Ilse Aigner: Hagel wirbt für CSU-Politikerin als Bundespräsidentin
Manuel Hagel unterstützt Ilse Aigner als gemeinsame Unionskandidatin für das Bundespräsidentenamt. Die CSU-Politikerin wäre die erste Frau im höchsten Staatsamt.
Dieses Video wurde am 05.11.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Kandidatur von Ilse Aigner als Bundespräsidentin gewinnt zunehmend an Rückhalt innerhalb der Union. Baden-Württembergs CDU-Chef und Landesinnenminister Manuel Hagel hat sich klar für die bayerische CSU-Landtagspräsidentin als gemeinsame Kandidatin von CDU und CSU ausgesprochen. Damit bekommt Aigner prominente Unterstützung über die Grenzen Bayerns hinaus. Die Wahl des neuen Staatsoberhaupts findet am 30. Januar 2027 statt. Sollte Aigner gewählt werden, wäre sie die erste Frau an der Spitze des deutschen Staates.
Hagel: Aigners Ansehen reicht weit über die Union hinaus
Manuel Hagel lobte die CSU-Politikerin in deutlichen Worten. Ihr Ansehen reiche weit über die eigenen Reihen hinaus, betonte der CDU-Landesvorsitzende aus Baden-Württemberg. Damit spielte er auf Aigners Fähigkeit an, auch jenseits des konservativen Lagers Sympathien zu wecken – eine wichtige Eigenschaft für das überparteiliche Amt des Bundespräsidenten.
Hagel beschrieb Aigner mit den Worten: „Sie verbindet Klarheit mit Herzlichkeit.” Diese Charakterisierung unterstreicht, dass die Landtagspräsidentin als integrative Persönlichkeit wahrgenommen wird, die sowohl Haltung als auch Zugänglichkeit ausstrahlt.
Ilse Aigner – Profil einer erfahrenen Unionspolitikerin
Ilse Aigner ist seit Jahren eine der profiliertesten Politikerinnen der CSU. Als Präsidentin des Bayerischen Landtags bekleidet sie eines der höchsten politischen Ämter im Freistaat. Zuvor war sie unter anderem Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie bayerische Wirtschaftsministerin.
Ihre politische Laufbahn umfasst damit sowohl Erfahrungen auf Bundes- als auch auf Landesebene – eine Kombination, die sie für das Amt des Bundespräsidenten qualifiziert. Als mögliche erste Frau in diesem Amt hätte ihre Wahl zudem historische Bedeutung.
Wahl des Bundespräsidenten im Januar 2027
Das neue deutsche Staatsoberhaupt wird turnusgemäß am 30. Januar 2027 durch die Bundesversammlung gewählt. Diese setzt sich aus allen Mitgliedern des Bundestags sowie einer gleichen Anzahl von Delegierten der Länderparlamente zusammen.
Für eine erfolgreiche Kandidatur braucht Aigner die Unterstützung einer breiten Mehrheit. Wichtige Voraussetzungen für eine Nominierung als gemeinsame Unionskandidatin sind:
- Rückhalt innerhalb von CDU und CSU auf Bundes- und Landesebene
- Überparteiliche Akzeptanz und Ansehen in der Bevölkerung
- Ausreichende Stimmen in der Bundesversammlung
- Einigkeit der Unionsparteien auf eine gemeinsame Kandidatin
Mit der Unterstützung von Manuel Hagel als einflussreichem CDU-Landesvorsitzenden setzt Aigner ein erstes wichtiges Signal, dass die Union geschlossen hinter ihr stehen könnte.
Historische Dimension: Erste Frau als Bundespräsidentin?
Seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland war das Amt des Bundespräsidenten stets von Männern besetzt. Ilse Aigner hätte die Chance, dieses Kapitel der deutschen Geschichte zu schreiben und als erstes weibliches Staatsoberhaupt in die Geschichtsbücher einzugehen.
Dieser Aspekt verleiht ihrer möglichen Kandidatur eine Bedeutung, die über parteipolitische Kalküle hinausgeht. Ob die Union sie tatsächlich ins Rennen schickt und ob sie die notwendige Mehrheit in der Bundesversammlung erhält, wird sich in den kommenden Monaten entscheiden. Die Weichen für die parteiinterne Nominierung werden bereits jetzt gestellt.
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