Dieses Video wurde am 07.05.2026 von BR24 auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die IFAT Munich gilt als weltgrößte Messe für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft. Mit über 3.000 Ausstellern bietet sie in diesem Jahr ein breites Spektrum an Umwelttechnologien – von handlichen Analysetools bis hin zu tonnenschweren Industriemaschinen. Besonders das weitläufige Freigelände zieht Besucherinnen und Besucher an, die Maschinen nicht nur sehen, sondern auch in Aktion erleben wollen.
Smarte Analysetools: Kleidung nach Material erkennen
Bereits im Kleinformat zeigt die IFAT Munich beeindruckende Innovationen. Ein kompaktes Spektralanalyse-Tool erkennt mithilfe von Wellenlängen, aus welchem Material ein Textil besteht. In der Praxis bedeutet das: Ein einfacher Scan zeigt, ob eine Bluse wirklich aus 100 Prozent Leinen besteht – oder ob etwa Polyester beigemischt ist.
Das Gerät liefert farbcodierte Ergebnisse: Grün steht für natürliche Fasern wie Leinen oder Baumwolle, andere Farben weisen auf Kunstfaseranteile hin. Solche Werkzeuge könnten künftig bei der Kleiderrücknahme und dem textilen Recycling eine wichtige Rolle spielen, um Materialien sauber zu trennen und stofflich zu verwerten.
Crushing Zone: Betonschwellen in Sekunden zerkleinern
Im Freigelände der IFAT Munich laufen auf rund 26.000 Quadratmetern insgesamt 44 Maschinen im Live-Betrieb. Im Mittelpunkt steht die sogenannte Crushing Zone, wo Bau- und Abbruchabfälle wie Beton und Eisenbahnschwellen verarbeitet werden.
Eine einzelne Betonschwelle wiegt rund 300 Kilogramm – der Stahl im Inneren machte die Zerkleinerung bislang aufwendig. Früher dauerte das Zerkleinern von fünf Schwellen etwa zwei Minuten. Eine neu entwickelte Maschine mit über 900 PS schafft dasselbe in 25 bis 30 Sekunden und trennt dabei gleichzeitig Metall von Betonrückständen. Die Vorteile im Überblick:
- Drastisch reduzierte Bearbeitungszeit pro Schwelle
- Automatische Trennung von Metall und Beton
- Saubere Materialfraktionen für die direkte Rückführung in den Werkstoffkreislauf
- Effizienter Einsatz bei der Modernisierung des deutschen Eisenbahnnetzes
Die zerkleinerten Materialien werden anschließend in großen Trommelsieben nach Körnung sortiert, bevor sie als Sekundärrohstoff wieder eingesetzt werden können.
Rohrleitung und Kanalbau: Handwerk im Wettbewerb
Auch das Handwerk steht auf der IFAT Munich im Rampenlicht. Fachkräfte aus dem Rohr- und Leitungsbau messen sich in praktischen Wettbewerben und demonstrieren dabei Fertigkeiten, die im Alltag oft unsichtbar bleiben: Das Reparieren von Wasserrohrbrüchen, das Einbinden neuer Leitungen und das fachgerechte Abdichten von Schäden.
Im Berufsalltag arbeiten die Fachkräfte häufig unter Zeitdruck – etwa wenn eine Wasserabstellung nur für ein begrenztes Zeitfenster möglich ist und in dieser Zeit die gesamte Reparatur abgeschlossen sein muss. Die Messe macht diese oft verkannte Arbeit für Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmeversorgung sichtbar und wertschätzbar.
Altauto-Recycling: Wenn der Airbag gezündet wird
Ein weiteres Highlight der IFAT Munich ist die vollständige Demontage von Altfahrzeugen. Deutschland gilt als Vorreiter beim Altauto-Recycling – Fahrzeuge sind hierzulande eines der am stärksten recycelten Produkte überhaupt. Damit das gelingt, müssen einzelne Fraktionen sauber voneinander getrennt werden.
Der Prozess umfasst unter anderem:
- Herausschneiden von Scheiben
- Trennung von Reifen und Felgen
- Ablassen sämtlicher Betriebsflüssigkeiten
- Kontrollierte Zündung von Airbags vor der Verschrottung
Nur wenn alle Materialien sauber separiert werden, lässt sich aus dem Metallschrott wieder hochwertiger Stahl herstellen – der direkt in der Produktion neuer Fahrzeuge eingesetzt werden kann. Ein geschlossener Materialkreislauf, der Ressourcen schont und Emissionen reduziert.
Die IFAT Munich 2026 zeigt eindrücklich, wie weit die Umwelttechnik bereits fortgeschritten ist – und wie viel Potenzial im konsequenten Recycling von Alltagsmaterialien steckt. Mit neuen Maschinenkonzepten, smarter Sensorik und geschultem Fachpersonal rückt eine echte Kreislaufwirtschaft in greifbare Nähe.
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