Bahn-Sofortprogramm: Sauberkeit in ICE-Zügen

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Dieses Video wurde am 07.05.2026 von tagesschau auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Mit einem Sofortprogramm für mehr Sauberkeit will die Deutsche Bahn das Erscheinungsbild ihrer Züge grundlegend verbessern. 20 Millionen Euro investiert das Unternehmen unter anderem in zusätzliches Reinigungspersonal. Was das im Alltag bedeutet, zeigt sich am Leipziger Hauptbahnhof – dort, wo Zugbegleiterin Sandra Lux jeden Morgen ihren Dienst antritt und einen ICE auf der Strecke nach Berlin fit macht.

Eineinhalb Stunden für einen ganzen ICE

Sandra Lux ist 62 Jahre alt und seit 25 Jahren in der Zugreinigung tätig. Am Morgen hat sie eineinhalb Stunden Zeit, einen ICE vor der Abfahrt nach Berlin zu reinigen. Zuerst kommen die Toiletten dran: Stangen, Müllbehälter, Spiegel, Fußboden und Griffe – alles in wenigen Minuten pro Kabine.

Rund 20 Toiletten hat ein ICE auf dieser Strecke, dazu kommen die Abteile und Sitzreihen. Eine Herausforderung, die für eine einzelne Person kaum zu bewältigen ist – besonders dann, wenn Fahrgäste die Sanitäranlagen stark verschmutzt oder gar für ungewöhnliche Zwecke genutzt haben. Haare waschen im Zug-WC ist laut Lux keine Ausnahme.

Neu im Rahmen des Sofortprogramms: In den Abfallbehältern der Toiletten wird jetzt Duftöl eingesetzt, um die Geruchsbelästigung zu reduzieren – ein kleines, aber für Fahrgäste spürbares Detail.

Das strukturelle Problem: immer dieselben Wagen vernachlässigt

Das eigentliche Problem lag bislang weniger am fehlenden Einsatzwillen der Reinigungskräfte als an der Arbeitsorganisation. Fuhr nur eine Person auf einem langen ICE mit, schaffte sie auf der Strecke Leipzig–Berlin Spandau oft nur vier bis fünf Wagen. Kollegen, die später zustiegen, begannen nach festgelegter Vorgabe wieder von vorne – was bedeutete, dass die hinteren Wagen systematisch leer ausgingen.

  • Einzelne Reinigungskräfte schafften maximal 4–5 von rund 20 Wagen
  • Hintere Wagenabschnitte blieben regelmäßig unreinigt
  • Fahrgäste beschwerten sich zu Recht über mangelnde Sauberkeit
  • Die Vorgabe zur Arbeitsreihenfolge verschärfte das Problem zusätzlich

Dieses strukturelle Defizit soll nun durch den Einsatz von zwei Unterwegsreinigern gleichzeitig behoben werden. Eine Person beginnt am vorderen Ende des Zuges, die andere am hinteren – so werden alle Wagen abgedeckt.

Mehr Sichtbarkeit für Reinigungskräfte im Zug

Ein weiterer Baustein des Programms ist die stärkere Präsenz des Reinigungspersonals während der Fahrt. Sandra Lux geht aktiv durch die Waggons, spricht Fahrgäste an und sammelt Müll ein. Reisende können so direkt auf verschmutzte Bereiche hinweisen – wie geschehen, als ein Fahrgast sie auf eine besonders dreckige Toilette aufmerksam machte.

Dieser direkte Kontakt soll das Bewusstsein der Fahrgäste schärfen und gleichzeitig das Vertrauen in den Reinigungsservice stärken. Gerade in voll besetzten Zügen ist die Arbeit besonders mühsam: Enge Gänge, wenig Platz und ein hoher Durchlauf an Reisenden machen eine gründliche Reinigung zur Daueraufgabe.

Erste Eindrücke und Ausblick

Sandra Lux selbst bewertet das Sofortprogramm der Bahn nüchtern: Alleine sei ein ganzer Zug nicht zu schaffen, zu zweit sehe es schon deutlich besser aus. Das deckt sich mit dem Ansatz der Deutschen Bahn, durch mehr Personal und bessere Koordination messbare Verbesserungen zu erzielen.

Ob die 20 Millionen Euro Investition langfristig ausreichen, um die Sauberkeit in deutschen Fernzügen nachhaltig zu verbessern, wird sich im Alltag zeigen. Die Maßnahmen adressieren zumindest die richtigen Stellschrauben: mehr Personal, bessere Aufgabenverteilung und eine sichtbarere Reinigung während der Fahrt. Für Fahrgäste und Reinigungskräfte gleichermaßen wäre das ein echter Fortschritt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (tagesschau). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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