Dieses Video wurde am 22.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Mit einem Tatzenschlag gegen den Eiskuchen und ausgelassenen Klettereinlagen haben die Pandazwillinge Leni und Lotti am 22. August 2026 im Zoo Berlin ihren zweiten Geburtstag gefeiert. Was vor zwei Jahren mit winzigen Neugeborenen von rund 150 Gramm begann, ist heute zu einem echten Zuschauermagnet geworden: Die beiden Großen Pandas begeistern Fotografen, Kamerateams und Besucher gleichermaßen und zeigen, wie rasant sich Jungtiere dieser seltenen Art entwickeln können.
Von 150 Gramm auf bis zu 70 Kilogramm in zwei Jahren
Das Wachstum der Zwillingsschwestern ist bemerkenswert. Leni bringt inzwischen rund 60 Kilogramm auf die Waage, ihre Schwester Lotti sogar etwa 70 Kilogramm. Zum Vergleich: Bei ihrer Geburt wogen beide Tiere jeweils nur ungefähr 150 Gramm – also kaum mehr als ein großes Ei.
Dieses extreme Größenverhältnis zwischen Neugeborenem und erwachsenem Tier ist typisch für Große Pandas. Innerhalb weniger Jahre holen die Jungtiere jedoch enorm auf. Leni und Lotti sind inzwischen so groß, dass sie optisch kaum noch von ihrer Mutter zu unterscheiden sind.
- Geburtsgewicht: ca. 150 Gramm pro Tier
- Aktuelles Gewicht Leni: ca. 60 Kilogramm
- Aktuelles Gewicht Lotti: ca. 70 Kilogramm
- Alter: zwei Jahre
Eiskuchen und Kletterspaß: Die Geburtstagsfeier im Gehege
Zum zweiten Geburtstag bereitete der Zoo den Zwillingen eine besondere Überraschung: einen Kuchen aus Eis und Früchten, der sofort die Neugierde der beiden weckte. Mit einem beherzten Tatzenschlag beförderte eines der Tiere die oberste Etage des Kunstwerks kurzerhand in den umliegenden Bambus – zur Freude der zahlreichen Zuschauer.
Neben der kulinarischen Beschäftigung tobten Leni und Lotti ausgelassen durch ihr Gehege, kletterten auf den bereitgestellten Kletteranlagen und lieferten dabei reichlich Fotomotive. Die Geburtstagsfeier zog Fotografen und Kamerateams in Scharen an.
Entwöhnung hat begonnen – erster Schritt aus der Kindheit
Hinter den fröhlichen Bildern vollzieht sich eine wichtige Entwicklung: Die Entwöhnung von Mutter Mengmeng hat begonnen. Milch bekommen die Schwestern kaum noch. Es ist der erste sichtbare Schritt in Richtung Eigenständigkeit.
Das Verhältnis zwischen Mengmeng und ihren Töchtern ist nach Angaben der Tierpfleger nach wie vor hervorragend. Alle drei Tiere teilen sich noch dasselbe Gehege und verstehen sich gut. Doch der natürliche Lebensrhythmus des Großen Pandas sieht eigentlich eine frühere Trennung vor.
Einzelgänger in der Natur – Gemeinschaft im Zoo
In freier Wildbahn sind Große Pandas strenge Einzelgänger. Normalerweise würden Mutter und Jungtiere im Alter von etwa zwei Jahren getrennte Wege gehen und eigene Territorien beanspruchen. Im Zoo Berlin ist diese natürliche Separation bislang noch nicht zu beobachten – Leni, Lotti und Mengmeng leben weiterhin gemeinsam.
Für die Zukunft werden die Tierpfleger die Entwicklung der drei Pandas genau beobachten. Wann und wie die schrittweise Trennung im Zoobetrieb umgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Der zweite Geburtstag der Zwillinge markiert jedenfalls einen wichtigen Meilenstein: Aus den winzigen Neugeborenen von 2024 sind kräftige, lebhafte Jungtiere geworden – und der Zoo Berlin darf sich über zwei der wohl beliebtesten Bewohner Deutschlands freuen.
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