Sturzflut in Nepal: Was einen Gletscherseeausbruch auslöst

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Dieses Video wurde am 26.08.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Eine heftige Sturzflut hat eine Gebirgsregion in Nepal getroffen und massive Schäden verursacht. Geomorphologe Jens Turowski vom Helmholtz-Zentrum erklärt, welche geografischen Bedingungen das Ereignis begünstigt haben und warum ein Gletscherseeausbruch als eine der wahrscheinlichsten Ursachen gilt. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel aus extremer Topografie, Gletscherschmelze und dem Monsun – einer Kombination, die im Hochgebirge Nepals regelmäßig zu gefährlichen Verhältnissen führt.

Steilhänge und Monsun als gefährliche Kombination

Nepal gehört zu den topografisch extremsten Regionen der Welt. Steile Hänge, hochgelegene Gletscher und ein ausgeprägter Monsun schaffen die Voraussetzungen für katastrophale Naturereignisse. Ende August ist laut Turowski die Zeit, in der die Flüsse des Landes den höchsten Wasserstand des Jahres verzeichnen.

Der durchfeuchtete Boden bietet kaum noch Aufnahmekapazität für weitere Niederschläge. Schmelzwasser aus den Gletschern verstärkt den Abfluss zusätzlich. Diese Faktoren zusammen erhöhen das Risiko für plötzliche und unkontrollierbare Wassermengen erheblich.

Zwei mögliche Auslöser: Gletscherseeausbruch oder Rutschung

Für ein Ereignis dieser Größenordnung kommen laut Turowski grundsätzlich zwei Ursachen infrage:

  • Gletscherseeausbruch: Schmelzende Gletscher ziehen sich zurück und hinterlassen Endmoränen als natürliche Dämme. Dahinter sammelt sich Wasser zu einem See. Steigt der Wasserspiegel über die Dammkrone, beginnt das Wasser überzulaufen, schneidet ein Gerinne in den Damm und kann innerhalb von Minuten bis Stunden katastrophisch abfließen.
  • Hangrutschung: Eine große Rutschung kann einen Fluss vorübergehend aufstauen. Das angestaute Wasser bricht dann schlagartig durch und löst eine Flutwelle aus.

Beide Szenarien können zu den beobachteten Sturzfluten führen, wobei der Gletscherseeausbruch – auch bekannt als GLOF (Glacial Lake Outburst Flood) – im nepalesischen Hochgebirge besonders verbreitet ist.

Wie ein Gletscherseeausbruch im Detail abläuft

Wenn ein Gletscher wächst, schiebt er Gesteins- und Sedimentmaterial vor sich her und bildet so eine Endmoräne – einen Wall quer durch das Tal. Zieht sich der Gletscher infolge steigender Temperaturen zurück, bleibt dieser Damm bestehen. Niederschlag und Schmelzwasser füllen den entstandenen Hohlraum nach und nach mit Wasser.

Erreicht der Wasserspiegel die Oberkante der Moräne, beginnt das Überlaufen. Das Wasser erodiert das lockere Sediment des Damms mit großer Geschwindigkeit. Da ein enormes Wasservolumen zur Verfügung steht, kann der Prozess sich innerhalb kürzester Zeit selbst verstärken – der Damm bricht durch und eine gewaltige Flutwelle rast talwärts.

Turowski weist darauf hin, dass dieser Vorgang auch in mehreren Phasen ablaufen kann: Ein See kann sich zunächst teilweise entleeren und bei erneutem Wassereintrag erneut zum Risiko werden. Gletscherseeausbrüche sind dabei keine Besonderheit Nepals – sie gelten als typische alpine Naturgefahr überall dort, wo Gletscher vorhanden sind, einschließlich der europäischen Alpen.

Rettungseinsatz unter schwierigen Bedingungen

Für die Rettungskräfte vor Ort ist die Lage besonders herausfordernd. Die Gefahr ist nach einem solchen Ereignis nicht automatisch gebannt. Neben möglichen weiteren Ausbruchsphasen des Gletschersees drohen durch den anhaltenden Monsun zusätzlich:

  • Lokale Murgänge und Schlammlawinen
  • Weitere Hangrutschungen
  • Steinschlag an destabilisierten Hängen

Turowski empfiehlt, das betroffene Gebiet zunächst per Hubschrauber zu erkunden, um die Sicherheitslage aus der Luft beurteilen zu können. Ergänzend können seismische Daten helfen, Ereignisse zu lokalisieren und Experten gezielt in Gefahrenzonen zu lenken.

Das Ereignis in Nepal verdeutlicht, wie der fortschreitende Klimawandel und die damit verbundene beschleunigte Gletscherschmelze die Häufigkeit und Intensität solcher Naturkatastrophen im Hochgebirge künftig weiter erhöhen könnten. Wissenschaftler und Behörden weltweit beobachten die Entwicklung der Gletscherseen daher mit wachsender Aufmerksamkeit.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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