Dieses Video wurde am 04.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Eine Anschlagsserie auf die deutsche Energieinfrastruktur hält Sicherheitsbehörden in mehreren Bundesländern in Atem. Ein 48-jähriger Verdächtiger namens Daniel V. soll mit Selbstbauraketen und Sprengvorrichtungen Kurzschlüsse an Umspannwerken und Kraftwerken verursacht haben. Nachdem ein Spezialeinsatzkommando seinen Wohnort in Gevelsberg im südlichen Ruhrgebiet durchsucht hatte, fanden Beamte den LKW des Mannes schließlich im Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen – der Verdächtige selbst blieb auf der Flucht.
Bekennerschreiben und Tatmuster des mutmaßlichen Saboteurs
Mit vollem Namen meldete sich Daniel V. in einem dreiseitigen Bekennerschreiben bei verschiedenen Medien. Darin bekannte er sich zu Sabotageakten an mehreren Kraftwerken in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen, darunter die Anlagen Jänschwalde und Schwarze Pumpe. Er beschrieb detailliert die Funktionsweise der von ihm eingesetzten Selbstbauraketen und bezeichnete die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen als „Verbrechen, das unsägliches Leid nach sich zieht.”
Ermittler stufen das Schreiben inzwischen als authentisch ein. Das Bekennerschreiben nennt auch das RWE-Kraftwerk Weißweiler nahe Aachen als möglichen Tatort. Dort sicherten Kriminaltechnikerinnen zahlreiche dünne Drähte, die Kurzschlüsse hätten auslösen sollen.
Stromnetz-Sabotage weitet sich auf Sachsen und NRW aus
Die Dimension der Anschlagsserie wächst: Auch in Sachsen schlugen Ermittler Alarm. Im Landkreis Görlitz wurden an zwei Umspannwerken Spreng- und Brandvorrichtungen gefunden, bevor sie zünden konnten. Nur wenige Stunden zuvor war ein Sabotageversuche im nordrhein-westfälischen Dormagen aufgeflogen.
Dort entdeckte ein Spaziergänger direkt an einer Hochspannungsleitung Abschussvorrichtungen, versehen mit Drähten und Zeitschaltuhren. Der Fundort liegt lediglich rund 13 Kilometer vom zuletzt sabotierten Umspannwerk in Bergheim entfernt. Ähnliche Vorrichtungen waren zuvor bereits beim Kraftwerk Jänschwalde in Brandenburg entdeckt worden.
- Kraftwerk Jänschwalde (Brandenburg): Kurzschlüsse durch Selbstbauraketen
- Kraftwerk Schwarze Pumpe (Brandenburg): Sabotageakt im Bekennerschreiben erwähnt
- RWE-Kraftwerk Weißweiler (NRW): Spurensicherung, verdächtige Drähte gefunden
- Umspannwerk Bergheim (NRW): zuletzt sabotiertes Objekt
- Zwei Umspannwerke im Landkreis Görlitz (Sachsen): Spreng- und Brandvorrichtungen sichergestellt
SEK-Zugriff im Hambacher Forst – Verdächtiger weiter flüchtig
Am Mittag stürmte ein Spezialeinsatzkommando zunächst das Wohnhaus des Verdächtigen in Gevelsberg. Daniel V. war bereits geflohen. In der Wohnung stellten Beamte sprengstoffverdächtige Gegenstände und Substanzen sicher. Der Mann soll mit einem auffälligen, zweifarbigen Truck unterwegs sein.
Wenig später wurde das Fahrzeug im Hambacher Forst lokalisiert. Die Polizei entschied sich nach kurzer Lagebesprechung für einen Zugriff auf den LKW – der Verdächtige befand sich jedoch nicht darin. NRW-Innenminister Herbert Reul bestätigte den Einsatz auf einer Pressekonferenz und zeigte sich dennoch optimistisch: „Ich bin optimistisch, dass kurz oder lang irgendwer irgendwann diesen Typen hat.” Berichten zufolge könnte Daniel V. das Gebiet rund um den Hambacher Forst zu Fuß verlassen haben.
Kritische Infrastruktur im Fokus – Politik fordert mehr Schutz
Der Fall wirft grundsätzliche Fragen zum Schutz kritischer Infrastruktur in Deutschland auf. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach von einem „Klimaextremisten” und bezeichnete den Schutz der Energieversorgung als eine der zentralen sicherheitspolitischen Fragen der Gegenwart. Gleichzeitig betonte er, die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, damit Infrastrukturbetreiber eigenständig Drohnenabwehr betreiben können.
Ermittler schließen nicht aus, dass neben dem Einzeltäter weitere Personen im Hintergrund agieren könnten. Parallel laufen Untersuchungen zu möglicher ausländischer Sabotage an deutschen Energieanlagen. Die gehäufte Abfolge von Anschlägen stellt die Behörden vor enorme Herausforderungen. Wie die Sicherheit der Energieversorgung langfristig gewährleistet werden kann, dürfte die politische Debatte in den kommenden Wochen bestimmen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.


