Dieses Video wurde am 09.05.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der Goldpreis hat nach seinen Höchstständen Anfang 2026 spürbar nachgegeben. Für Finanzexpertin Lisa Hassenzahl ist das jedoch kein Alarmsignal, sondern eher eine Gelegenheit: Sowohl für Neueinsteiger als auch für bestehende Anleger biete die Korrektur einen guten Moment, um die eigene Gold-Quote zu überdenken oder gezielt nachzukaufen. Denn die strukturellen Treiber, die das Edelmetall in den vergangenen zwei Jahren beflügelt haben, sind nach wie vor intakt.
De-Dollarisierung als übergeordneter Trend
Klassisch gilt Gold als Krisenabsicherung – ein sicherer Hafen neben dem US-Dollar und Staatsanleihen. Steigen die Zinsen und laufen die Aktienmärkte gut, müsste Gold eigentlich an Attraktivität verlieren. Genau das Gegenteil war jedoch in den letzten zwei Jahren zu beobachten.
Der entscheidende Faktor dahinter ist die sogenannte De-Dollarisierung: das zunehmende Infragestellen des US-Dollars als globale Leitwährung. Viele Notenbanken – insbesondere aus Schwellenländern und neuen Wirtschaftsblöcken – haben ihre Dollarreserven abgebaut und stattdessen verstärkt Gold gekauft.
Hinzu kommt ein gewachsenes Misstrauen gegenüber der Vormachtstellung der USA sowie Lehren aus dem Einfrieren russischer Währungsreserven. Diese Ereignisse haben Zentralbanken weltweit dazu veranlasst, sich unabhängiger von Fremdwährungsbeständen aufzustellen.
Zentralbanken und Privatanleger treiben die Nachfrage
Neben institutionellen Käufern ist auch das Interesse privater Anleger an Gold-ETFs und anderen Goldinstrumenten deutlich gestiegen. Dieser doppelte Nachfrageschub – von Notenbanken und Privatinvestoren – hat den Goldpreis trotz eines eigentlich ungünstigen Zinsumfelds auf neue Höhen getrieben.
Mehrere Analysten halten vor diesem Hintergrund langfristig sogar fünfstellige Goldpreise in US-Dollar je Feinunze für denkbar. Realistischere Kursziele für die nähere Zukunft liegen laut Hassenzahl bei rund 8.000 US-Dollar pro Feinunze, sofern der Trend der Zentralbankkäufe anhält.
- Zentralbanken bauen Dollarreserven zugunsten von Gold ab
- Geopolitische Unsicherheiten stärken die Nachfrage nach sicheren Anlagen
- Steigende Beliebtheit von Gold-ETFs bei Privatanlegern
- Einfrierung russischer Reserven als Warnsignal für viele Länder
- Wachsende Skepsis gegenüber der globalen Dominanz des US-Dollars
Währungsrisiko für Euro-Anleger beachten
Wichtig für deutschsprachige Investoren: Der Goldpreis wird in US-Dollar abgerechnet. Wer aus dem Euroraum investiert, trägt damit stets ein Währungsrisiko. Gibt der Dollar gegenüber dem Euro stark nach, relativiert sich der Gewinn in Euro entsprechend.
Dennoch sieht Hassenzahl auch für Euro-Anleger erhebliches Potenzial. Wer noch nicht in Gold investiert ist, sollte angesichts der weiterhin vorhandenen Volatilität nicht auf den vermeintlich perfekten Einstiegszeitpunkt warten, sondern lieber schrittweise investieren – etwa über Sparpläne.
Physisches Gold oder Wertpapiere – was empfiehlt sich?
Bei der Frage nach der richtigen Anlageform rät Hassenzahl vor allem zur Praktikabilität. Wer es einfach halten möchte, ist mit Gold-ETCs mit physischem Lieferanspruch gut bedient: Sie verbinden die einfache Handhabbarkeit von Wertpapieren mit der Sicherheit eines realen Goldbestands.
Physisches Gold bleibt eine Option, setzt aber eine sichere Lagermöglichkeit voraus – Bankschließfächer sind rar und nicht immer eine zuverlässige Lösung. Ein weiterer Vorteil von physischem Gold: Nach einer Haltefrist von einem Jahr ist der Gewinn aus dem Verkauf in Deutschland steuerfrei – ein Aspekt, der Gold gegenüber anderen Anlageklassen wie etwa Kryptowährungen klar begünstigt.
Insgesamt bleibt Gold ein relevanter Baustein in einem diversifizierten Portfolio. Ob als Absicherung gegen geopolitische Risiken, als Profiteur der De-Dollarisierung oder als steuerlich privilegierte Langfristanlage – die strukturellen Argumente für das Edelmetall haben trotz der jüngsten Kurskorrektur nichts an Gewicht verloren.
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