Dieses Video wurde am 09.05.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der Ukrainekrieg steckt militärisch in einer Sackgasse, und auch die Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien sind ins Stocken geraten. Gleichzeitig kündigen die europäischen Schwergewichte Deutschland, Frankreich und Großbritannien eine eigene Friedensinitiative an – ausgerechnet dann, wenn Russland erstmals Gesprächsbereitschaft signalisiert. Politikwissenschaftler und Russlandexperte Gerhard Mangott analysiert, was das für einen möglichen Waffenstillstand bedeutet und wie geschwächt Wladimir Putin tatsächlich ist.
Front im Ukrainekrieg: Russischer Vormarsch weitgehend gestoppt
An der Frontlinie in der Ukraine hat sich die Lage in den vergangenen Monaten grundlegend verändert. Der russische Vormarsch ist weitgehend zum Erliegen gekommen. Die Territorialgewinne zu Beginn des Jahres 2026 fielen gering aus, und im April verzeichnete Russland sogar den ersten Nettoverlust an Territorium seit Langem – zugunsten der Ukraine.
Die Front selbst ist kaum noch klar zu ziehen. Beide Seiten kämpfen in einer sogenannten Todeszone, in der Drohnen und bodengestützte Roboter eingesetzt werden, um vorrückende Soldaten zu stoppen. Geländegewinne sind damit für keine der beiden Seiten mehr leicht zu erzielen.
Das erklärte russische Ziel, die noch von der Ukraine kontrollierten Teile des Donbas vollständig militärisch zu erobern, rückt damit in weite Ferne. Auch auf dem Verhandlungsweg scheint eine vollständige Kontrolle über die Region nicht realistisch.
Trilaterale Gespräche stocken – Europa drängt mit eigener Initiative
Seit Mitte Februar liegt der trilaterale Verhandlungsprozess zwischen den USA, Russland und der Ukraine weitgehend auf Eis. Zwar hat es mehrere Gesprächsrunden gegeben, bei denen gewisse Fortschritte erzielt wurden – doch seitdem finden nur noch bilaterale Treffen statt: entweder die Ukraine oder Russland treffen sich separat mit Washington.
Parallel dazu haben die sogenannten E3-Staaten – Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich – angekündigt, eine eigene Verhandlungsinitiative zu starten und direkt mit der russischen und ukrainischen Führung in Kontakt zu treten. Das Überraschende: Aus Moskau kam ein positives Signal. Russland erklärte sich gesprächsbereit – eine Premiere, denn bislang hatte Moskau europäische Vermittlungsversuche stets abgelehnt.
Konkurrierende Prozesse: Risiko für eine Verhandlungslösung
Die Entwicklung birgt jedoch erhebliche Risiken. Anstatt eines gemeinsamen Formats drohen nun zwei parallele, möglicherweise rivalisierende Verhandlungsprozesse:
- Im trilateralen Format (USA, Russland, Ukraine) nehmen die USA tendenziell russlandfreundlichere Positionen ein.
- Im europäischen Format (E3 mit Russland und Ukraine) werden Deutschland, Frankreich und Großbritannien eher ukrainefreundliche Standpunkte vertreten.
- Eine Einigung wird schwieriger, wenn unterschiedliche Vermittler unterschiedliche Ergebnisse anstreben.
- Weder die USA noch Russland haben bislang signalisiert, die Europäer in den trilateralen Prozess aufzunehmen.
Mangott plädiert für ein gemeinsames Viererformat – USA, Russland, Ukraine und Europäer an einem Tisch – hält dies angesichts der angespannten transatlantischen Beziehungen jedoch für wenig wahrscheinlich. Die zunehmende Distanz zwischen Washington und Brüssel macht eine Koordination beider Verhandlungsstränge zusätzlich schwierig.
Putins geschwächte Position – und ein Plan, der fehlen könnte
Trotz aller diplomatischen Unklarheiten gibt es Anzeichen, dass Wladimir Putin unter zunehmendem Druck steht. Die militärischen Erfolge bleiben aus, die wirtschaftlichen Folgen des Krieges für die russische Bevölkerung sind nach Einschätzung von Mangott „katastrophal”. Die Kriegsmüdigkeit in Russland nimmt deutlich zu, öffentlicher Unmut wächst – selbst innerhalb der politischen Elite des Landes.
Putin befinde sich in einer deutlich schwächeren Position als noch vor einem halben Jahr. Besonders besorgniserregend sei laut Mangott jedoch ein anderer Aspekt: Während Putin in der Vergangenheit stets einen langfristigen Plan verfolgte, zweifeln inzwischen viele daran, ob er überhaupt eine Ausstiegsstrategie aus dem Krieg besitzt.
Ob die parallelen Verhandlungsinitiativen am Ende doch zu einem Durchbruch führen oder sich gegenseitig blockieren, bleibt offen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die diplomatischen Bemühungen koordiniert werden können – oder ob Eigeninteressen eine gemeinsame Lösung weiter verzögern.
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