Dieses Video wurde am 07.09.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
In europäischen Haushalten schlummern geschätzte 700 Millionen ungenutzte Smartphones – und damit Rohstoffe im Wert von rund 65 Milliarden Euro. Wer sein altes Smartphone verkaufen möchte, kann mit dem richtigen Vorgehen bares Geld herausholen. Ob Tablet, Spielkonsole oder Handy: Die Wahl des richtigen Verkaufsweges entscheidet darüber, wie viel am Ende tatsächlich in der Tasche landet.
Wie viel ist das alte Smartphone noch wert?
Vor dem Verkauf steht die ehrliche Bestandsaufnahme. Zunächst sollte man das Gerät kritisch begutachten: Wie ist der Zustand des Displays? Gibt es Kratzer, Dellen oder andere Gebrauchsspuren? Auch das Alter des Geräts spielt eine entscheidende Rolle – je älter, desto geringer der erzielbare Preis.
Weitere wertbestimmende Faktoren sind:
- Speicherkapazität des Geräts
- Marke und Modell
- Alter und Betriebszustand
- Vollständigkeit des Zubehörs (Ladekabel, Originalverpackung)
Für eine realistische Preiseinschätzung empfiehlt sich ein Blick auf aktuelle Angebote vergleichbarer Modelle auf Verkaufsplattformen. Wer sich an drei ähnlichen Inseraten orientiert, findet schnell eine solide Preisspanne.
Privatverkauf, Ankaufportal oder Händler – die Optionen im Vergleich
Grundsätzlich gilt: Je mehr Aufwand man investiert, desto höher fällt in der Regel der Erlös aus. Beim Privatverkauf über Online-Plattformen oder Kleinanzeigen ist der Aufwand am größten – Fotos machen, Preis festlegen, mit Interessenten kommunizieren, Versand oder Übergabe organisieren. Dafür lässt sich hier der höchste Preis erzielen.
Eine bequemere Alternative sind sogenannte Ankaufportale. Dort gibt man Modell und Zustand des Geräts ein, erhält sofort einen Ankaufpreis, schickt das Smartphone ein und bekommt den vereinbarten Betrag überwiesen. Wichtig: Die genauen Konditionen und Bedingungen vorab sorgfältig lesen, denn der finale Preis kann nach interner Prüfung des Geräts variieren.
Wer ohnehin ein neues Gerät kaufen möchte, kann sein altes Smartphone auch als Inzahlungnahme beim Händler abgeben. Das ist die komfortabelste Methode, bringt aber in der Regel den geringsten Erlös. Wenn das Gerät vollständig defekt ist, bleibt als letzte Option das Recycling – ohne finanziellen Gewinn, aber mit positivem Beitrag zur Rohstoffrückgewinnung.
Gerät richtig vorbereiten vor dem Verkauf
Damit der Verkauf reibungslos klappt und keine persönlichen Daten in fremde Hände geraten, sind einige Vorbereitungsschritte unerlässlich.
Die wichtigsten Schritte vor dem Verkauf:
- Funktionstest durchführen – sicherstellen, dass das Gerät einwandfrei läuft
- Backup erstellen, um keine Fotos oder Daten zu verlieren
- Apple-ID oder Google-Konto vollständig entfernen
- Gerät auf Werkseinstellungen zurücksetzen
Besonders das Entfernen der verknüpften Konten ist entscheidend: Wer sein Gerät mit noch aktivem Nutzerkonto übergibt, riskiert nicht nur Datenmissbrauch, sondern verhindert unter Umständen, dass der Käufer das Smartphone überhaupt vollständig nutzen kann. Für diese Schritte ist ausschließlich der Verkäufer verantwortlich – nicht der Käufer.
Strategische Rohstoffe: Warum Altgeräte nicht in der Schublade bleiben sollten
Die schiere Menge ungenutzter Geräte macht deutlich, wie groß das wirtschaftliche Potenzial ist: Allein in Europa enthalten diese Altgeräte rund 50.000 Tonnen strategisch wichtiger Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und seltene Erden. Diese Materialien sind für die Produktion neuer Elektronik unverzichtbar und werden oft unter problematischen Bedingungen abgebaut.
Wer sein altes Smartphone verkauft oder recycelt, leistet damit nicht nur einen kleinen finanziellen Gewinn für sich selbst, sondern trägt auch zur Schonung wertvoller Ressourcen bei. Mit etwas Recherche und der richtigen Plattform lässt sich aus dem Schubladen-Schatz so manches herausholen – manchmal sind es durchaus mehrere Hundert Euro.
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