Friday, 6. November 2026
Start›Weltpolitik›Donezk
Donezk

Russland verliert Rekordzahl an Soldaten im Oktober

Im Oktober meldet die Ukraine Rekordverluste für Russland: über 54.000 Soldaten gefallen oder verwundet. Wie steht es um die Front und den Krieg im Winter?

Redaktion · 6. November 2026, 15:56 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 06.11.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die russischen Soldatenverluste im Ukraine-Krieg haben im Oktober 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Laut dem ukrainischen Generalstab wurden in diesem Monat mehr als 54.000 russische Soldaten getötet oder schwer verwundet – mehr als in jedem anderen Monat seit Beginn des Krieges. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen, doch sie fügen sich in ein Bild ein, das auch andere Quellen zeichnen: Russlands Feldzug gegen die Ukraine wird zunehmend verlustreicher – bei gleichzeitig geringen territorialen Gewinnen.

Russland verliert im Oktober mehr Terrain als es gewinnt

Nicht nur bei den Soldatenverlusten fällt die Bilanz für Moskau negativ aus. Das amerikanische Institut für Kriegsstudien (ISW) stellt fest, dass Russland im Oktober bereits den zweiten Monat in Folge mehr Gelände verloren hat als es neu einnehmen konnte. Die Gewinne und Verluste halten sich dabei in engen Grenzen – von einem strategischen Durchbruch ist keine Seite entfernt.

Experten sprechen schon länger von einem Stellungskrieg, bei dem sich die Frontlinie trotz anhaltender Kämpfe kaum verschiebt. Zwar ist Russland in den Jahren 2024 und 2025 noch weiter in die Ukraine vorgedrungen – besonders in den Regionen Donezk und Luhansk –, doch 2026 hat sich die Front bislang nur minimal verändert. Auf der Gesamtkarte der Ukraine sind die Verschiebungen kaum erkennbar.

Luftangriffe auf Energie-Infrastruktur nehmen zu

Parallel zur festgefahrenen Bodenlage intensivieren beide Seiten ihre Angriffe auf die gegnerische Infrastruktur. Die Ukraine setzt dabei auf gezielte Schläge gegen russische Ölraffinerien, darunter eine Anlage in Jaroslawl. Das Ziel: die Treibstoffversorgung der russischen Armee verknappen und dem Kreml eine wichtige Einnahmequelle für die Kriegsfinanzierung entziehen.

Russland verfolgt mit Blick auf den Winter eine andere Strategie und greift gezielt das ukrainische Stromnetz sowie Kraftwerke an. Zu Wochenbeginn wurden mehrere Wärmekraftwerke getroffen. Die Folgen sind gravierend:

  • Großflächige Stromausfälle in zahlreichen Städten und Regionen
  • Ausfall der Heizungsversorgung bei einstelligen Temperaturen
  • Unterbrechungen bei der Wasserversorgung für Millionen Zivilisten

Ukraine steht vor einem weiteren harten Kriegswinter

Die Lage für die ukrainische Zivilbevölkerung ist ernst. Ohne ein Friedensabkommen oder zumindest einen Waffenstillstand droht ein weiterer Winter unter Kriegsbedingungen – mit Kälte, Dunkelheit und anhaltenden Angriffen auf die lebensnotwendige Infrastruktur. Die humanitäre Situation verschärft sich dadurch erheblich.

Der Krieg in der Ukraine befindet sich damit in einer Phase, die militärisch durch Erschöpfung und Zermürbung auf beiden Seiten geprägt ist. Russland zahlt für minimale territoriale Fortschritte einen immer höheren menschlichen Preis, während die Ukraine ihre Verteidigungsfähigkeit unter enormem Druck aufrechterhalten muss. Ob die steigenden Verluste Moskau zum Einlenken bewegen oder den Krieg weiter in die Länge ziehen, bleibt die entscheidende geopolitische Frage der kommenden Monate.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

RE

Redaktion

Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Schnell, klar und rund um die Uhr aktualisiert.

Kommentar schreiben

Mehr aus Weltpolitik

Alle Beiträge →