Dieses Video wurde am 25.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die VW-Krise spitzt sich zu – und das nicht nur auf den Weltmärkten, sondern auch innerhalb des Konzerns selbst. Automobilexperte Professor Ferdinand Dudenhöffer warnt eindringlich davor, dass der aktuelle Kurs von Volkswagen mehr Schaden anrichtet als nutzt. Öffentliche Drohungen, Stellenabbau-Ankündigungen und eine unklare Zukunftsstrategie verunsichern nicht nur Mitarbeiter, sondern auch potenzielle Käufer – und gefährden damit die Substanz des Unternehmens.
Schreckensmeldungen schaden Volkswagen doppelt
Seit über zwei Jahren kursieren aus dem VW-Konzern immer neue Hiobsbotschaften: Mal ist von 50.000 Stellenstreichungen die Rede, mal werden Werksschließungen diskutiert, dann wieder wird die Zukunft einzelner Standorte öffentlich in Frage gestellt. Dudenhöffer hält diesen Kommunikationsstil für grundlegend falsch.
Denn wer als Autokäufer hört, dass der eigene Vorstandsvorsitzende die Zukunft des Unternehmens als unsicher bezeichnet, hat wenig Anreiz, sich einen Neuwagen aus diesem Haus zuzulegen. Gleichzeitig sinkt die Motivation der Belegschaft, wenn Entlassungsdrohungen die interne Stimmung dominieren. Der Experte bringt es auf den Punkt: „Das verunsichert Kunden extrem.”
Sein Appell: Die Tarifparteien und das Management sollen sich zusammensetzen und mit Lösungsvorschlägen statt mit öffentlichen Drohungen aufeinander zugehen. Konstruktive Gespräche – statt medialer Eskalation – seien der einzige Weg aus der Krise.
Weltmarkt schwächelt – aber der Automarkt bleibt ein Wachstumsmarkt
VW-Chef Oliver Blume hatte den schwierigen Weltmarkt als zentrale Ursache der Konzernprobleme benannt. Dudenhöffer widerspricht dieser Einschätzung teilweise. Zwar seien die Märkte derzeit tatsächlich angespannt:
- In China sank der Fahrzeugabsatz von rund 24 Millionen auf etwa 20 Millionen Einheiten pro Jahr.
- In den USA sorgt die Handelspolitik unter Präsident Donald Trump für Unsicherheit und Marktverwerfungen.
- Exportmärkte werden durch Zölle und geopolitische Spannungen zunehmend schwerer zugänglich.
Dennoch sieht Dudenhöffer den Automobilmarkt langfristig als Wachstumsmarkt. In China kommen derzeit nur etwa 250 Fahrzeuge auf 1.000 Einwohner – in Deutschland sind es rund 600. In Indien liegt die Quote sogar bei gerade einmal 50 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohner. Das Potenzial für weiteres Wachstum ist also enorm, sobald Wirtschaftswachstum einsetzt.
Sich angesichts dieser Perspektive künstlich zu verkleinern – wie es Blumes Strategie vorsieht – hält der Experte für einen strategischen Fehler. Wer schrumpft, verliert Skalierungsvorteile und macht sich gegenüber Wettbewerbern wie Toyota oder chinesischen Herstellern schwächer, nicht stärker.
Arbeitskosten senken – aber ohne Massenentlassungen
Ein weiterer Krisenfaktor sind die hohen Arbeitskosten am Standort Deutschland. Dudenhöffer erkennt dieses Problem an, sieht aber Spielraum für Lösungen jenseits von Massenentlassungen. Zwei Ansätze stehen im Fokus:
Erstens müssten die Lohnnebenkosten sinken – etwa durch eine Reform der Rentenfinanzierung. Das liegt jedoch primär in der Verantwortung der Politik. Zweitens könnte eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit Kosten senken: Bei Mercedes-Benz etwa wird diskutiert, von der 35- auf die 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich umzustellen. Das würde die direkten Arbeitskosten um 14 bis 15 Prozent reduzieren.
Dudenhöffer plädiert damit für einen Mittelweg: Effizienzgewinne durch veränderte Arbeitszeitmodelle und politische Entlastung – statt einer Politik, bei der 50.000 Menschen ihre Stelle verlieren und das Unternehmen dauerhaft geschwächt wird.
Fazit: VW braucht Strategie statt Eskalation
Die VW-Krise ist real, aber nicht alternativlos. Ferdinand Dudenhöffer zeichnet das Bild eines Konzerns, der seine eigenen Probleme mit einer konfrontativen Kommunikationsstrategie unnötig verschärft. Weder Kunden noch Mitarbeiter lassen sich durch Drohungen mobilisieren – im Gegenteil. Was Volkswagen jetzt braucht, ist eine glaubwürdige Zukunftsstrategie, die auf Dialog, Wachstumsmärkte und moderate Kostensenkungen setzt. Gelingt dieser Kurswechsel nicht, droht der einst stolze Weltkonzern weiter an Boden zu verlieren – nicht wegen des Marktes, sondern wegen sich selbst.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.


