KI-Studie: Fondsmanager sind vorhersehbar

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Dieses Video wurde am 04.05.2026 von Finanzfluss auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Eine neue Studie mit dem Titel „Mimicking Finance” hat untersucht, wie vorhersehbar die Handelsentscheidungen aktiver Fondsmanager tatsächlich sind. Mithilfe eines KI-Modells, das mit umfangreichen Markt- und Portfoliodaten trainiert wurde, konnten die Forscher das Verhalten der Manager analysieren und prognostizieren. Das Ergebnis ist ernüchternd: 71 Prozent aller Handelsentscheidungen wurden korrekt vorhergesagt. Für die Fondsbranche ist das ein bedeutsamer Befund – denn Vorhersehbarkeit und Mehrwert schließen sich offenbar weitgehend aus.

Wie funktionierte die KI-Analyse?

Die Studienautoren fütterten ein KI-Modell mit einer Vielzahl von Daten rund um das Portfoliomanagement verschiedener Fonds. Ziel war es, die Handelsmuster einzelner Fondsmanager zu erkennen und daraus zukünftige Kauf- und Verkaufsentscheidungen abzuleiten.

Das Modell analysierte dabei nicht nur einzelne Trades, sondern betrachtete das Verhalten der Manager über mehrere Quartale hinweg. So ließ sich feststellen, wie konsistent – oder eben wie mechanisch – ein Manager agiert.

Besonders auffällig: Bei einigen Fondsmanagern konnten sämtliche Transaktionen eines Quartals vollständig korrekt antizipiert werden. Das deutet darauf hin, dass diese Manager schlicht einer festen, kaum variierenden Regel folgen – oder im Extremfall kaum handeln.

Vorhersehbarkeit als Zeichen für Index-Nähe

Die Studie liefert eine naheliegende Erklärung für die extrem hohe Vorhersehbarkeit bei bestimmten Fonds: Sie kopieren im Wesentlichen einen Referenzindex wie den MSCI World, ohne dies offen auszuweisen. Solche Produkte werden in der Branche als „Closet Indexer” bezeichnet – also aktive Fonds, die in Wirklichkeit passiv agieren, aber deutlich höhere Kosten als echte Indexfonds verlangen.

Ein Fonds, der den Index nahezu eins zu eins nachbildet, ist für ein KI-Modell trivial vorherzusagen, weil seine Zusammensetzung sich kaum von der Benchmark unterscheidet. Das Ergebnis: hohe Vorhersehbarkeit, geringe Eigenleistung – und für den Anleger ein schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Besonders Large-Cap-Fonds erwiesen sich laut Studie als überdurchschnittlich vorhersehbar. Auch das ist wenig überraschend, da im Large-Cap-Bereich die Diversifikation naturgemäß eingeschränkt ist und kaum Spielraum für originelle Portfolioentscheidungen besteht.

Was Vorhersehbarkeit für die Performance bedeutet

Die Studie untersuchte nicht nur das Ausmaß der Vorhersehbarkeit, sondern auch deren Auswirkungen auf die Fondsperformance. Das Ergebnis ist eindeutig:

  • Manager mit geringer Vorhersehbarkeit erzielten eine Outperformance von +0,36 % über vier Quartale.
  • Manager mit hoher Vorhersehbarkeit lagen mit –0,42 % im gleichen Zeitraum unter der Benchmark.
  • Die Differenz zwischen beiden Gruppen beträgt damit rund 0,78 Prozentpunkte pro Jahr – ein statistisch signifikanter Wert.

Das Muster ist konsistent: Wer originell und schwer berechenbar agiert, schafft eher einen echten Mehrwert. Wer mechanisch und vorhersehbar handelt, underperformt – und zwar strukturell, nicht zufällig.

Einordnung: Was Anleger daraus lernen können

Die Befunde der Studie liefern ein weiteres Argument für eine kritische Auswahl aktiver Fonds. Ein hoher Active Share – also der Grad, in dem ein Fonds vom Index abweicht – gilt seit Jahren als Indikator für echte aktive Managementleistung. Die neue KI-basierte Methode der Vorhersehbarkeitsmessung ergänzt diesen Ansatz und macht ihn präziser.

Für Privatanleger ergibt sich daraus eine klare Botschaft: Ein aktiver Fonds, dessen Verhalten eine KI mit 71 oder gar 100 Prozent Treffsicherheit prognostizieren kann, liefert in der Regel keinen Mehrwert gegenüber einem günstigen ETF. Wer auf aktives Management setzt, sollte gezielt nach Managern suchen, die tatsächlich eigene, unabhängige Entscheidungen treffen – und nicht nur den Index zu überhöhten Kosten nachahmen.

Die Studie „Mimicking Finance” reiht sich damit in eine wachsende Zahl von Untersuchungen ein, die zeigen: Echte Alphagenerierung ist selten, teuer erkauft – und lässt sich mit den richtigen Werkzeugen immer besser von bloßer Indexkopie unterscheiden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Finanzfluss). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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