Ticket-Zweitmarkt: Bundesliga kämpft gegen Abzocke

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Dieses Video wurde am 07.05.2026 von Sportschau auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der Ticket-Zweitmarkt sorgt in der Bundesliga für wachsenden Unmut – bei Fans, Vereinen und Verbänden gleichermaßen. Plattformen wie Viagogo bieten Eintrittskarten für Bundesligaspiele zu teils drastisch überhöhten Preisen an. Wer dort zugreift, riskiert am Einlass zu scheitern: Immer mehr Clubs verweigern Inhabern solcher Tickets den Zutritt ins Stadion. Das Problem betrifft tausende Fußballfans und rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie der Weiterverkauf von Tickets effektiv reguliert werden kann.

Horrende Preise und gesperrte Stadioneinlässe

Wer ein Ticket über einen Zweitmarktportal wie Viagogo erwirbt, zahlt häufig ein Vielfaches des ursprünglichen Kartenpreises. Die Nachfrage nach begehrten Bundesligaspielen treibt die Preise auf dem Sekundärmarkt in die Höhe – ein Umstand, den Anbieter gezielt ausnutzen.

Doch das finanzielle Risiko ist nicht das einzige Problem. Viele Bundesliga-Clubs haben inzwischen technische und organisatorische Maßnahmen eingeführt, um Zweitmarkt-Tickets zu entwerten. Fans, die gutgläubig über solche Plattformen gekauft haben, stehen dann vor verschlossenen Stadionschleusen – ohne Einlass, ohne Rückerstattung.

Vereine sprechen von “Abzocke”

Die Reaktionen aus der Vereinslandschaft sind deutlich. Verantwortliche beschreiben die Praktiken mancher Zweitmarktplattformen offen als „Abzocke” – ein Begriff, der das Empfinden vieler betroffener Fans widerspiegelt.

Es herrschten klare Missstände im Ticketing, so die Kritik: Plattformen wie Viagogo bereiteten Fans, die schlicht Spaß am Fußball haben wollen, erhebliche Probleme. Der Vorwurf lautet, dass das Geschäftsmodell solcher Portale auf Kosten der eigentlichen Zielgruppe – dem normalen Stadionbesucher – funktioniert.

  • Tickets werden weit über dem Originalpreis weiterverkauft
  • Käufer erhalten keine Garantie auf Stadioneinlass
  • Clubs entwerten Zweitmarkt-Tickets aktiv an der Einlasskontrolle
  • Betroffene Fans haben kaum Möglichkeiten zur Rückerstattung
  • Das Vertrauen in den legalen Ticketkauf wird nachhaltig beschädigt

Viagogos Gegenargument: Nur eine Vermittlerplattform

Viagogo weist die Kritik von sich. Das Unternehmen betont, weder selbst Tickets zu kaufen noch zu verkaufen. Man verstehe sich ausschließlich als Vermittlerplattform, die private Käufer und Verkäufer zusammenbringe – und kassiere dafür entsprechende Vermittlungsgebühren.

Dieses Argument entlastet Viagogo juristisch in Teilen, ändert jedoch nichts an der praktischen Situation der betroffenen Fans. Denn ob Plattform oder Verkäufer – wer kein gültiges Ticket in den Händen hält, kommt nicht ins Stadion.

Kritiker sehen in dieser Argumentation eine bewusste Verantwortungsverschiebung: Die Plattform profitiert finanziell vom Weiterverkauf, übernimmt aber keinerlei Haftung für die Konsequenzen, die Käufer tragen müssen.

Ausblick: Regulierung des Ticket-Zweitmarkts gefordert

Der Druck auf Politik und Verbände wächst, den Weiterverkauf von Eintrittskarten stärker zu regulieren. Einige europäische Länder haben bereits gesetzliche Obergrenzen für Wiederverkaufspreise eingeführt oder den gewerblichen Weiterverkauf ohne Lizenz unter Strafe gestellt.

Für die Bundesliga und ihre Fans bleibt die Lage vorerst angespannt. Solange klare rechtliche Rahmenbedingungen fehlen, werden Clubs weiterhin auf eigene Schutzmaßnahmen setzen – und Fans müssen beim Ticketkauf außerhalb der offiziellen Kanäle erhebliche Risiken einkalkulieren. Eine umfassende Lösung ist nur durch ein koordiniertes Vorgehen von Vereinen, Verbänden und Gesetzgebern denkbar.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Sportschau). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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