Campact-Werbeboykott: 62 YouTube-Kanäle auf Sperrliste

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Dieses Video wurde am 25.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der linke Aktivisten-Verein Campact hat eine Kampagne gestartet, die Unternehmen dazu auffordert, ihre Werbung auf insgesamt 62 YouTube-Kanälen zu stoppen. Begründet wird der Campact-Werbeboykott damit, dass die betroffenen Kanäle der AfD nahestünden und menschenverachtende Inhalte verbreiteten. Die genauen Kriterien für die Aufnahme auf die Sperrliste werden jedoch nicht öffentlich kommuniziert – was Betroffene und Beobachter gleichermaßen scharf kritisieren. Rund 90 relevante deutsche Unternehmen wurden von Campact kontaktiert, ohne dass die betroffenen Kanalbetreiber vorab informiert wurden.

Intransparente Sperrliste sorgt für Kritik

Axel-Springer-Redakteur Marc Felix Serrao, der die Kampagne journalistisch aufgearbeitet hat, bezeichnet das Vorgehen von Campact als illiberal und intransparent. Auf der Sperrliste finden sich neben zweifellos rechtsradikalen Kanälen auch Medien wie Apollo News – ein junges Berliner Medium, dem Serrao zumindest teilweise ordentlichen investigativen Journalismus attestiert.

Als Beleg für die angebliche AfD-Nähe von Apollo News diente Campact lediglich ein Bericht einer anderen linken NGO, die sich über eine kritische Berichterstattung des Mediums beklagt hatte – und darauf hinwies, dass sich einzelne AfD-Anhänger den Artikel geteilt hatten. Diese Begründung gilt vielen Beobachtern als nicht tragfähig.

  • 62 Kanäle wurden ohne öffentliche Begründung auf die Sperrliste gesetzt
  • 90 Unternehmen wurden von Campact direkt kontaktiert
  • Betroffene Kanalbetreiber wurden nicht vorab informiert
  • Darunter befinden sich sowohl radikale Kanäle als auch etablierte journalistische Formate
  • Die Kriterien für die Listung bleiben unklar

Medienaktivisten im Wahlkampf: Konfrontation mit Journalisten

Parallel zur Debatte um den Werbeboykott rückt ein weiteres Phänomen in den Fokus: Medienaktivisten und Streamer, die in Sachsen-Anhalt aktiv den Wahlkampf für AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund begleiten. Sie streamen dessen Veranstaltungen live im Internet und suchen dabei mitunter die direkte Konfrontation mit Journalisten und Unterstützern anderer Parteien.

Einem dieser Aktivisten, der unter dem Pseudonym „Aktivistmann” auftritt und bürgerlich Matthäus Westfal heißt, ist ein besonders aggressives Auftreten vorzuwerfen. Er wurde in der Vergangenheit durch seine Beteiligung an Protesten gegen die Corona-Maßnahmen in der Querdenker-Szene bekannt. Ulrich Siegmund dankte dem Streamer öffentlich in einem Video-Format.

WELT-Reporter schildert Übergriff auf dem Marktplatz

WELT-Reporter Lutz Stordel wurde von „Aktivistmann” auf einem Marktplatz lautstark konfrontiert und angebrüllt. Der Aktivist filmte die Versammlung per Livestream, ohne sich vorzustellen oder die Gefilmten zu informieren – ein Verhalten, das Stordel als „stasimäßig” bezeichnet.

„Man wird mitten auf einem Marktplatz angebrüllt von jemandem, dem jede zivilisatorische Grundregel abhanden gekommen ist”, schilderte Stordel den Vorfall. Der Aktivist habe dabei weder Antworten gesucht noch ein journalistisches Interesse verfolgt – sein Ziel sei es gewesen, möglichst laut zu sein und Reaktionen zu provozieren.

Auch ein Team von Spiegel TV soll von demselben Aktivisten körperlich angerempelt und angeschrien worden sein. Serrao betonte, dass selbst zahlreiche Nutzer aus dem rechten Spektrum das Verhalten des Streamers öffentlich verurteilten.

Pressefreiheit von beiden Seiten unter Druck

Die Debatte verdeutlicht ein grundsätzliches Spannungsfeld: Sowohl der Werbeboykott von Campact als auch die Einschüchterungsversuche rechtsorientierter Aktivisten gegenüber Journalisten greifen die Presse- und Meinungsfreiheit an – wenn auch mit unterschiedlichen Mitteln. Serrao plädiert für einen offenen, transparenten Meinungsstreit als einzig demokratische Antwort.

Sein konkreter Vorschlag: Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz solle sich öffentlich mit Apollo-News-Chefredakteur Max Mannhart auf einer Bühne auseinandersetzen, anstatt Kanäle wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Die Einschränkung der wirtschaftlichen Grundlage eines Mediums, ohne den inhaltlichen Schlagabtausch zu suchen, sei kein liberaler, sondern ein undemokratischer Weg – unabhängig davon, von welcher politischen Seite er betrieben werde.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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