KI-Rotation an der Börse: Chips verlieren, Software gewinnt

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Dieses Video wurde am 15.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Eine der krassesten KI-Rotationen seit dem DeepSeek-Schock hat die Finanzmärkte am 15. September 2026 erschüttert. Halbleiteraktien stürzten ab, während Software- und Cybersecurity-Werte kräftig zulegten. Ausgelöst wurde die Bewegung durch ein viel beachtetes Essay von Anthropic-Chef Dario Amodei, der forderte, die Entwicklung von KI-Modellen aus Sicherheitsgründen zu verlangsamen. Die Märkte interpretierten das eindeutig: Weniger KI-Tempo bedeutet weniger Chip-Nachfrage — und das ließ die Kurse entsprechend auseinanderdriften.

Halbleiter im freien Fall, Software im Aufwind

Der Philadelphia Halbleiterindex (SOX) verzeichnete mit minus 5,9 Prozent den größten Tagesverlust seit Juli. Nvidia gab 3,4 Prozent nach, Broadcom verlor 4,8 Prozent, Micron 5,3 Prozent. Besonders hart traf es kleinere Chipwerte: Einzelne Titel wie Teradyne und Coherent verloren jeweils rund 13 Prozent, ARM büßte 10 Prozent ein.

Auch Energieversorger für Rechenzentren gerieten unter Druck. Siemens Energy verlor 8 Prozent, Schneider Electric 6 Prozent, Infineon 7 Prozent und ASML 6 Prozent. In Asien brach Softbank um 10,7 Prozent ein, Samsungs Aktie fiel 4 Prozent.

Auf der Gewinnerseite stand der Goldman Sachs Software Index mit einem Plus von 5,5 Prozent. Rapid7 stieg um 24 Prozent, Zscaler um 16,5 Prozent, Crowdstrike um 13,9 Prozent und Palo Alto um 13,1 Prozent. Die Logik dahinter: Wenn KI zur Sicherheitsfrage wird, steigen die Budgets für Cybersecurity. SAP und Dassault Systèmes legten in Frankfurt jeweils rund 5 Prozent zu.

Anleiherenditen und Ölpreis belasten zusätzlich

Neben der KI-Debatte sorgte ein weiteres Thema für Unruhe: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sprang erstmals seit Oktober 2023 kurz über die Marke von 5 Prozent — zum zweiten Mal überhaupt seit der Finanzkrise. Hintergrund ist der gestiegene Ölpreis: Brent kletterte zwischenzeitlich auf fast 110 US-Dollar, weil Saudi-Arabien eine wichtige Pipeline nach einem Angriff für Wochen außer Betrieb nehmen musste. Am Ende schloss Brent bei rund 107 Dollar.

Die Märkte preisen inzwischen mit über 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit eine Zinserhöhung der Fed um 25 Basispunkte ein. Bis März 2027 werden drei Zinsschritte erwartet. Der Euro fiel auf ein Monatstief von 1,1546 Dollar, Gold verlor 1,5 Prozent auf 4.284 Dollar, Bitcoin legte 2,2 Prozent auf knapp 79.000 Dollar zu.

Fünf Meisterinvestorinnen und ihre Lektionen

Nur 12,6 Prozent der aktiven Fondsmanager weltweit sind Frauen — ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr, wie der Alpha Female Report von Citywire zeigt. Dabei belegt die Börsengeschichte, dass Frauen als Investorinnen herausragende Ergebnisse erzielen können. Fünf Beispiele und ihre zentralen Lektionen:

  • Geraldine Weiss („Dividendetektivin”): Kaufe Qualitätsaktien bei historisch hoher Dividendenrendite, verkaufe bei niedriger. Ihr Portfolio legte im Dotcom-Crash 2000 um 20,5 Prozent zu, während der Markt 11 Prozent verlor.
  • Anne Scheiber (Königin des Zinseszins): Die ehemalige Steuerprüferin verwandelte 5.000 Dollar in 22 Millionen — mit bekannten Marken, reinvestierten Dividenden und fast keinen Verkäufen. Lektion: Das Verständnis für das eigene Geld lässt sich nie delegieren.
  • Hetty Green: Kein Kredit, hohe Cashreserven. Cash ist eine Option auf die nächste Krise. Wer keinen Hebel hat, muss nie im Tief verkaufen.
  • Cathie Wood: Früh auf disruptive Technologien setzen kann richtig sein — und das Investment trotzdem verlieren, wenn alle Wetten an derselben Stellschraube (Zinsen) hängen.
  • Beate Sander („Börsenoma”): Breit streuen, in Krisen mutig nachkaufen — aber nur dort, wo der Markt irrt, nicht wo das Geschäftsmodell kaputt ist. Aus 30.000 Euro wurden über 2 Millionen Euro.

Die gemeinsame Lektion aller fünf: Niemand hat sein Vermögen durch häufiges Umschichten gemacht. Alle hatten eine klare Regel — und hielten sie durch.

Protein-Boom: Investmentchance im Ernährungsmarkt

Der Protein-Trend hat sich vom Fitnessstudio-Phänomen zum Massenmarkt entwickelt. Laut Marktforschungsinstitut Mordor Intelligence beläuft sich der weltweite Markt für proteinhaltige Nahrungsergänzungsmittel 2026 auf rund 26 Milliarden Euro — bis 2031 sollen es fast 38 Milliarden werden, ein Wachstum von knapp 57 Prozent. 54 Prozent der Generation Z greifen mindestens einmal im Monat zu einem Produkt mit Protein-Label.

Für Anleger ergeben sich drei mögliche Zugänge:

  • Glanbia: Der Marktführer (Optimum Nutrition, Isopure) hat sich in gut einem Jahr mehr als verdoppelt. Ein zusätzlicher Rückenwind kommt von GLP-1-Abnehmmedikamenten, deren Nutzer laut Ärzten mehr Eiweiß zu sich nehmen sollten. Risiko: Die Aktie ist mit dem 16,4-fachen des erwarteten Gewinns bereits ambitioniert bewertet.
  • Danone: Mit der Marke YoPRO im Proteinmarkt präsent, aber Protein ist nur ein kleiner Teil des Konzerns — der Markt zahlt bisher keinen Aufschlag dafür.
  • Archer-Daniels-Midland: Als Rohstofflieferant von Molke, Soja und Erbsenprotein profitiert der Konzern als „Schaufelhersteller des Proteinbooms” — bei dünnen Margen und zyklischen Agrarpreisen jedoch eher ein defensiver Wert mit Rückenwind.

Die KI-Debatte und der Protein-Trend verdeutlichen ein Grundprinzip des Investierens: Strukturelle Wachstumsthemen bieten Chancen — entscheidend bleibt jedoch der Preis, zu dem man einsteigt, und die Robustheit des Geschäftsmodells dahinter.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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