AfD-Wahlsieger Siegmund: „Selbstverständlich würden wir regieren”

Date:

Dieses Video wurde am 06.09.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026 hat ein historisches Ergebnis gebracht: Die AfD unter Spitzenkandidat Ulrich Siegmund erzielte nach ersten Hochrechnungen das stärkste Ergebnis einer Partei in dem Bundesland seit der Wiedervereinigung 1990. Siegmund sprach unmittelbar nach Bekanntgabe der Prognosen von einem „riesengroßen Vertrauensvorschuss” der Bevölkerung und zeigte sich zugleich offen für eine Regierungsbildung — allerdings unter klaren Bedingungen.

Historischer Wahlsieg für die AfD in Sachsen-Anhalt

Als um 18 Uhr die ersten Hochrechnungen eintrafen, war die Euphorie im Lager der AfD spürbar. Siegmund beschrieb den Moment als eines der stärksten Signale, das Wählerinnen und Wähler seiner Partei je gegeben haben. Das Ergebnis sei nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern ein Beleg dafür, wie viele Menschen in Sachsen-Anhalt hinter der AfD-Politik stünden.

Nach den Hochrechnungen fehlten der AfD allerdings noch knapp drei Sitze zur absoluten Mehrheit. Siegmund ließ offen, ob sich das bis zur vollständigen Auszählung noch ändern könnte, betonte jedoch, dass der politische Nachhall dieses Ergebnisses weit über Sachsen-Anhalt hinausreichen werde — insbesondere in Richtung Berlin und der CDU.

Siegmunds erklärtes Ziel war die sogenannte „Vision 2026″: eine Mehrheit von 45 Prozent und mehr, um eigenständig regieren zu können. Dass er diesem Ziel so nahe kam, wertete er als klares Mandat der Bevölkerung für einen grundlegenden politischen Kurswechsel.

Koalition nur unter strengen Bedingungen

Auf die Frage nach möglichen Koalitionspartnern reagierte Siegmund zurückhaltend, aber nicht kategorisch ablehnend. Er bekräftigte, die Hand auszustrecken — jedoch nur, wenn ein Partner bereit sei, die zentralen Probleme des Landes gemeinsam anzugehen. Dazu zähle er insbesondere:

  • Innere Sicherheit und geregelte Migration
  • Eine Abkehr von der bisherigen Energiepolitik, die Deutschland zu einem der Länder mit den höchsten Strompreisen weltweit gemacht habe
  • Eine konservative, nicht-ideologische Ausrichtung des potenziellen Partners
  • Die Bereitschaft zu einem grundsätzlichen politischen Richtungswechsel — nicht nur in Teilbereichen

Einen Partner, der diese Kriterien erfülle, sehe er zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Gleichzeitig schloss er nicht aus, dass sich in den kommenden Tagen noch etwas verändern könnte.

BSW als Koalitionspartner ausgeschlossen

Konkret auf das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) angesprochen, äußerte sich Siegmund skeptisch. Er verwies auf die Erfahrungen in Thüringen und Brandenburg, wo das BSW seiner Einschätzung nach Teil des Problems gewesen sei, nicht der Lösung. Trotz inhaltlicher Schnittmengen — etwa in der Russland- und Energiepolitik — lehnte er eine Zusammenarbeit ab. Einzelne gemeinsame Positionen reichten ihm nicht aus: Entscheidend sei die Übereinstimmung in den grundsätzlichen politischen Fragen, nicht in Teilaspekten.

Darin sieht Siegmund auch den Unterschied zu seiner Herangehensweise gegenüber der CDU: Diese habe sich durch das Herausgreifen einzelner Punkte programmatisch verwässert und damit an Profil verloren.

Ministerpräsidentschaft: „Selbstverständlich würden wir regieren”

Eine in den Tagen vor der Wahl vieldiskutierte Frage klärte Siegmund im Interview eindeutig: Ob er sich mit nur einer Stimme über der absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen würde, bejahte er ohne Zögern. Vorherige anderslautende Berichte bezeichnete er als „Fake News”, die aus einem missverstandenen Interview entstanden seien. Damals habe er lediglich erklärt, dass eine einzige Stimme Vorsprung noch keine stabile Mehrheit bedeute — nicht aber, dass er auf eine Regierungsübernahme verzichten würde.

Sein Kabinett sei bereits seit Monaten geplant, so Siegmund weiter. Die Regierungsmannschaft stehe — offen sei lediglich die Frage, ob sich eine tragfähige parlamentarische Mehrheit formieren lasse.

Das Wahlergebnis dürfte die bundespolitische Debatte über den Umgang mit der AfD erneut befeuern. Ob und mit welchem Partner Siegmund tatsächlich eine Regierung in Sachsen-Anhalt bilden kann, wird sich in den kommenden Tagen entscheiden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here

xxx

Popular

Ähnliche Beiträge
Related

Sachsen-Anhalt-Wahl: Merz als Verlierer im Fokus

Nach der Sachsen-Anhalt-Wahl rechnet Politikjournalist Hans-Jörg Jörges scharf mit Bundeskanzler Friedrich Merz ab – und fordert das Ende der Brandmauerpolitik.

Landtagswahl MV: CDU-Kandidat Peters im Interview

Vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern kämpft CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters um Stimmen – mit klaren Forderungen zu Wirtschaft, Bildung und Bürokratieabbau.

Omas gegen Rechts protestieren in Magdeburg

Nach dem AfD-Wahlerfolg gehen die Omas gegen Rechts in Magdeburg auf die Straße. Wie die Protestbewegung Widerstand gegen Rechtsextremismus organisiert.

AfD nach Wahlsieg: Brandmauer der CDU bröckelt

Nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt gerät die CDU-Brandmauer unter Druck. Wie geht es weiter mit der Regierungsbildung? Eine Analyse zur Lage.