Post-Smartphone-Ära: KI-Brillen und neue Devices

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Dieses Video wurde am 12.09.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der Kampf um die Post-Smartphone-Ära hat begonnen. Große Technologiekonzerne investieren mit enormem finanziellen Aufwand in neue KI-Interfaces, die das Smartphone langfristig ablösen sollen. Im Mittelpunkt stehen KI-gestützte Brillen, smarte Tischgeräte und tragbare Kamera-Pins – allesamt Geräte, die künstliche Intelligenz direkt in den Alltag der Nutzerinnen und Nutzer bringen. Ob und wie sich diese Technologien durchsetzen, hängt vor allem von einem ab: dem echten Mehrwert im Alltag.

Das Ende des Bildschirms – eine neue Gerätekategorie entsteht

Die Vision vieler Techkonzerne ist klar: weg vom Bildschirm als primäres Interface, hin zu Geräten, die sich nahtlos in den Alltag einfügen. Dabei konkurrieren derzeit mehrere Konzepte um die Gunst der Verbraucher:

  • KI-Brillen mit Audio-Unterstützung und kontextbasierter Informationseinblendung
  • KI-Pins, kleine tragbare Geräte, die um den Hals getragen werden
  • Smarte Tischgeräte von Unternehmen wie OpenAI und Apple, die permanent zuhören und reagieren
  • Kameras und Wearables, die Alltagssituationen aufzeichnen und analysieren

Das OpenAI-Tischgerät – in der Form einem kleinen Donut ähnlich, ausgestattet mit Mikrofon und Kamera – soll Nutzern rund um die Uhr als KI-Assistent zur Verfügung stehen. Apple arbeitet ebenfalls an einem Tischgerät, steht dabei jedoch vor einem Dilemma: Das Unternehmen hat Datenschutz als zentrales Alleinstellungsmerkmal positioniert und muss aufpassen, dieses Versprechen nicht durch allzu invasive Geräte zu untergraben.

KI-Brillen: Der vielversprechendste Ansatz?

Besondere Aufmerksamkeit verdient das chinesische Unternehmen Even Realities, das mit einer Smartbrille einen anderen Weg als Marktführer Meta geht. Statt die Umgebung zu filmen und zu veröffentlichen, setzt Even Realities auf eine diskrete Augmentierung des Alltags:

  • Keine Kamera – damit entfällt die Datenschutz-Problematik des heimlichen Filmens
  • Steuerung via Audio und Sprachverarbeitung
  • Kontextuelle Informationseinblendung direkt ins Sichtfeld
  • Teleprompter-Funktion für Präsentationen und Vorträge

Die Brille hört dem Träger zu, erkennt wichtige Gesprächsmomente und blendet relevante Erklärungen oder Erinnerungen ein. Gerade für den beruflichen Einsatz – beim Programmieren, in Meetings oder bei Präsentationen – bietet das erheblichen Nutzen. Meta hingegen hat mit seiner Smartbrille zwar bereits einen Marktanteil von 185 Prozent im Smartglass-Segment aufgebaut, steht aber wegen der integrierten Kamera in der Kritik.

Ein historisches Argument spricht für die Akzeptanz: Als Apple die AirPods einführte, erntete das Unternehmen zunächst Spott. Heute trägt sie fast jeder. Sobald ein Gerät echten Mehrwert liefert, setzt es sich durch – das gilt auch für KI-Brillen.

Permanente KI-Anwesenheit: Chancen und Risiken

So verlockend die Möglichkeiten sind, so real sind die gesellschaftlichen Bedenken. Die dauerhafte KI-Anwesenheit im Alltag verändert menschliche Kommunikation grundlegend. Bereits AirPods haben dazu beigetragen, dass spontane Alltagsgespräche seltener werden – eine Tendenz, die sich mit permanenten KI-Interfaces weiter verstärken dürfte.

Ein weiterer kritischer Punkt: Diese Geräte lösen ein zentrales Problem der Sprachmodell-Betreiber. KI-Systeme haben bislang kaum Verständnis der realen Welt. Brillen, Pins und Tischgeräte verschaffen ihnen Augen und Ohren im Alltag – in Familien, sozialen Umgebungen und Gesprächen. Was mit diesen Daten geschieht, ist in den meisten Fällen unklar.

Hinzu kommt die Sorge vor einem schleichenden Verlust an eigenem Denken. Wer jederzeit KI-Antworten abrufen kann, hört möglicherweise auf, selbst zu reflektieren – mit Folgen für Kreativität und Innovationsfähigkeit.

KI-Business-Slop: Die Schattenseite der Automatisierung

Parallel zur Hardware-Entwicklung nimmt ein anderes Phänomen Fahrt auf: Business Slop. Gemeint ist die massenhafte Gründung von KI-gesteuerten Geschäftsmodellen durch Agenten – ohne echte menschliche Idee, ohne Qualitätssicherung. Meta-Chef Mark Zuckerberg zeichnete in einem vieldiskutierten Blogpost das Bild einer Wirtschaft, in der jeder mit KI-Werkzeugen ohne großes Kapital oder Team ein Unternehmen gründen kann.

Kritiker sehen das nüchterner: Unternehmertum erfordert echte Marktkenntnis, Kundenverstehen, Produktqualität und kontinuierliche Anpassung. Ein Beispiel für die Risiken liefert ein US-amerikanischer Gründer, der mit KI-Agenten illegal vertriebene GLP-1-Abnehmsspritzen im großen Stil verkaufte – und damit hunderte Millionen Dollar einnahm, bevor rechtliche Konsequenzen folgten. Solche Fälle zeigen: Die Skalierbarkeit durch KI erhöht nicht nur Chancen, sondern auch das Schadenspotenzial fragwürdiger Geschäftsmodelle erheblich.

Die Post-Smartphone-Ära verspricht tiefgreifende Veränderungen – in der Art, wie Menschen mit Technologie interagieren, kommunizieren und wirtschaften. Welche Geräte sich wirklich durchsetzen und welche gesellschaftlichen Kosten damit verbunden sind, wird sich in den kommenden Jahren entscheiden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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