KI-Token: Wer an der Wertschöpfungskette verdient

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Dieses Video wurde am 19.08.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Künstliche Intelligenz verändert nicht nur den Alltag von Millionen Menschen, sondern schafft eine völlig neue wirtschaftliche Wertschöpfungskette. Im Zentrum dieser Kette steht ein Begriff, der zunehmend auch für Anleger relevant wird: der KI-Token. Er ist die Abrechnungseinheit für KI-Rechenleistung – und sein Verbrauch wächst in einem atemberaubenden Tempo. Wer dabei verdient, wer noch Verluste schreibt und welche Investmentbereiche besonders aussichtsreich erscheinen, erklärt Deeptech-Experte Sascha Röhrer, Autor des Börsenbriefs Deeptech Report.

Was ist ein KI-Token – und warum ist er so wichtig?

Ein Token ist die Grundeinheit, in der KI-Systeme Rechenaufwand messen und abrechnen. Grob gilt: Ein Token entspricht etwa drei Viertel eines englischen Wortes. Wer also eine Million Token verarbeitet, hat rund 750.000 Wörter durch ein KI-Modell geschickt.

Dabei sind nicht alle Token gleich teuer. Input-Token – also die Anfrage, die ein Nutzer stellt – kosten weniger als die Antwort-Token, die das Modell zurückliefert. Noch teurer sind sogenannte Reasoning-Token, bei denen das Modell komplexe Schlussfolgerungen zieht, sowie Coding-Token für Programmieraufgaben.

Für Unternehmen gibt es zwei grundlegende Nutzungsmodelle:

  • Subscription-Modelle (z. B. ChatGPT Pro, Claude Pro) für Mitarbeiter im Arbeitsalltag
  • API-Zugang für automatisierte Prozesse und eigene KI-gestützte Produkte – deutlich teurer, aber unverzichtbar für skalierbare Anwendungen

Das Konzept des sogenannten Token Maxing – also die Forderung, Mitarbeiter sollten möglichst viele Token verbrauchen – greift dabei zu kurz. Entscheidend ist nicht der bloße Verbrauch, sondern der ROI pro Token: Welche Einsparungen oder Produktivitätsgewinne erziele ich pro ausgegebenem Euro?

Explosives Wachstum: Token-Verbrauch steigt ins Billiardenbereich

Die Nutzung von KI-Token wächst exponentiell. Am Beispiel von Google lässt sich diese Dynamik eindrücklich ablesen:

  • Mai 2024: 9,7 Billionen Token pro Monat
  • Mai 2025: 480 Billionen Token pro Monat
  • Oktober 2025: 1.300 Billionen (1,3 Billiarden) Token pro Monat
  • Mai 2026: 3.200 Billionen (3,2 Billiarden) Token pro Monat

Treiber dieses Wachstums sind neben klassischen Textanfragen vor allem KI-Agenten, die autonom Teilaufgaben an Subagenten delegieren, sowie Coding-, Reasoning- und Bildgenerierungsanwendungen. Je komplexer die Aufgabe, desto mehr Token werden verbraucht.

Trotz dieser enormen Umsätze schreiben die großen Frontier Labs wie OpenAI und Anthropic aktuell noch Verluste. Einnahmen fließen nahezu vollständig in Forschung und Modellentwicklung. OpenAI-Chef Sam Altman erwartet Profitabilität frühestens nach 2030.

Die Wertschöpfungskette: Profiteure auf drei Ebenen

Rund um KI-Token hat sich eine mehrstufige Wertschöpfungskette entwickelt, die zahlreiche Branchen umfasst.

Ebene 1 – KI-Anbieter (Frontier Labs): OpenAI, Anthropic, Google sowie chinesische Anbieter wie DeepSeek oder Kimi. Letztere bieten deutlich günstigere Token-Preise an, was westliche Unternehmen zunehmend anzieht – trotz offener Fragen beim Datenschutz.

Ebene 2 – Infrastruktur: Der Ausbau von Rechenzentren boomt. Profiteure sind Energieversorger, Bauunternehmen, Anbieter von Glasfaser- und Kupferleitungen sowie der auflebende Nuklearsektor in den USA.

Ebene 3 – Hardware: Chiphersteller wie TSMC, Maschinenbauer wie ASML sowie allen voran Nvidia profitieren von der steigenden Nachfrage nach Prozessoren für KI-Workloads.

Hinzu kommt der Bereich Cybersicherheit: Unternehmen wie Palo Alto Networks spezialisieren sich auf den Schutz von KI-Infrastrukturen und Kundendaten – ein Segment, das angesichts der DSGVO und wachsender Datenschutzanforderungen weiter an Bedeutung gewinnt.

Anlegerchancen: Ausgewogen investieren entlang der KI-Kette

Für Anleger bietet die KI-Wertschöpfungskette vielfältige Einstiegspunkte. Experten raten jedoch zu einem ausgewogenen Depot, das mehrere Ebenen abdeckt:

  • Chiphersteller und Maschinenbauer (z. B. Nvidia, TSMC, ASML)
  • Cybersicherheitsunternehmen (z. B. Palo Alto Networks)
  • Energieversorger und Infrastrukturdienstleister
  • Medizintechnik- und Biotech-Unternehmen, die KI zur Lösung von Gesundheitsproblemen einsetzen
  • Robotik-Hersteller und deren Zulieferer

Noch unklar ist, wer auf der sogenannten Application Layer – also bei den Firmen, die KI-basierte Endprodukte für Verbraucher schaffen – langfristig dominieren wird. Anders als beim Dotcom-Boom gibt es heute viele konkurrierende Modelle, die sich gegenseitig ersetzen können. Auch mögliche Börsengänge wie der erwartete IPO von Anthropic werden von Investoren aufmerksam verfolgt.

Die technologische Entwicklung schreitet so schnell voran, dass selbst führende KI-Forscher keine verlässlichen Prognosen für einen Zeithorizont von zehn Jahren wagen. Sicher scheint: Kein Wirtschaftssektor wird von KI unberührt bleiben – von der Medizin über die Industrie bis hin zur Raumfahrt. Wer als Anleger frühzeitig und breit aufgestellt ist, positioniert sich für eine der größten technologischen Transformationen der Wirtschaftsgeschichte.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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