Sunday, 20. September 2026
AfD

AfD-Bürgermeister: Thomas Witt tritt der Partei bei

Thomas Witt aus Ziesendorf ist der erste AfD-Bürgermeister in Mecklenburg-Vorpommern. Er erklärt, warum er der Partei beigetreten ist und wie die Gemeinde reagiert.

Redaktion · 20. September 2026, 08:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 20.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Mit dem Parteibeitritt von Thomas Witt hat die AfD in Mecklenburg-Vorpommern noch vor der nächsten Wahl ihr erstes öffentliches Amt gewonnen. Der Bürgermeister der Gemeinde Ziesendorf im Landkreis Rostock war bis vor Kurzem parteilos – sein Schritt in die AfD macht ihn zum ersten AfD-Bürgermeister des Bundeslandes. Der Wechsel kommt nicht aus dem Nichts: Dem Entschluss ging ein kommunalpolitischer Konflikt um die geplante Einrichtung einer Flüchtlingsunterkunft in seiner Gemeinde voraus, den Witt nur mit Unterstützung von AfD und CDU im Kreistag abwenden konnte.

Vom parteilosen Bürgermeister zum AfD-Mitglied

Thomas Witt war 2024 über eine unabhängige Wählergruppe ins Amt gewählt worden. Seinen Beitritt zur AfD beschreibt er als bewusste Entscheidung, die er innerhalb einer Woche traf. Als parteiloser Bürgermeister habe er mit seiner Kritik an der geplanten Flüchtlingsunterkunft in einem stillgelegten Getränkewerk in Ziesendorf politisch nicht ausreichend Gehör gefunden. Erst gemeinsam mit AfD- und CDU-Vertretern im Kreistag gelang es, das Vorhaben des Landes zu stoppen.

Für Witt war das ein Wendepunkt. Er sah es als notwendig an, öffentlich Position zu beziehen – auch wenn seine Amtszeit noch bis 2029 läuft. „Es wäre ein Fehler, stehen zu bleiben und bis 2029 zu warten”, sagte er. Er wolle sein Gesicht zeigen und seine Meinung nach außen kundtun.

Die Entscheidung und das innere Ringen

Witt räumt ein, dass sein Zögern weniger mit persönlichen Überzeugungen zu tun hatte als mit Rücksicht auf die Gemeinde. Er habe sich gefragt, welche Außenwirkung ein Parteibeitritt für Ziesendorf hätte und wie die Einwohnerinnen und Einwohner darauf reagieren würden.

Diese Bedenken habe er schließlich verworfen. „So geht’s nicht weiter, wie es hier läuft. Ich muss es nach außen machen und muss auch mit den Konsequenzen leben”, so Witt. Die Entscheidung sei eine persönliche gewesen – mit vollem Bewusstsein für möglichen Gegenwind.

Dass er damit zum ersten AfD-Bürgermeister Mecklenburg-Vorpommerns werden würde, habe ihn selbst überrascht. Dies sei nicht das Ziel gewesen, sondern eine Folge der politischen Lage in seinem Bundesland.

Reaktionen in Ziesendorf: Zustimmung überwiegt

Die Resonanz in der Gemeinde fällt gemischt, aber überwiegend positiv aus. Witt berichtet von zwei klar unterscheidbaren Lagern unter den Einwohnerinnen und Einwohnern:

  • Viele begrüßen den Schritt ausdrücklich und loben, dass endlich jemand offen Stellung beziehe.
  • Ein Teil der Bevölkerung zeigt sich irritiert, da man bewusst einen parteilosen Kandidaten gewählt hatte.
  • Kritik kommt vor allem von jenen, die sich durch den Beitritt nicht mehr durch einen unabhängigen Vertreter repräsentiert fühlen.

„Derzeit überwiegt das positive Echo”, betont Witt. Er nimmt die kritischen Stimmen jedoch ernst und sieht es als Teil des politischen Prozesses, mit unterschiedlichen Meinungen umzugehen.

Politische Bedeutung für die AfD im Nordosten

Der Fall Witt hat über Ziesendorf hinaus politische Bedeutung. Die AfD gewinnt in Mecklenburg-Vorpommern mit diesem Beitritt erstmals einen hauptamtlichen Bürgermeister – noch bevor neue Kommunalwahlen stattgefunden haben. Das zeigt, wie die Partei auch auf kommunaler Ebene an Einfluss gewinnt, nicht allein durch Wahlergebnisse, sondern durch den Übertritt bisher ungebundener Mandatsträger.

Ob Witts Entscheidung einen Trend einleitet oder ein Einzelfall bleibt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Die Kommunalpolitik in strukturschwachen Regionen wie dem Landkreis Rostock bietet der AfD jedenfalls ein Terrain, auf dem Themen wie Migrationspolitik und lokale Infrastruktur stark mobilisieren. Witts Schritt dürfte die parteiinterne Debatte über kommunale Verankerung weiter befeuern.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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