Dieses Video wurde am 27.08.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
US-Boxlegende Terence Crawford hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei einem persönlichen Besuch in Kiew eine besondere Geste der Solidarität erwiesen: Der frühere Weltmeister überreichte Selenskyj eine drei Monate alte amerikanische Pitbull-Terrier-Hündin namens „Freier”. Der Name ist dabei kein Zufall – er trägt gleich mehrere symbolische Bedeutungen, die tief mit dem ukrainischen Kampf verknüpft sind.
Ein Name mit doppelter Bedeutung
Bei der Übergabe des Welpen im Präsidialbüro in Kiew erklärte Crawford die Namenswahl persönlich: „Freier ist auch die Göttin des Sieges. Jetzt haben Sie auch eine.” Damit spielte er auf die nordische Gottheit Freya an, die traditionell mit Sieg und Stärke assoziiert wird.
Doch der Name hat noch eine zweite, militärisch relevante Dimension: „Freier” ist zugleich der Name eines künftigen ukrainischen Flugabwehrsystems, das derzeit in Entwicklung ist. Der Welpe trägt damit symbolisch den Namen eines Systems, das die Ukraine einmal vor feindlichen Angriffen aus der Luft schützen soll.
Selenskyj griff diese Symbolik in einem Post auf der Plattform X bewusst auf und unterstrich die Bedeutung des Geschenks für sein Land.
Selenskyj berichtet auf X von der Begegnung
Nach dem Treffen wandte sich der ukrainische Präsident über sein Profil auf X direkt an die Öffentlichkeit. In seinem Beitrag schilderte er die Begegnung mit Crawford und die Hintergründe des ungewöhnlichen Geschenks:
- Crawford überreichte die Hündin persönlich im Präsidialbüro in Kiew.
- Die Hündin ist drei Monate alt und trägt den Namen „Freier”.
- Der Name verweist sowohl auf das zukünftige ukrainische Flugabwehrsystem als auch auf die Göttin des Sieges.
- Selenskyj wertete das Geschenk als Symbol für Schutz und Solidarität.
„Und jetzt trägt Freier den Namen unseres zukünftigen Flugabwehrsystems als Symbol für unseren Schutz”, schrieb Selenskyj. Auf Aufnahmen des Treffens ist zu sehen, dass der Präsident sichtlich Freude an dem kleinen Hund hat.
Crawford engagiert sich seit Kriegsbeginn für die Ukraine
Der Besuch in Kiew reiht sich in Crawfords langjähriges Engagement für die Ukraine ein. Der frühere Weltmeister im Boxen unterstützt das Land nach eigenen Angaben seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022. Dabei setzt Crawford gezielt seine internationale Bekanntheit ein, um Aufmerksamkeit auf den Konflikt zu lenken und die ukrainische Bevölkerung moralisch zu stärken.
Prominente Sportlerinnen und Sportler spielen in der öffentlichen Wahrnehmung des Ukraine-Kriegs eine zunehmend wichtige Rolle. Sie erreichen Zielgruppen, die von klassischen politischen Botschaften oft nicht angesprochen werden, und können so weltweit Solidarität mobilisieren.
Crawfords Besuch in Kiew und das ungewöhnliche Geschenk sorgten international für Aufmerksamkeit – nicht zuletzt wegen der vielschichtigen Symbolik, die hinter dem Namen der kleinen Pitbull-Hündin steckt.
Symbolpolitik mit vier Pfoten
In Kriegszeiten gewinnen symbolische Gesten besondere Bedeutung. Die Übergabe eines Welpen mag auf den ersten Blick ungewöhnlich wirken, doch Selenskyj nutzte den Moment geschickt für eine klare politische Botschaft: Die Unterstützung aus den USA – ob in Form von Waffen, diplomatischem Rückhalt oder menschlicher Zuwendung – bleibt für die Ukraine von zentraler Bedeutung.
Mit dem Namen „Freier”, der sowohl auf ein kommendes Luftverteidigungssystem als auch auf die Göttin des Sieges verweist, wird der Welpe zum lebendigen Symbol ukrainischer Hoffnung und Widerstandskraft. Ob das Flugabwehrsystem gleichen Namens bald zum Einsatz kommt, bleibt abzuwarten – die vierbeinige „Freier” hat ihren Dienst im Präsidialbüro bereits angetreten.
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