Dieses Video wurde am 30.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Strompreise in Deutschland sind so hoch wie in keinem anderen G20-Staat – das zeigt eine aktuelle Analyse des Vergleichsportals Verivox. Mit durchschnittlich 35,6 Cent je Kilowattstunde zahlen deutsche Haushalte weltweit unter den großen Volkswirtschaften am meisten für ihren Strom. Zum Vergleich: Der G20-Durchschnitt liegt bei rund 16 Cent pro Kilowattstunde – Deutschland ist damit mehr als doppelt so teuer wie der internationale Mittelwert.
Deutschland führt das G20-Ranking der Strompreise an
Im direkten Ländervergleich der zwanzig größten Volkswirtschaften der Welt belegt Deutschland den unrühmlichen Spitzenplatz bei den Stromkosten. Hinter Deutschland folgen Italien und Großbritannien auf den Plätzen zwei und drei – ebenfalls Länder mit überdurchschnittlich hohen Energiepreisen.
Der Abstand zu anderen großen Volkswirtschaften ist dennoch enorm. Während Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland mehr als 35 Cent je Kilowattstunde entrichten müssen, liegen viele G20-Länder deutlich unter der 20-Cent-Marke. Das macht den deutschen Strompreis zu einem strukturellen Wettbewerbsnachteil – sowohl für Haushalte als auch für die Industrie.
Steuern, Abgaben und Netzentgelte treiben den Preis
Ein zentraler Grund für die hohen Energiekosten in Deutschland ist die Belastung durch staatlich veranlasste Preisbestandteile. Aktuell entfallen mehr als 60 Prozent des Strompreises auf:
- Steuern, insbesondere die Mehrwertsteuer und die Stromsteuer
- Abgaben und Umlagen, etwa zur Förderung erneuerbarer Energien
- Netzentgelte für den Betrieb und Ausbau der Strominfrastruktur
Der eigentliche Beschaffungspreis für Strom macht damit weniger als 40 Prozent des Endpreises aus. Diese Struktur bedeutet, dass selbst sinkende Großhandelspreise an der Strombörse nur begrenzt bei den Endverbrauchern ankommen – weil der überwiegende Preisanteil politisch festgelegt ist.
Belastung für Haushalte und Wirtschaft
Für einen durchschnittlichen deutschen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von rund 3.500 Kilowattstunden summieren sich die Stromkosten auf über 1.200 Euro pro Jahr. Das ist eine erhebliche finanzielle Belastung, die besonders einkommensschwache Haushalte überproportional trifft.
Aber auch die deutsche Wirtschaft leidet unter den hohen Energiepreisen. Viele energieintensive Unternehmen sehen sich gezwungen, Produktionskapazitäten ins Ausland zu verlagern, wo Strom deutlich günstiger zu haben ist. Ökonomen warnen seit Jahren, dass die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit beim Energiepreis den Industriestandort Deutschland langfristig schwächt.
Ausblick: Entlastung nur durch strukturelle Reformen möglich
Angesichts der Verivox-Analyse wächst der politische Druck, die Strompreise durch gezielte Eingriffe zu senken. Diskutiert werden unter anderem eine Absenkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß sowie eine Reform der Netzentgelte, um die Kosten gleichmäßiger zu verteilen.
Kurzfristige Entlastung ist jedoch nicht in Sicht: Solange der hohe Anteil an Steuern und Abgaben nicht grundlegend reformiert wird, dürften die Strompreise in Deutschland im internationalen Vergleich auf einem Spitzenniveau verbleiben. Die Bundesregierung steht damit vor der Herausforderung, Klimaschutzziele, Netzausbau und bezahlbare Energie für alle Verbraucher in Einklang zu bringen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.


