Luftverschmutzung Europa: Diese Länder sind am stärksten betroffen

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Dieses Video wurde am 07.05.2026 von euronews Deutsch auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Luftverschmutzung in Europa bleibt ein ernstes Gesundheitsproblem: Besonders im Süden und Osten des Kontinents werden die Grenzwerte für gefährlichen Feinstaub (PM2,5) regelmäßig weit überschritten. Zwischen 2024 und 2025 wurden die höchsten Jahresdurchschnittswerte in süditalienischen Ortschaften gemessen – mit 113 bzw. 117 Mikrogramm pro Kubikmeter. Damit lagen diese Werte mehr als viermal so hoch wie der EU-Jahresgrenzwert von 25 Mikrogramm. Neben direkten Gesundheitsschäden steht insbesondere die erhöhte Sterblichkeitsrate im Fokus der Forschung.

Was ist PM2,5 und warum ist Feinstaub so gefährlich?

PM2,5 bezeichnet Feinstaubpartikel mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometern. Diese winzigen Partikel sind so klein, dass sie beim Einatmen tief in die Lunge eindringen und von dort in den Blutkreislauf gelangen können. Langfristige Exposition erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen und Krebs erheblich.

Die Quellen von PM2,5 sind vielfältig:

  • Straßenverkehr und Abgase von Verbrennungsmotoren
  • Industrieanlagen wie Raffinerien und Zementwerke
  • Verbrennung fossiler Brennstoffe zur Energiegewinnung und Heizung
  • Waldbrände, deren Häufigkeit durch den Klimawandel zunimmt

Gerade in wirtschaftlich schwächeren Regionen, wo ältere Heiztechnologien und weniger strenge Umweltauflagen verbreitet sind, summieren sich diese Quellen zu besonders hohen Belastungswerten.

Welche Länder überschreiten den EU-Grenzwert?

Zwischen 2024 und 2025 überschritten neben Italien auch Regionen in insgesamt neun weiteren EU- und Nicht-EU-Staaten den EU-Jahresgrenzwert von 25 Mikrogramm pro Kubikmeter. Betroffen waren:

  • Polen, Rumänien und Kroatien innerhalb der Europäischen Union
  • Bosnien und Herzegowina, Serbien und Nordmazedonien auf dem westlichen Balkan
  • Türkei als EU-Beitrittskandidat
  • Dänemark an einem einzelnen Standort in Kopenhagen

Besonders alarmierend sind die Messwerte in Sarajevo sowie in den Industriegebieten Nordmazedoniens, wo die höchsten Konzentrationen in ganz Europa festgestellt wurden. Der Balkan gilt damit als einer der am stärksten belasteten Teile des Kontinents.

Balkan und Osteuropa: Die tödlichsten Regionen Europas

Der Balkan und Osteuropa weisen die höchste geschätzte Sterblichkeitsrate pro Million Einwohner im Zusammenhang mit langfristiger PM2,5-Exposition auf. Länder wie Albanien, Bulgarien, Griechenland und Rumänien sind besonders betroffen.

Ein zentrales Problem ist dabei das Gefälle zwischen EU-Grenzwerten und den deutlich strengeren Richtwerten der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Nach WHO-Standards sind mehr als neun von zehn Europäerinnen und Europäern einer unsicheren Feinstaubkonzentration ausgesetzt – ein Wert, der die Dimension der Krise verdeutlicht, auch wenn die offiziellen EU-Grenzwerte formal eingehalten werden.

Industriestrukturen, hohe Abhängigkeit von Kohle und mangelnde Investitionen in saubere Technologien verstärken das Problem in diesen Regionen zusätzlich.

Ausblick: Strengere Grenzwerte und politischer Handlungsdruck

Die Datenlage macht deutlich, dass der aktuelle EU-Grenzwert von 25 Mikrogramm den wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Gesundheitsgefahren von Feinstaub nicht gerecht wird. Die WHO empfiehlt einen Jahresrichtwert von lediglich 5 Mikrogramm pro Kubikmeter – fünfmal strenger als die geltende EU-Norm.

Die EU-Luftqualitätsrichtlinie steht daher unter zunehmendem Reformdruck. Experten fordern nicht nur strengere Grenzwerte, sondern auch wirksamere Kontrollmechanismen für Mitglied- und Nachbarstaaten. Ohne entschiedene Maßnahmen werden die gesundheitlichen und gesellschaftlichen Kosten der Luftverschmutzung in Europa weiter steigen – insbesondere in jenen Regionen, die schon heute am stärksten belastet sind.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (euronews Deutsch). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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