Friedrich Merz: Kann die CDU ihren Kanzler halten?

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Dieses Video wurde am 14.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die CDU steckt in einer tiefen Krise: In aktuellen Umfragen landet die Partei bei rund 20 Prozent – zehn Prozentpunkte hinter der AfD. Öffentlich wächst die Kritik an Friedrich Merz als Bundeskanzler. Die Junge Union meldet sich mit ungewöhnlich offenen Worten zu Wort, und Kommentator Jan Fleischhauer sieht die Situation bereits als offenkundig verfahren an. Ob die Union einen Ausweg findet, hängt vor allem von einer Frage ab: Wer traut sich, den entscheidenden Schritt zu gehen?

Umfragetief: Friedrich Merz CDU unter massivem Druck

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Rund 20 Prozent in den Meinungsumfragen bedeuten für die CDU einen historischen Tiefstand, der innerhalb der Partei zunehmend Unruhe auslöst. Dass mit dem amtierenden Kanzler keine Wahlen zu gewinnen seien, sei laut Fleischhauer „offenkundig” – und kaum jemand in der Union widerspreche dieser Einschätzung laut.

Bezeichnend ist, dass sich die Kritik nicht mehr auf parteiinterne Hinterzimmer beschränkt. Stimmen aus unterschiedlichsten politischen Lagern – darunter auch eher unverdächtige Persönlichkeiten wie der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts Hans-Jürgen Papier – äußern sich in eine ähnliche Richtung. Das verleiht der Debatte ein besonderes Gewicht.

Solange sich jedoch niemand traut, den entscheidenden Schritt zu unternehmen, dürfte Merz vorerst im Amt bleiben. Fleischhauer beobachtet, dass der Kanzler nach außen hin entspannt wirkt und offenbar keinen inneren Drang zur Resignation zeigt.

Das historische Vorbild: Ludwig Erhard und der Sturz durch die Fraktion

Für die aktuelle Situation gibt es ein historisches Pendant: Ludwig Erhard, der zweite Bundeskanzler der Bundesrepublik, wurde 1966 von seiner eigenen Fraktion gestürzt. Damals stellte Fraktionschef Rainer Barzel in einer Sitzung klar, mit Erhard seien keine Wahlen mehr zu gewinnen. Erhard erklärte daraufhin, er klebe nicht an seinem Sessel – und Kurt Georg Kiesinger übernahm das Amt.

Die Parallelen zur aktuellen Lage sind unübersehbar. Auch damals war das Ansehen des Kanzlers tief gefallen, auch damals wartete die Fraktion auf einen mutigen Schritt. Der entscheidende Unterschied: Es musste jemand bereit sein, die Konfrontation offen zu suchen.

  • 1966 stürzte die CDU-Fraktion Kanzler Ludwig Erhard durch offene Kritik im Sitzungssaal
  • Fraktionschef Barzel formulierte damals die bis heute zitierte Aussage über fehlende Wahlchancen
  • Erhard trat ohne langes Zögern zurück – ein Szenario, das bei Merz bisher ausbleibt
  • Nachfolger Kiesinger bildete anschließend eine Große Koalition mit der SPD

Junge Union und die Brandmauer zur AfD

Besonders brisant ist die Rolle der Jungen Union: Deren Vertreterin von Natusius tourt derzeit durch Sendeformate und stellt die Führungsfähigkeit von Merz infrage. Entscheidend dabei: Niemand in der Union widerspricht ihr öffentlich. Fleischhauer wertet das als stillschweigende Zustimmung – nicht als abgesprochene Aktion der Parteiführung.

Hinzu kommt eine inhaltliche Dimension: Die Junge Union signalisiert Offenheit für Gespräche mit der AfD, während CSU-Chef Markus Söder die Brandmauer weiterhin verteidigt. Diese innere Spannung macht die Lage der Union noch komplizierter.

Denn die Partei steht vor einem doppelten Ausweg-Problem: Die Kooperation mit der AfD gilt offiziell als verboten, eine Minderheitsregierung würde in letzter Konsequenz ebenfalls auf AfD-Duldung hinauslaufen. Wer beide Türen verschließt, fährt – so Fleischhauers Bild – mit dem Zug weiter bergab.

Söder, Wüst und die Frage der Nachfolge

Der Blick richtet sich auf die Ministerpräsidenten der Union. Als potenzielle Alternativen zu Merz gelten vor allem Hendrik Wüst aus Nordrhein-Westfalen und Markus Söder aus Bayern. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil – als dezidierter Merz-Vertrauter – scheidet als Gegenkandidat aus.

Fleischhauer warnt abschließend vor den Folgen für das gesamte demokratische Parteiensystem: Nach dem Niedergang der SPD als erste große Volkspartei drohe nun auch der CDU ein schleichender Bedeutungsverlust. Wenn beide großen Volksparteien wegbrechen, stellt sich die Frage nach der Stabilität des politischen Systems insgesamt. Ob die Union rechtzeitig die Kurve bekommt, wird die nächste Phase der Kanzlerschaft von Friedrich Merz entscheiden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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