Dieses Video wurde am 25.04.2026 von WDR auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ein Stromschlag wirkt auf den ersten Blick manchmal harmloser, als er ist – doch die unsichtbare Gefahr lauert noch lange nach dem eigentlichen Unfall. Fachleute warnen eindringlich: Elektrische Durchströmungen können bis zu 24 Stunden später schwere, mitunter tödliche Herzrhythmusstörungen auslösen. Wer einen Stromschlag erlitten hat, sollte daher in jedem Fall medizinisch untersucht werden – auch wenn die Person zunächst beschwerdefrei erscheint.
Stromschlag und seine sofortige Wirkung auf den Körper
Elektrischer Strom durchdringt den menschlichen Körper auf dem Weg des geringsten Widerstands und greift dabei direkt in die elektrischen Signale des Herzens ein. Entscheidend für das Ausmaß der Verletzung sind mehrere Faktoren:
- Stromstärke und Spannung des elektrischen Stroms
- Dauer des Kontakts mit der Stromquelle
- Vorerkrankungen, insbesondere Herzerkrankungen
- Körperstelle, über die der Strom fließt
Bei einem kurzen, einfachen Stromschlag ohne Vorerkrankungen ist das Risiko vergleichsweise überschaubar. Sobald jedoch eine länger andauernde Durchströmung stattgefunden hat oder der Betroffene an Herzerkrankungen leidet, steigt die Gefahr erheblich.
Die verzögerte Gefahr: Herzrhythmusstörungen nach 24 Stunden
Das besonders Heimtückische an einem Stromschlag ist der zeitverzögerte Effekt auf das Herz. Elektrische Energie kann im Körpergewebe gespeichert werden und die Reizleitung des Herzens noch Stunden nach dem Unfall destabilisieren.
Im schlimmsten Fall springt das Herz in einen völlig unkoordinierten Rhythmus – ein Zustand, der als Kammerflimmern bekannt ist. Beim Kammerflimmern pumpt das Herz kein Blut mehr in den Kreislauf. Ohne sofortige Reanimation und Defibrillation kann dieser Zustand innerhalb weniger Minuten zum Tod führen.
Mediziner sprechen deshalb von einer Nachbeobachtungsphase, die mindestens 24 Stunden umfassen sollte – häufig in einem Krankenhaus mit kontinuierlichem EKG-Monitoring.
Wann ist ein Stromschlag besonders kritisch?
Nicht jeder Stromschlag ist gleich gefährlich. Dennoch sollte kein Betroffener die Lage unterschätzen. Als besonders risikoreich gelten folgende Situationen:
- Kontakt mit Hochspannungsleitungen oder Industriestrom (ab 1.000 Volt)
- Sichtbare Verbrennungsmarken an Eintrittsstelle oder Austrittsstelle des Stroms
- Bewusstlosigkeit oder Sturz durch den Schlag
- Vorbestehende Herzerkrankungen oder Herzrhythmusstörungen
- Längerer Kontakt zur Stromquelle, etwa durch Muskelkrämpfe
Auch bei Haushaltsstrom (230 Volt) können im Einzelfall lebensbedrohliche Situationen entstehen – insbesondere wenn der Strom über den Brustkorb und damit das Herz geflossen ist.
Erste Hilfe und das richtige Verhalten nach einem Stromschlag
Im Notfall gilt: Zuerst die eigene Sicherheit gewährleisten und die Stromquelle unterbrechen, bevor die verletzte Person berührt wird. Andernfalls droht dem Helfer selbst ein Stromschlag.
Nach der Sicherung des Unfallorts sollte umgehend der Notruf 112 verständigt werden. Auch wenn die betroffene Person ansprechbar ist und keine sichtbaren Verletzungen aufweist, ist eine ärztliche Untersuchung zwingend notwendig. Das EKG gibt Aufschluss über den Herzrhythmus und mögliche frühe Schäden.
Zeigt die Person Symptome wie Herzrasen, Schwindel, Brustschmerzen oder kurze Ohnmacht, ist das ein deutliches Warnsignal für eine drohende Herzrhythmusstörung. In diesem Fall ist sofortiges Handeln gefragt: stabile Seitenlage bei Bewusstlosigkeit, bei fehlenden Lebenszeichen unverzüglich mit der Herzdruckmassage beginnen.
Fazit: Ein Stromschlag ist niemals eine Bagatelle. Die unsichtbare, zeitverzögerte Gefahr durch Herzrhythmusstörungen macht eine professionelle medizinische Nachsorge unerlässlich – unabhängig davon, wie glimpflich der Unfall zunächst erscheint. Präventiv sollten elektrische Anlagen regelmäßig gewartet und Schutzschalter wie der Fehlerstromschutzschalter (FI-Schutzschalter) konsequent eingesetzt werden.
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