Dieses Video wurde am 04.05.2026 von euronews Deutsch auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die von US-Präsident Donald Trump angekündigten 25-Prozent-Zölle auf EU-Autos sind nach Einschätzung des deutschen EU-Abgeordneten Bernt Lange politisch motiviert und richten sich gezielt gegen die deutsche Automobilindustrie. Lange, der den Handelsausschuss des Europäischen Parlaments vorsitzt, äußerte sich in einem Interview mit Euronews und warnte vor gravierenden wirtschaftlichen Folgen für den transatlantischen Handel. Der Vorwurf: Washington nutze Handelspolitik als außenpolitisches Druckmittel gegen Berlin.
Politische Motivation hinter den Autozöllen
Bernt Lange zweifelt nicht daran, dass die geplanten Zölle mehr als nur ein handelspolitisches Instrument sind. Nach seiner Einschätzung ist Trump persönlich verärgert über Deutschland und zielt bewusst auf deutsche Autohersteller ab. Konkret befürchtet Lange, dass das Exportvolumen der betroffenen Unternehmen um bis zu 15 Milliarden Euro sinken könnte – ein Rückgang, der die gesamte Branche empfindlich treffen würde.
Die zeitliche Abfolge der Ereignisse verstärkt den Verdacht auf eine politische Dimension: Nur wenige Tage vor Trumps Zollankündigung hatte Bundeskanzler Friedrich Merz öffentlich Kritik am US-Militäreinsatz gegen den Iran geübt. Trump hatte daraufhin mehreren europäischen Ländern vorgeworfen, keinen ausreichenden Beitrag zu Washingtons Militäroperation zu leisten. Ob ein direkter Zusammenhang besteht, lässt sich nicht abschließend belegen – der zeitliche Kontext ist jedoch auffällig.
Verstoß gegen bestehendes Handelsabkommen?
Besonders brisant ist die Situation vor dem Hintergrund eines bestehenden Abkommens zwischen den USA und der EU. Im Juli 2025 hatten Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine Vereinbarung getroffen, die eine Zollobergrenze von 15 Prozent festlegt. Die nun angekündigten 25 Prozent würden diese Grenze deutlich überschreiten.
Das Abkommen war das Ergebnis wochenlanger Spannungen zwischen Europa und den USA, nachdem Trump nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus eine aggressive, protektionistische Handelsagenda verfolgt hatte. Lange äußerte nun Zweifel daran, ob dieses Abkommen von US-Seite überhaupt als verbindlich betrachtet wird – ein schwerwiegender Vertrauensverlust in die Verlässlichkeit amerikanischer Handelszusagen.
Folgen für die deutsche Automobilindustrie
Sollten die Zölle tatsächlich in Kraft treten, stünde die deutsche Automobilindustrie vor erheblichen Herausforderungen. Die Branche gehört zu den wichtigsten Exporteuren Deutschlands und ist stark auf den US-amerikanischen Markt angewiesen. Zu den möglichen Konsequenzen zählen:
- Deutlicher Rückgang der Exportmengen in die USA
- Einbrüche bei Umsatz und Beschäftigung in der Automobilbranche
- Wettbewerbsnachteile gegenüber US-amerikanischen und asiatischen Herstellern
- Weitere Belastung des ohnehin angespannten transatlantischen Verhältnisses
Betroffen wären vor allem große Konzerne wie Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz, die einen erheblichen Teil ihrer Fahrzeuge in die USA exportieren oder dort produzieren lassen.
Transatlantische Handelsbeziehungen unter Druck
Der Streit um die Autozölle steht exemplarisch für die tiefergehenden Spannungen zwischen der Europäischen Union und der Trump-Administration. Seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus hat Washington mit einer Reihe protektionistischer Maßnahmen internationale Handelspartner verunsichert. Europa reagiert mit einer Mischung aus Verhandlungsbereitschaft und der Androhung von Gegenmaßnahmen.
Ob die Zölle tatsächlich durchgesetzt werden oder erneute Verhandlungen folgen, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Das Vertrauen in stabile Handelsvereinbarungen mit Washington hat gelitten. EU-Parlamentarier wie Bernt Lange fordern eine entschlossene europäische Antwort – und machen deutlich, dass die EU nicht bereit ist, wirtschaftlichen Druck ohne rechtliche und politische Gegenwehr hinzunehmen.
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