Trendbarometer Mai 2026: AfD vor Union

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Dieses Video wurde am 08.05.2026 von phoenix auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Das Trendbarometer der Forschungsgruppe Wahlen vom Mai 2026 zeichnet ein alarmierendes Bild für die amtierende Bundesregierung aus Union und SPD: Die AfD führt in der Sonntagsfrage erstmals mit deutlichem Abstand, die Zustimmung zur Regierungsarbeit ist auf ein historisches Tief gefallen, und fast die Hälfte der Bevölkerung zweifelt daran, dass die Koalition die Legislaturperiode übersteht. Für die Umfrage befragte die Forschungsgruppe Wahlen zwischen Dienstag und Donnerstag dieser Woche telefonisch und online insgesamt 1.240 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.

Sonntagsfrage: AfD legt auf 27 Prozent zu

Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die AfD auf 27 Prozent – zwei Punkte vor der CDU/CSU mit 25 Prozent. Die Sozialdemokraten verharren bei einem Tiefstwert von 12 Prozent, die Grünen verlieren einen Punkt und landen bei 13 Prozent. Die Linke erreicht 11 Prozent, die FDP bleibt mit 3 Prozent unter der Fünf-Prozent-Hürde, sonstige Parteien kommen zusammen auf 9 Prozent.

Dieses Ergebnis hätte eine direkte machtpolitische Konsequenz: Die Große Koalition aus Union und SPD hätte im Bundestag keine eigenständige Mehrheit mehr. Für die AfD ist es ein Höchstwert, den sie allerdings bereits früher schon einmal erreicht hatte.

Regierungszufriedenheit auf historischem Tief

Besonders deutlich zeigt sich der Vertrauensverlust in der Zeitreihe zur Regierungsarbeit. Noch vor einem Jahr bewerteten 51 Prozent der Befragten die Arbeit der Bundesregierung positiv. Heute sind es nur noch 26 Prozent – ein Rückgang, der nach Angaben der Forschungsgruppe Wahlen bei früheren Regierungen in dieser Form nicht beobachtet wurde.

Gleichzeitig sagen inzwischen 69 Prozent, die Bundesregierung mache ihre Arbeit eher schlecht. Als Hauptursachen für den Absturz gelten mehrere Streitphasen:

  • Öffentlicher Koalitionsstreit vor und nach der Sommerpause, unter anderem um die Besetzung eines Verfassungsgerichtspostens
  • Konflikt über die Rentenfinanzierung im November
  • Uneinigkeit im Umfeld des CDU-Parteitags im Februar 2026
  • Aktuelle Debatten über die Gesundheitsreform und hohe Energiepreise

Kipppunkt: Koalition vor dem Aus?

Erstmals seit Beginn der Legislaturperiode glaubt nahezu die Hälfte der Bevölkerung nicht mehr, dass die Regierung bis 2029 im Amt bleibt. 48 Prozent der Befragten gehen von einem vorzeitigen Ende der Koalition aus, rund 50 Prozent rechnen noch mit einem Fortbestand. In den Vormonaten hatte stets eine klare Mehrheit den Fortbestand der Großen Koalition erwartet.

Zum Vergleich: Selbst bei der Ampelkoalition, die letztlich vorzeitig scheiterte, war die Bevölkerung während der gesamten Legislaturperiode mehrheitlich der Ansicht, sie werde bis zum regulären Ende durchhalten. Der aktuelle Zweifel an der schwarz-roten Koalition setzt damit ungewöhnlich früh ein.

Gesundheitsreform, Steuern und Außenpolitik

Auch die konkreten Reformvorhaben der Regierung stoßen auf erheblichen Widerstand. Die beschlossenen Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen halten 80 Prozent der Befragten für ungerecht verteilt – nur 14 Prozent sehen die Lasten fair aufgeteilt. Ebenso viele bezweifeln, dass die Einsparungen die finanziellen Probleme des Gesundheitssystems wirklich lösen.

Bei der Frage nach einer stärkeren Besteuerung hoher Einkommen sprechen sich 66 Prozent der Befragten dafür aus. Mehrheiten finden sich bei Anhängern von Union, SPD, Grünen und Linken – lediglich FDP-nahe Befragte lehnen dies mehrheitlich ab.

In der Außenpolitik zeigt das Trendbarometer ebenfalls bemerkenswerte Verschiebungen. Auf die angekündigten US-Zollerhöhungen auf europäische Autos würden 51 Prozent der Deutschen mit Gegenzöllen antworten – eine Mehrheit, die deutlich größer ist als noch im Vorjahr. Das Vertrauen in die NATO-Sicherheitsgarantie der USA ist weiter erodiert: Drei Viertel der Befragten glauben nicht, dass Washington die Sicherheit Europas künftig zuverlässig gewährleisten wird. Beim Konflikt zwischen den USA und dem Iran zweifeln 60 Prozent daran, dass die USA ihre Interessen durchsetzen können – besonders skeptisch sind dabei ältere Befragte ab 60 Jahren, von denen nur 20 Prozent einen amerikanischen Erfolg für wahrscheinlich halten.

Die Umfrageergebnisse verdeutlichen eine tiefe Vertrauenskrise, die weit über einzelne Sachthemen hinausgeht. Ob Union und SPD die Kurve noch kriegen, dürfte entscheidend davon abhängen, ob es ihnen gelingt, in den großen Streitfragen – Gesundheit, Sozialstaat, Steuern – erkennbare Einigkeit zu demonstrieren.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (phoenix). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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