Dieses Video wurde am 04.05.2026 von phoenix auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die jüngsten Trump-Zölle gegen die EU haben in Brüssel und Berlin für Alarm gesorgt. Besonders die angedrohten Autozölle treffen Deutschland hart – als größte Volkswirtschaft der Europäischen Union steht die Bundesrepublik im Zentrum des eskalierenden Handelskonflikts. Laura von Daniels, Expertin für transatlantische Wirtschaftsbeziehungen bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), ordnet die Lage ein: Nicht Friedrich Merz persönlich werde abgestraft, sondern Deutschland als politisches Schwergewicht in der EU gezielt unter Druck gesetzt.
Warum die Zollankündigung überraschte
Dass die USA jederzeit neue Zölle ankündigen oder bestehende verschärfen können, ist grundsätzlich bekannt. Das eigentlich Überraschende an der aktuellen Eskalation war der Zeitpunkt: Unmittelbar vor den Ankündigungen schien eine Annäherung zwischen der EU und den USA greifbar. Beide Seiten hatten sich auf ein gemeinsames Vorgehen bei kritischen Mineralien verständigt, inklusive gemeinsamer Förderung und Mindestpreisen – auch als Gegenmaßnahme gegenüber China.
Genau in dieser Phase relativer Entspannung folgte die neue Zolldrohung gegenüber der EU. Aus europäischer Sicht war das ein Vertrauensbruch, der die laufenden Verhandlungen erheblich belastet.
Trumps Vorwürfe: Zu langsam, zu bürokratisch
US-Präsident Donald Trump und sein Handelsbeauftragter werfen der EU vor, Verhandlungen unnötig in die Länge zu ziehen. Das Europäische Parlament hatte sich zudem vorbehalten, bereits vereinbarte Zollsenkungen wieder zurückzunehmen, sollte die US-Seite Abkommen untergraben.
Aus Washington werden derzeit weitere Zölle geprüft – unter anderem wegen angeblicher Überproduktion in Europa und mit dem Vorwurf, europäische Gesetze gegen Zwangsarbeit entsprächen nicht dem US-Standard. Von Daniels macht deutlich: Angesichts der Einigung auf einen Zollsatz von zunächst 15 Prozent für EU-Exporte in die USA sei dieses Vorgehen aus europäischer Sicht alles andere als wohlwollend.
Deutschland als primäres Ziel der Autozölle
Die neuen Autozölle treffen in erster Linie die deutschen Automobilproduzenten und -exporteure. Mit deutlichem Abstand folgen Hersteller aus Italien, der Slowakei, Schweden und anderen mitteleuropäischen Ländern.
- Deutschland als größte EU-Volkswirtschaft ist am stärksten betroffen
- Italien, Slowakei und Schweden tragen ebenfalls erhebliche Lasten
- Ziel ist laut Expertin, die EU als Ganzes in eine bestimmte Richtung zu drängen
- Ein gezielter Angriff auf Bundeskanzler Friedrich Merz persönlich sei nicht der eigentliche Treiber
Von Daniels betont: Wer die EU bewegen wolle, setze naturgemäß beim größten Mitgliedstaat an. Die Autozölle seien damit weniger ein persönlicher Affront als ein strategisches Druckmittel gegenüber Brüssel.
Wie geht es weiter – und welche Gegenmaßnahmen hat die EU?
EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič war zuletzt in Washington und könnte erneut reisen, um die Gespräche fortzuführen. Verhandlungen bleiben aus Sicht von Daniels der richtige Weg – doch die EU sollte parallel ihre eigenen Optionen schärfen.
Mit dem sogenannten Turnberry-Deal vom vergangenen Sommer hatte die EU Zeit gewonnen, um eigene Gegenmaßnahmen vorzubereiten. Dieses Instrument habe sich bereits als nützlich erwiesen – etwa als Reaktion auf territoriale Ambitionen Washingtons gegenüber Grönland, wo die EU mit zollpolitischen Mitteln Signale setzte.
Die EU verfügt damit über ein Repertoire an Gegeninstrumenten, das sie im Eskalationsfall einsetzen kann. Ob es gelingt, den aktuellen Zollkonflikt durch Verhandlungen zu entschärfen, hängt wesentlich davon ab, ob Washington zu substanziellen Zugeständnissen bereit ist – oder ob der Handelsdruck gegenüber Europa weiter zunimmt. Die nächsten Wochen dürften richtungsweisend sein.
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