Elch auf der A13: Vollsperrung in Brandenburg
Ein Elch sorgte auf der A13 in Brandenburg für Chaos: Die Autobahn wurde kurzzeitig voll gesperrt, beinahe kam es zu einem Unfall. Wie die Polizei reagierte.
Dieses Video wurde am 20.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ein Elch auf der A13 hat in Brandenburg für gefährliche Situationen und eine kurzzeitige Vollsperrung der Autobahn gesorgt. Das Tier wurde zunächst am Nachmittag zwischen den Ortschaften Groß Köris und Teupitz gesichtet, bevor es am Abend erneut auf der Fahrbahn auftauchte und beinahe einen schweren Unfall verursachte. Die Polizei musste eingreifen, um das Tier von der Straße zu treiben.
Elch auf der Autobahn: Gefährliche Begegnung auf der A13
Der Vorfall ereignete sich am Nachmittag des 19. Oktober, als Autofahrer auf der Autobahn 13 in Brandenburg plötzlich einem Elch gegenüberstanden. Das große Wildtier wurde zunächst im Bereich zwischen Groß Köris und Teupitz gesichtet – einer bewaldeten Region im Süden Brandenburgs.
Am Abend spitzte sich die Lage zu: Der Elch kehrte auf die Fahrbahn zurück und sorgte für einen Beinahe-Unfall. Für kurze Zeit musste die Autobahn vollständig gesperrt werden, um sowohl die Verkehrsteilnehmer als auch das Tier zu schützen. Solche Begegnungen mit Großwild auf Autobahnen gelten als besonders gefährlich, da die hohen Geschwindigkeiten kaum Reaktionszeit lassen.
Polizeieinsatz: Elch von der Fahrbahn getrieben
Einsatzkräfte der Polizei Brandenburg rückten aus, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Nach dem Einsatz gelang es den Beamten schließlich, den Elch von der Fahrbahn zu drängen.
Das Tier durchbrach daraufhin einen Wildschutzzaun und verschwand im angrenzenden Waldgebiet. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand – weder Menschen noch das Tier selbst. Die Vollsperrung konnte nach kurzer Zeit aufgehoben werden, der Verkehr normalisierte sich wieder.
Elche in Brandenburg: Seltene, aber zunehmende Erscheinung
Dass ein Elch auf einer deutschen Autobahn auftaucht, ist außergewöhnlich – aber nicht mehr ganz so selten wie früher. Experten beobachten seit einigen Jahren, dass Elche aus Polen und Skandinavien zunehmend nach Deutschland einwandern. Brandenburg liegt dabei aufgrund seiner geografischen Lage und der ausgedehnten Waldgebiete besonders im Fokus solcher Wanderbewegungen.
Wichtige Fakten zur Elch-Einwanderung in Deutschland:
- Elche gelten in Deutschland nicht als heimische Tierart, tauchen aber immer häufiger auf.
- Die Tiere wandern vor allem aus Polen über die Oder nach Brandenburg ein.
- Elche können eine Schulterhöhe von bis zu 2,30 Metern und ein Gewicht von über 500 Kilogramm erreichen.
- Kollisionen mit Elchen sind für Fahrzeuginsassen extrem gefährlich, da die Tiere beim Aufprall über die Motorhaube rutschen können.
- Wildwarnschilder und Zäune entlang von Autobahnen sollen solche Vorfälle verhindern.
Ausblick: Mehr Wildtiere auf deutschen Straßen?
Der Vorfall auf der A13 reiht sich in eine wachsende Zahl von Begegnungen zwischen Großwild und dem Straßenverkehr in Deutschland ein. Neben Elchen sorgen auch Wildschweine, Rehe und gelegentlich Wölfe für gefährliche Situationen auf Autobahnen und Landstraßen.
Naturschützer und Verkehrsbehörden stehen vor der Herausforderung, die Ausbreitung von Wildtieren mit den Sicherheitsanforderungen des modernen Straßenverkehrs in Einklang zu bringen. Bessere Wildschutzmaßnahmen und eine stärkere Sensibilisierung der Autofahrer – insbesondere in den Dämmerungsstunden, wenn Wildtiere besonders aktiv sind – könnten dazu beitragen, ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden.
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