Dieses Video wurde am 05.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Spanien hat Anfang September 2026 einen historischen Hitzerekord verzeichnet. Im südlichen Andalusien wurden Temperaturen von bis zu 45,7 Grad Celsius gemessen – der heißeste Septembertag, der je in Spanien registriert wurde. Damit ist zugleich der bisherige Rekord für einen Septembertag eingestellt worden. Auch in den kommenden Tagen bleibt die Lage auf der Iberischen Halbinsel angespannt: Weitere extreme Hitzewerte werden erwartet.
Hitzerekord Spanien: 45,7 Grad in Andalusien gemessen
Der Rekordwert von 45,7 Grad wurde im Süden des Landes, in der Region Andalusien, erfasst. Diese Temperaturen sind für den Monat September außergewöhnlich – selbst für ein Land, das mediterrane Sommer gewohnt ist. Meteorologen stufen das Ereignis als historisch ein, da vergleichbare Werte bislang allenfalls im Juli oder August aufgetreten sind.
Der bisherige spanische Septemberrekord war damit nicht nur erreicht, sondern eingestellt worden. Behörden haben für mehrere Provinzen die Alarmstufe Rot ausgerufen und warnen die Bevölkerung eindringlich vor den gesundheitlichen Risiken extremer Hitze.
Anhaltende Hitzewelle: Weiterhin 40 Grad erwartet
Die Extremhitze ist kein kurzfristiges Ereignis. Auch in den Tagen nach dem Rekord werden laut Wetterprognosen Temperaturen um die 40 Grad Celsius in weiten Teilen Spaniens erwartet. Besonders betroffen sind Regionen im Landesinneren sowie im Süden der Iberischen Halbinsel.
- Andalusien: bis zu 45,7 Grad (Rekordwert)
- Weite Teile des spanischen Festlands: um die 40 Grad in den Folgetagen
- Mallorca: Temperaturen von bis zu 36 Grad erwartet
Auch die beliebte Ferieninsel Mallorca bleibt von der Hitzewelle nicht verschont. Bis zu 36 Grad werden dort erwartet – Werte, die für Urlauberinnen und Urlauber sowie die lokale Bevölkerung gleichermaßen belastend sind.
Gesundheitsrisiken und Warnungen für die Bevölkerung
Extreme Hitze stellt besonders für ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke eine ernsthafte Gesundheitsgefahr dar. Symptome wie Hitzschlag, Kreislaufprobleme und Dehydration können bei anhaltend hohen Temperaturen lebensbedrohlich werden.
Spanische Behörden und Gesundheitsorganisationen empfehlen der Bevölkerung:
- Direkte Sonneneinstrahlung in den Mittagsstunden meiden
- Ausreichend Flüssigkeit trinken
- Kühle Räume aufsuchen und Fenster abdunkeln
- Auf vulnerable Personen im Umfeld achten
In mehreren Regionen wurden zudem Notfallpläne aktiviert, um medizinische Versorgungskapazitäten sicherzustellen.
Klimawandel als Treiber extremer Hitzeereignisse
Ereignisse wie dieser Septemberrekord in Spanien stehen im Kontext eines sich verändernden Klimas. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Hitzewellen durch den Klimawandel häufiger, intensiver und länger werden. Dass ein Rekordwert wie 45,7 Grad nun im September auftritt, gilt als weiteres Indiz für die Verschiebung klimatischer Muster in Südeuropa.
Spanien gehört zu den Ländern in Europa, die besonders stark von steigenden Temperaturen betroffen sind. Experten warnen, dass solche Extremereignisse ohne konsequente Klimaschutzmaßnahmen künftig zur Normalität werden könnten. Der Hitzerekord vom September 2026 dürfte daher nicht nur eine meteorologische Randnotiz bleiben, sondern die politische Debatte über Klimaanpassung und Hitzeschutz weiter befeuern.
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