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APEC-Gipfel

Ukraine-Krieg: Moskaus Gesprächsbereitschaft mit Skepsis

Russland erklärt sich zu trilateralen Ukraine-Krieg-Verhandlungen bereit – doch in Kiew überwiegt tiefe Skepsis. Wie realistisch ist eine Waffenruhe im November?

Redaktion · 21. October 2026, 21:45 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 21.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Russland hat nach Gesprächen in St. Petersburg erklärt, zu trilateralen Verhandlungen mit der Ukraine und den USA bereit zu sein. Doch in Kiew löst diese Ankündigung keine echte Hoffnung aus. Zu tief sitzt das Misstrauen gegenüber dem Kreml – geprägt durch Erfahrungen seit dem Jahr 2014 und mehr als viereinhalb Jahren offenen Ukraine-Krieg Verhandlungen gescheiterten Initiativen. Die Frage, ob Moskau diesmal tatsächlich kompromissbereit ist oder nur gesprächsbereit wirkt, bleibt vorerst offen.

Kiew nimmt Ankündigung zur Kenntnis – ohne Illusionen

Die Reaktion in der ukrainischen Hauptstadt auf Moskaus Signal ist nüchtern. Die Menschen nehmen zur Kenntnis, was in St. Petersburg besprochen wurde, hegen aber keinerlei Illusionen. Die Erfahrungen seit der Vollinvasion 2022 – und bereits seit 2014 – haben das Vertrauen in russische Signale nachhaltig erschöpft. Von echter Hoffnung, so die Einschätzung aus Kiew, kann schlicht keine Rede sein.

Gleichzeitig zeigt sich ein bemerkenswerter innenpolitischer Effekt: Die verbalen Angriffe von Donald Trump auf Präsident Wolodymyr Selenskyj in den zurückliegenden Tagen haben dessen Beliebtheitswerte im eigenen Land wieder ansteigen lassen. Aktuelle Umfragen belegen, dass eine wachsende Mehrheit der Ukrainer erneut hinter ihrem Präsidenten steht – ein Reflex nationaler Solidarität angesichts äußeren Drucks.

Viele offene Fragen rund um die Verhandlungsformate

Was nach den Gesprächen in St. Petersburg konkret auf dem Tisch liegt, ist weiterhin unklar. Mehrere zentrale Fragen sind unbeantwortet:

  • In welchem Format sollen die trilateralen Gespräche zwischen Russland, den USA und der Ukraine stattfinden?
  • Auf welcher diplomatischen Ebene werden sie geführt?
  • Welche Themen stehen vorrangig auf der Agenda – Sicherheitsgarantien oder eine sofortige Waffenruhe?
  • Wo und wann genau sollen die Verhandlungen beginnen?

Präsident Selenskyj drängt vor allem auf eine Waffenruhe entlang der aktuellen Frontlinien, um zumindest eine vorübergehende Beruhigung der Lage zu erreichen. Dieser Ansatz steht im Spannungsfeld mit russischen Forderungen, die weit über einen bloßen Waffenstillstand hinausgehen.

Hinzu kommt die Unterscheidung zweier verschiedener Gesprächsformate: Einerseits die möglichen trilateralen Gespräche auf noch unbestimmter Ebene. Andererseits ein von Putin angeregtes Dreiertreffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und Trump am Rande des APEC-Gipfels. Peking hat sich zu einem solchen Treffen auf eigenem Boden bislang nicht geäußert.

Witkoffs Putin-Aussage: In Kiew wie Hohn empfunden

Besondere Empörung löste eine Aussage des US-Unterhändlers Steve Witkoff aus. Dieser bezeichnete den russischen Präsidenten Putin nach der Freilassung des amerikanischen Staatsbürgers Marc Fogel – einem pensionierten Lehrer, der in russischer Haft gesessen hatte – als „Menschenfreund“.

In der Ukraine, wo täglich Menschen durch russische Angriffe sterben, kam diese Formulierung nach Einschätzungen aus Kiew „in vielen Ohren eher wie Hohn” an. Zwar verstehen viele Ukrainer den diplomatischen Kontext der Aussage und Witkoffs Absicht, die Freilassung des Häftlings zu würdigen. Dennoch empfinden zahlreiche Menschen das Lob für Putin als Verhöhnung angesichts des laufenden Angriffskriegs.

Gesprächsbereit ist nicht gleich kompromissbereit

Die zentrale Einordnung der aktuellen Lage lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Dass Russland Gesprächsbereitschaft signalisiert, bedeutet noch lange nicht, dass es auch zu echten Kompromissen bereit ist. Die Geschichte der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass Moskau diplomatische Kanäle auch zur Verzögerung und Ablenkung nutzt.

Ob die für Mitte November in Aussicht gestellten Gespräche tatsächlich stattfinden und ob sie substanzielle Ergebnisse liefern, wird nicht zuletzt davon abhängen, wie klar die westlichen Partner – allen voran die USA – gegenüber Russland auftreten. Kiew beobachtet die Entwicklungen genau, ohne dabei die Skepsis aufzugeben, die sich über Jahre der Täuschung und Aggression aufgebaut hat.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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