentlich-rechtlichen Senders habe ihm geraten, problematische Aspekte der Migration lieber mit privaten Medien zu besprechen – das öffentlich-rechtliche Umfeld sei dafür nicht offen.

Diese selektive Berichterstattung sieht Büscher als Teil eines größeren Problems: Gesellschaftliche Debatten würden gezielt gelenkt, unbequeme Wahrheiten ausgeblendet. Wer konkrete Missstände benenne, laufe Gefahr, in eine politische Ecke gedrängt zu werden.

Gleichzeitig fließen nach Ansicht der Diskussionsteilnehmer öffentliche Mittel in fragwürdige Richtungen: Entwicklungshilfeprogramme auf kommunaler und Landesebene, Projekte im Ausland oder Förderungen für Institutionen mit zweifelhafter demokratischer Ausrichtung – während Organisationen wie die Arche keinen einzigen Cent erhalten.

Forderung nach konsequenter Prioritätensetzung

Büscher und die weiteren Gesprächsteilnehmer sind sich einig: Deutschland muss seine Haushaltsprioritäten grundlegend überdenken. Statt Mittel in weit entfernte oder wenig wirksame Projekte zu leiten, brauche es dringend Investitionen in Kinder- und Jugendarbeit, Sprachförderung und soziale Infrastruktur im Inland.

Die Warnung ist eindeutig: Wer die heute aufwachsenden Kinder – ob mit oder ohne Migrationshintergrund – nicht ausreichend fördert und begleitet, riskiert, eine ganze Generation zu verlieren. Einige dieser Kinder könnten sich langfristig gegen das gesellschaftliche System wenden, so Büscher. Die Chance zur Gegensteuerung bestehe nur im Jetzt – und erfordere neben Geld vor allem den politischen Willen zur offenen Auseinandersetzung mit den tatsächlichen Problemen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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