Tuesday, 3. November 2026
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Donald Trump

Midterms und Europa: Was Trumps Machtverlust bedeutet

Die US-Midterms könnten Trumps Innenpolitik blockieren – doch für Europa droht ein Worst-Case-Szenario in der Außenpolitik. Was das für Ukraine und NATO bedeutet.

Redaktion · 3. November 2026, 19:00 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 03.11.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die US-Midterms könnten die politische Landschaft in Washington grundlegend verändern – mit weitreichenden Folgen für Europa, die Ukraine und das transatlantische Verhältnis. Gewinnen die Demokraten beide Kammern des Kongresses zurück, eröffnen sich einerseits neue Möglichkeiten für parlamentarische Kontrolle, andererseits warnen Experten vor einem gefährlichen Szenario: Ein innenpolitisch blockierter Präsident Trump könnte seine Energie vollständig auf die Außenpolitik verlagern – einem Bereich, in dem er weitgehend autonom agieren kann.

Zwei Szenarien: Hoffnung und Worst Case für Europa

Laut aktuellen Umfragen gilt es als wahrscheinlich, dass die Demokraten beide Häuser des Kongresses – Repräsentantenhaus und Senat – zurückgewinnen. Das würde zunächst mehr Checks and Balances gegenüber der Trump-Administration bedeuten.

Die Demokraten haben bereits angekündigt, Untersuchungsausschüsse einzurichten – unter anderem zu den umstrittenen Deals der Trump-Administration mit Russland sowie zur Drosselung des Starlink-Dienstes in der Ukraine durch Elon Musk. Diese parlamentarische Kontrolle könnte den Druck auf Kiew zumindest teilweise abschwächen.

Doch es gibt auch das gegenteilige Szenario: Wenn Trump innenpolitisch vollständig blockiert wird, könnte er die Außenpolitik als sein letztes großes Aktionsfeld nutzen – mit potenziell negativen Konsequenzen für Europa.

Worst-Case-Szenario: Truppenabzug und Diktatfrieden

In NATO-Kreisen werden bereits konkrete Szenarien diskutiert, die das Worst-Case-Szenario greifbar machen:

  • Weitere Reduzierung amerikanischer Truppen in Europa
  • Wachsender Druck auf die Ukraine zu weitreichenden Zugeständnissen an Russland
  • Ein möglicher Diktatfrieden, der russische Gebietsgewinne zementiert
  • Anhaltende Annäherung Trumps an Moskau trotz demokratischer Kongressmehrheit

Der entscheidende Punkt: In der Außenpolitik besitzt der US-Präsident eine weitgehende Autonomie, die der Kongress nur begrenzt einschränken kann. Ein innenpolitisch frustrierter Trump könnte daher genau dort ansetzen – zum Nachteil der europäischen Sicherheitsarchitektur.

Iran-Konflikt: Wirtschaftsblockade statt Militärschlag

Auch die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt. Viele hatten erwartet, dass die Midterms als Druckmittel des Iran gegen Trump wirken könnten – in der Hoffnung, hohe Treibstoffpreise würden die Regierung zur politischen Mäßigung zwingen. Diese Rechnung ging nicht auf.

Innerhalb der US-Administration setzt sich offenbar der Kurs von CIA-Chef Radcliffe durch: Fortführung der Wirtschafts- und Energieblockade gegen den Iran, die bereits zu einem massiven Verfall der iranischen Währung und erheblichen wirtschaftlichen Problemen geführt hat. Ziel ist es, den Druck so lange aufrechtzuerhalten, bis die iranische Führung angesichts einer rebellierenden Bevölkerung einlenkt. Ein unmittelbarer Militärschlag gilt derzeit als weniger wahrscheinlich.

Europa am Verhandlungstisch: Kaum Chancen

Beim Thema Ukraine-Verhandlungen stehen die Europäer vor einem strukturellen Problem. Russland hat kein Interesse daran, die EU oder europäische Staaten am Verhandlungstisch zu sehen – zu offensichtlich ist deren Parteinahme für die Ukraine.

Präsident Selenskyj befindet sich seinerseits in einem schwierigen Balanceakt: Einerseits muss er Entschlossenheit demonstrieren, andererseits darf er Trump nicht verprellen, von dessen Wohlwollen die Fortsetzung der amerikanischen Unterstützung abhängt. Die Europäer verfügen in diesem Dreiecksverhältnis über kaum eigene Hebel.

Die Konsequenz: Eine echte Beteiligung Europas an künftigen Ukraine-Verhandlungen gilt als unwahrscheinlich – solange Washington immer stärker auf die Seite Moskaus rückt. Für Europa bedeutet das eine ernüchternde Erkenntnis: Mehr strategische Eigenständigkeit ist keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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