Dieses Video wurde am 31.08.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Nvidia Aktie bleibt der klare Gewinner der Börsenwoche: Mit einem Umsatzwachstum von über 100 Prozent und einer Prognose, die bis 2028 ein Wachstum von 70 Prozent statt bisher erwarteter 40 Prozent vorsieht, läuft der KI-Chiphersteller auf eine Umsatzverdopplung bis 2030 zu. Daneben rücken Palantir, Amazon, Okta sowie Rüstungswerte und Bitcoin in den Fokus von Investoren. Ein Überblick über die wichtigsten Trends und Einschätzungen.
Nvidia: Traummargen und Umsatz jenseits von 100 Milliarden Dollar
Die jüngsten Quartalszahlen von Nvidia haben Analysten erneut überrascht. Der Umsatz je Quartal soll bereits in Kürze die Marke von 100 Milliarden Dollar überschreiten – noch vor wenigen Jahren lag der Jahresumsatz bei 40 bis 50 Milliarden Dollar. Angesichts der außergewöhnlich hohen Margen gilt bei Nvidia: Umsatz ist nahezu gleichzusetzen mit Gewinn.
Wichtige Kenndaten auf einen Blick:
- Umsatzwachstum aktuell: über 100 Prozent im Jahresvergleich
- Prognostiziertes Wachstum im Geschäftsjahr 2028: rund 70 Prozent
- Analysten haben ihre Schätzungen im Schnitt erneut um 15 Prozent angehoben
- Einzelne Analysten sehen das KGV für das nächste Jahr bei rund 11
- Größter Einzelkunde laut Bloomberg: Microsoft mit 22 Prozent, Amazon mit 14 Prozent und wachsend
Nvidia-CEO Jensen Huang betonte das volle Vertrauen in die Partnerschaft mit führenden KI-Laboren wie OpenAI und Anthropic, die mittlerweile direkt 10 bis 15 Prozent des Umsatzes ausmachen. Auch im Bereich physischer und digitaler Robotik sind Nvidias GPUs gesetzt: Bis zu 4.000 Roboterbewegungen lassen sich parallel trainieren. Digitale KI-Agenten erzeugen dabei 15- bis 100-mal so viel Rechenbedarf wie ein Mensch am Mauszeiger – ein struktureller Treiber für weiteres GPU-Wachstum.
Palantir all-in: Pentagon setzt auf Maven-System
Der Datenanalysespezialist Palantir profitiert direkt vom anhaltenden Ukraine-Krieg und der steigenden Rüstungsnachfrage des Westens. Analysten berichten, das Pentagon gehe beim Maven Smart System – einem KI-gestützten Zielerkennungssystem, das auch in der Ukraine eingesetzt wird – praktisch „all in”. Palantir verzeichnete zuletzt ein Umsatzwachstum von über 90 Prozent und zeigt charttechnische relative Stärke.
Das KGV liegt bei rund 70, erscheint angesichts des Wachstumstempos jedoch gerechtfertigt. Der CEO war zuletzt erneut persönlich in der Ukraine vor Ort. Als Depottitel wird die Aktie weiter als kaufenswert eingestuft.
Im Rüstungsumfeld wurden weitere Titel analysiert: Kratos gilt trotz schwächerer Kursentwicklung als intakte Spekulation auf steigende Drohnennachfrage. BWX Technologies erhielt frische Aufträge des US-Verteidigungsministeriums für Mikroreaktoren – eine Technologie, die künftig auch im Weltraum Anwendung finden soll.
Amazon-Bullcase: KI spart bis zu 8 Milliarden Dollar ein
Auch Amazon liefert starke Argumente für Investoren. Der Cloud-Bereich AWS wächst mit rund 24 Prozent, angetrieben durch KI-Infrastruktur. Gleichzeitig gilt das Kerngeschäft E-Commerce als unterschätzt: Durch den Einsatz von KI-gesteuerten Robotern in Logistiklagern sind laut Analysten Kosteneinsparungen von bis zu 8 Milliarden Dollar möglich. Das KGV liegt bei rund 20 – vergleichsweise günstig für einen Tech-Giganten dieser Größe.
Im Bullcase-Szenario ist eine Umsatzverdopplung realistisch; durch Margenausweitung könnte sich der Gewinn sogar verzehnfachen. Amazon hat zudem zwei Millionen Nvidia-CPUs bestellt, was die enge Verflechtung beider Unternehmen unterstreicht.
Okta, Bitcoin und GTA 6: Weitere Themen im Überblick
Im Cybersicherheitsbereich legte Okta beeindruckende Zahlen vor: Die Aktie sprang an einem Tag um 23 Prozent. Der Identitätsspezialist profitiert vom KI-Boom, da KI-Agenten wie Mitarbeiter mit eigenen Zugriffsrechten behandelt werden müssen – ein strukturell wachsendes Sicherheitsproblem. Auch CrowdStrike überzeugte mit starken Umsatzwachstumsraten im dreistelligen Bereich.
Bitcoin zeigt charttechnisch ein attraktives Setup. Die Markteuphorie hält sich noch in Grenzen, was aus Contrarian-Sicht positiv zu werten ist. Einem Vergleich zufolge hat Bitcoin seit 2016 mehr Millionäre geschaffen als Nvidia – aufgrund der breiteren Investorenbasis.
Bei Take-Two Interactive rückt GTA 6 in den Vordergrund: Der Erscheinungstermin ist für den 19. November geplant, Vorbestellungen liegen laut Statistiken bis zu 200 Prozent über dem Vergleichswert des Vorgängers. Das KGV für das laufende Jahr liegt bei rund 20; wer auf Nummer sicher gehen will, wartet den charttechnischen Ausbruch ab.
Insgesamt zeichnet sich ein klares Bild: KI, Rüstung und Cybersicherheit bleiben die dominierenden Megatrends an den Börsen. Während Nvidia und Palantir bereits stark gelaufen sind, bieten Amazon, Okta und ausgewählte Rüstungstitel noch Aufholpotenzial. Entscheidend wird sein, wie schnell KI-Agenten in der Breite ausgerollt werden – denn jeder neue Agent bedeutet mehr Rechenbedarf und damit mehr Nachfrage nach Infrastruktur.
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