Dieses Video wurde am 04.05.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Wal-Timmy-Rettungsaktion hat ein turbulentes Nachspiel: Tierärztin Tönnies, die an dem aufwendigen Einsatz zur Bergung des gestrandeten Wals beteiligt war, erhebt schwere Vorwürfe gegen die Schiffsbesatzung und Teile des Organisationsteams. Sie beklagt, dass sie und weitere Tierschützer bei entscheidenden Momenten der Entladung bewusst ausgeschlossen wurden – und dass dabei Absprachen gebrochen und Informationen gezielt zurückgehalten wurden.
Ausgeschlossen und belogen: Was an Bord geschah
Nach Angaben von Tönnies wurden beim ersten Entladeversuch Pläne und Unterschriften in einer gemeinsamen Sitzung erarbeitet – doch anschließend durfte sie nicht mit zum Schiff. Als Begründung habe man ihr vorgeworfen, interne Informationen an die Öffentlichkeit weitergegeben zu haben. Diesen Vorwurf weist sie entschieden zurück.
Sie schildert, wie die Besatzung heimlich und sehr früh morgens zum Wal-Schiff übersetzt habe, ohne das Tierschutzteam zu informieren. Ihr Versuch, mitzufahren, sei verweigert worden. Lediglich ein Wahlexperte namens Jeff durfte an Bord – er kehrte nach eigenen Angaben erschüttert zurück und berichtete, dass man ihn bei seiner Arbeit behindert habe.
Der Kapitän habe auf ihre Gesprächsanfragen aggressiv reagiert und ihr schließlich sogar gedroht, sie in Arrest nehmen zu lassen. Tönnies beschreibt die letzten Tage an Bord als emotional und sozial isolierend: Crewmitglieder seien angewiesen worden, nicht mehr mit ihr zu sprechen.
Zweite Entladung: Methode und Tierschutzbedenken
Beim zweiten Entladeversuch – dieses Mal ohne Begleitung des Tierschutzteams – wurde Timmy nicht direkt rausgezogen. Stattdessen, so wurde Tönnies geschildert, habe man Schläuche um die Fluke des Wals gelegt und das Schiff langsam von ihm wegbewegt, während der Wal festgehalten wurde.
Tönnies äußert erhebliche Bedenken an dieser Vorgehensweise:
- Das rückwärtige Herausziehen eines Wals widerspricht dem natürlichen Bewegungsmuster der Tiere.
- Es gab keine unabhängigen Filmaufnahmen von dem Vorgang – Kameras wurden nicht zugelassen.
- Jeff, der einzige Zeuge aus dem Tierschutzteam, berichtete, man habe ihn aktiv daran gehindert, den Einsatz zu stoppen.
- Verletzungen im Maulbereich des Wals wurden zuvor dokumentiert, galten aber laut Besatzung am nächsten Morgen bereits als abgeheilt.
Die Crew sei bei ihrer Rückkehr stolz gewesen – eine Haltung, die Tönnies scharf kritisiert: „Wenn das Pferd wieder vom Hänger unten ist und ein Schreckenserlebnis hatte, ist das trotzdem für das Tier nicht gut.”
GPS-Tracker sendet unvollständige Daten
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft den GPS-Tracker, der an Timmy befestigt wurde. Nach der zweiten Entladeaktion sendete das Gerät keine vollständigen Ortungsdaten mehr – nur noch Signale, die belegen, dass der Sender noch aktiv ist. Eine genaue Lokalisation des Wals ist derzeit nicht möglich.
Nicht ausgeschlossen werden kann laut Tierschutzinitiative, dass der Sender bei der Entladung beschädigt wurde. Fachleute hätten jedoch darauf hingewiesen, dass es bei solchen Geräten mitunter mehrere Tage dauern könne, bis vollständige Daten übertragen werden. Tönnies macht sich zudem Vorwürfe, den Tracker nicht vorab unter realen Bedingungen getestet zu haben.
Zusätzlich sorgte es für Unruhe, als das Schiff auf dem Rückweg sein AIS-Signal (Schiffsortung) zeitweise abschaltete und statt des ursprünglichen Hafens Wilhelmshaven anlief – ohne das Team vorab zu informieren.
Vorwürfe an Behörden und Ausblick
Tönnies nutzt den Fall, um auf grundsätzliche Missstände im deutschen Tierschutz hinzuweisen. Sie kritisiert behördliches Versagen, fehlende Kontrolle bei Tiertransporten und eine politische Kultur, die helfenden Tierschützern systematisch Steine in den Weg lege. Das Argument, die Natur solle ihren Lauf nehmen, lässt sie nicht gelten: „Wir Menschen haben die Natur so verändert zu unseren Vorteilen – und wenn ein Tier um Hilfe bittet, ist es absurd, das zu verweigern.”
Die Tierschutzinitiative kündigte an, alle Beteiligten schriftliche Stellungnahmen verfassen zu lassen und diese dem Umweltministerium zu übermitteln. Ob strafrechtliche Konsequenzen geprüft werden, soll nach Aufarbeitung aller Fakten entschieden werden. Tönnies selbst gibt Timmy nach wie vor gute Überlebenschancen – wenngleich eine frühere und schonendere Bergung die Prognose deutlich verbessert hätte. Sie hofft, dass der Fall als Lernbeispiel dient: für bessere Abläufe, mehr Transparenz und stärkere Tierschutzkontrolle bei künftigen Einsätzen.
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