Dieses Video wurde am 09.05.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Am 9. Mai begeht Russland traditionell den Tag des Sieges über Nazideutschland – mit einer Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau als zentralem Symbol nationaler Stärke. Doch die diesjährige Militärparade Moskau fällt deutlich kleiner aus als in den Vorjahren: keine Panzer, keine Raketenwerfer, keine mobilen Interkontinentalraketen. Der Grund ist eng mit dem laufenden Krieg gegen die Ukraine verknüpft – sowohl militärisch als auch propagandistisch.
Abgespeckte Parade – was fehlt und warum
In vergangenen Jahren dauerte die Parade auf dem Roten Platz rund eine Stunde und bot ein imposantes Aufgebot schwerer Kriegstechnik. In diesem Jahr rechnen Beobachter mit einer Laufzeit von lediglich etwa 30 Minuten. Schwere Waffen wie Panzer, Raketenabwehrsysteme und mobile Interkontinentalraketen werden nicht gezeigt.
Dahinter stecken zwei Faktoren: Zum einen wird ein erheblicher Teil des russischen Militärgeräts an der Front in der Ukraine gebunden oder wurde dort bereits zerstört. Zum anderen fürchtet der Kreml, dass ukrainische Drohnenangriffe die Parade empfindlich treffen könnten – mit Bildern, die weltweit verbreitet würden und Russland bloßstellen.
- Keine Panzer oder gepanzerten Fahrzeuge auf dem Roten Platz
- Keine mobilen Interkontinentalraketen oder Raketenabwehrsysteme
- Verkürzte Dauer: circa 30 statt 60 Minuten
- Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen gegen Drohnenangriffe
Drohnenbedrohung und die Nervosität des Kremls
Die Ukraine verfügt über weitreichende Drohnenkapazitäten, die in den vergangenen Monaten wiederholt tief in russisches Territorium vorgedrungen sind – bis hin nach Moskau. Ein Angriff während der Parade wäre für den Kreml ein politisches Desaster: Brennende Panzer oder fliehende Soldaten auf dem symbolisch aufgeladenen Roten Platz wären ein Horrorszenario, das die russische Kriegsnarrative erschüttern würde.
Die Nervosität in Moskau ist entsprechend groß. US-Präsident Donald Trump soll die ukrainische Seite aufgefordert haben, für drei Tage eine informelle Waffenruhe einzuhalten – eine ungewöhnliche diplomatische Geste, die offenbar zumindest kurzfristig Wirkung zeigte. Ob die Parade tatsächlich störungsfrei bleibt, blieb jedoch bis zuletzt offen.
Putins Propagandabühne und der Gedenktag
Der Tag des Sieges ist in Russland nicht nur ein staatliches Ritual – er ist für viele Menschen ein tief empfundener Gedenktag an die Millionen sowjetischen Opfer des Zweiten Weltkriegs. Gleichzeitig nutzt Wladimir Putin dieses Datum regelmäßig, um seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine politisch zu legitimieren und in die Tradition des sowjetischen Antifaschismus einzuordnen.
Sicherheitsexperten sehen die Parade daher primär als Propagandaveranstaltung: Das Gedenken an gefallene Sowjetsoldaten wird instrumentalisiert, um den gegenwärtigen Krieg als gerechten Kampf darzustellen. Die deutlich reduzierte Schau in diesem Jahr schwächt jedoch die beabsichtigte Botschaft spürbar ab.
Einordnung: Ein Symbol gerät unter Druck
Die verkleinerte Militärparade ist mehr als eine logistische Anpassung – sie ist ein sichtbares Zeichen, wie stark der Ukrainekrieg Russlands militärische und symbolische Ressourcen beansprucht. Was jahrzehntelang als unerschütterliches Machtbild inszeniert wurde, wirkt 2025 erstmals brüchig.
Ob der Kreml die Kontrolle über die Inszenierung des Feiertages behält oder ob ukrainische Drohnen das Bild des Tages prägen werden, bleibt eine der zentralen Fragen dieses 9. Mai. Fest steht: Die Botschaft, die Moskau senden wollte, wird in jedem Fall von der militärischen Realität des Krieges überlagert.
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