Neue Partei „Bürgerauftrag Deutschland” will regieren

Date:

Dieses Video wurde am 26.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Mit dem Versprechen, Deutschland innerhalb von fünf Jahren grundlegend zu reformieren, hat Bürgermeister Besler die Partei Bürgerauftrag Deutschland gegründet. Das erklärte Ziel: eine absolute Mehrheit von über 50 Prozent der Stimmen – und damit eine Regierung ohne Abhängigkeit von Koalitionspartnern. Der politische Quereinsteiger aus der kommunalen Verwaltung sieht das bestehende Parteiensystem als reformunfähig und das Land als kaum noch regierbar an.

Diagnose: Ein reformunfähiges Deutschland

Besler begründet seine Parteigründung mit einer grundsätzlichen Kritik am politischen System. Seiner Einschätzung nach scheitern notwendige Reformen regelmäßig an Brandmauern zwischen den Parteien und an nicht auflösbaren Unvereinbarkeitsbeschlüssen. Mehrheiten für sinnvolle Vorhaben seien kaum noch darstellbar.

Als Beleg verweist er auf ein Buch der Autoren Voßkuhle und Steinbrück, das konkrete Reformvorschläge für Deutschland enthält – Vorschläge, die nach seiner Aussage zwar bekannt, aber von keiner Regierung konsequent umgesetzt worden seien. Das Fazit des Bürgermeisters: Gute Ideen zerreiben sich zwischen den Parteiinteressen, ohne je in der Realität anzukommen.

Eine Koalition mit der AfD schließt Besler dabei ausdrücklich aus. Einzelne Beschlüsse, die er für sachlich richtig hält, würde er jedoch unabhängig vom Einbringer mittragen – eine Unterscheidung, die er als pragmatisch bezeichnet.

Kassensturz statt Antrittsbesuche: Die Kernforderungen

Gefragt nach seinen drei wichtigsten Sofortmaßnahmen, nennt Besler als oberste Priorität einen umfassenden Kassensturz – eine vollständige Bestandsaufnahme der Staatsfinanzen. Statt die ersten Regierungsmonate mit Auslandsreisen zu verbringen, würde er sich drei Monate lang den Zahlen widmen.

Seine weiteren Kernforderungen umfassen:

  • Konsequentes Sparen bei den Staatsausgaben nach dem Prinzip eines privaten Haushalts
  • Subventionierung der Industrie, um Wirtschaftswachstum anzukurbeln
  • Senkung der Strompreise, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu stärken
  • Umschichtung von Mitteln: weniger Ausgaben ins Ausland, mehr Investitionen in Polizei, Kinderbetreuung und lokale Infrastruktur

Besler ist überzeugt, dass die vorhandenen Steuereinnahmen bei konsequenter Ausgabendisziplin dreifach ausreichten, um dringende Investitionen zu finanzieren. Die Haushaltsmisere sei kein Einnahmeproblem, sondern ein Ausgabenproblem.

Kritische Stimmen: Zu viele Parteien, zu wenig Realismus?

Im Gespräch melden sich auch erfahrene Politikerinnen und Politiker zu Wort – und dämpfen die Erwartungen. Ein Diskussionsteilnehmer mit Regierungserfahrung hält weitere Neugründungen für überflüssig: Das Parteienspektrum in Deutschland sei bereits sehr breit. Er setzt stattdessen Hoffnungen in Bundesminister Wildberger, der ein neu geschaffenes Ministerium für Staatsmodernisierung und Digitalisierung leitet, und erhofft sich von dort strukturelle Verbesserungen bei Verwaltungsprozessen.

Politikerin Alina Karabayer verweist auf eine ernüchternde Statistik: Zwischen 2021 und 2025 wurden mehr als 51 neue Parteien gegründet – keine einzige schaffte den Einzug in den Bundestag. Dennoch wünscht sie Besler Erfolg bei seinem Vorhaben.

Besler selbst kontert die Skepsis mit einem bekannten Argument: Manchmal gelinge das vermeintlich Unmögliche gerade deshalb, weil jemand nicht wisse, dass es nicht funktionieren könne.

Kommunale Realität als Antrieb

Besler stützt seine Analyse auf konkrete Erfahrungen aus seiner Arbeit als Bürgermeister. In seiner Stadt Plettenberg beschäftigt die Verwaltung rund 440 Mitarbeiter – ein Personalbestand, dessen Finanzierung allein durch die Gewerbesteuereinnahmen kaum noch gesichert sei.

Er warnt vor einem systemischen Kollaps: Steigende Löhne treiben die Bürokratiekosten proportional in die Höhe, während die kommunalen Einnahmen nicht mithalten. Nach seiner Einschätzung ist dieses Modell noch wenige Jahre finanzierbar – dann drohe der Zusammenbruch, nicht nur auf kommunaler, sondern auf bundesweiter Ebene.

Ob „Bürgerauftrag Deutschland” tatsächlich den Sprung in den Bundestag schafft, wird sich zeigen. Die Partei steht vor der klassischen Hürde neuer politischer Kräfte: Bekanntheit aufbauen, Vertrauen gewinnen und die Fünf-Prozent-Hürde überwinden – all das, bevor überhaupt an Regierungsverantwortung zu denken ist. Beslers Ankündigung, in fünf Jahren Berlin und dann Deutschland zu regieren, bleibt damit vorerst ein politisches Versprechen, das erst noch eingelöst werden muss.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here

xxx

Popular

Ähnliche Beiträge
Related

Friedrich Merz unter Druck: Bürger zweifeln am Kurs

Bundeskanzler Friedrich Merz beteuert, den richtigen Kurs zu kennen. Doch Bürger sehen das anders – und kritisieren Wirtschaft, Rente und Gesundheitsreform.

Wählerverachtung: Kritik an Verschuldungspolitik

Wer Verschuldungspolitik kritisiert, soll „mental überfordert" sein? Ein Kommentar zur Debatte über Wählerverachtung und staatliche Ausgabenpolitik.

Ostdeutschland: Warum der Kanzler im Osten schlecht ankommt

Journalistin Marieke Reimann erklärt in ihrem Buch „Zweite Wende", warum Ostdeutsche etablierten Parteien misstrauen und der Kanzler dort so schlecht ankommt.

Merz zu Protest: „Lasse mich nicht beeindrucken”

Friedrich Merz reagiert gelassen auf Protestaktionen: Er wolle mit arbeitenden Menschen sprechen, nicht mit denen, die „rumschreien" – ein kurzer, aber deutlicher Kommentar.