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Bürokratieabbau

DIHK-Chefin: Deutsche Wirtschaft braucht Reformen

Die DIHK Konjunkturumfrage Herbst 2026 zeigt: Die Stimmung bleibt pessimistisch. Hauptgeschäftsführerin Melnikov fordert schnelle Umsetzung der Reformen.

Redaktion · 6. November 2026, 21:30 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 06.11.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die DIHK Konjunkturumfrage für den Herbst 2026 zeichnet ein ernüchterndes Bild der deutschen Wirtschaft: Stabil, aber im pessimistischen Bereich. Rund 23.500 Unternehmen aus nahezu allen Branchen und Regionen wurden befragt. Das Ergebnis: Die Wirtschaft sendet zwar ein Lebenszeichen, von einer nachhaltigen Erholung ist man jedoch weit entfernt. Helena Melnikov, Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), erklärt, woran es liegt und was jetzt dringend gebraucht wird.

Stimmung stabil – aber auf niedrigem Niveau

Seit dem Frühjahr hat sich der Stimmungsindex der Unternehmen leicht erholt. Damals wirkten noch die direkten Folgen des Irankriegs nach, insbesondere durch gestiegene Energiepreise. Doch trotz der leichten Besserung bleibt die Lage angespannt.

Melnikov fasst es klar zusammen: Ein echter Aufschwung ist nicht in Sicht. Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen bleibt gering, was sich als zentrales Warnsignal durch die gesamte Umfrage zieht.

Besonders alarmierend ist der internationale Vergleich: Während die Weltwirtschaft seit 2019 um 23 Prozent gewachsen ist, legte Deutschland lediglich um rund 2,2 Prozent zu – ein Wert, den Melnikov als „praktisch Stillstand” bezeichnet. Länder wie Polen, Frankreich und Spanien haben Deutschland dabei klar überholt.

Was die Wirtschaft jetzt braucht: Umsetzen, umsetzen, umsetzen

Die Forderung der DIHK-Chefin ist unmissverständlich: Die Bundesregierung muss die angekündigten Maßnahmen endlich in die Tat umsetzen. Melnikov verweist dabei konkret auf die Beschlüsse des Koalitionsausschusses für Aufschwung und Beschäftigung vom 1. Juli, die aus ihrer Sicht viele wichtige Weichenstellungen enthalten.

Zu den zentralen Reformfeldern zählen laut DIHK:

  • Umsetzung der Rentenreform
  • Flexibilisierung der wöchentlichen Höchstarbeitszeit – für alle Unternehmen, nicht nur tarifgebundene
  • Spürbarer Bürokratieabbau durch das angekündigte Berichtsentlastungsgesetz
  • Senkung von Energie-, Arbeits- und Bürokratiekosten

Solange diese Maßnahmen nicht greifen, fehlt den Unternehmen das nötige Vertrauen, um wieder verstärkt zu investieren.

Globale Risiken treffen Deutschland besonders hart

Als Exportnation ist Deutschland stark von internationalen Entwicklungen abhängig. Ein Großteil der deutschen Produkte geht in den europäischen Binnenmarkt oder in Drittmärkte wie die USA und China. Genau dort verschärfen sich die Bedingungen.

Geopolitische Verschiebungen, ein sich veränderndes chinesisches Wachstum sowie wachsende Handelsüberschüsse zu Ungunsten Deutschlands belasten die Exportwirtschaft spürbar. Dazu kommen die anhaltend hohen Energiepreise – eine Folge, die Deutschland aufgrund seines ohnehin teuren Energieniveaus doppelt belastet.

Die Konsequenz: Externe Krisen wie ein erneutes Aufflammen des Konflikts im Nahen Osten treffen deutsche Unternehmen stärker als viele Wettbewerber, weil die heimischen Rahmenbedingungen kaum Puffer bieten.

Lichtblicke: KI-Boom und Rüstungsausgaben

Es gibt auch positive Ausnahmen: Einige Branchen blicken deutlich optimistischer in die Zukunft. Die Elektrotechnikbranche profitiert vom anhaltenden KI-Boom, während Unternehmen aus dem Bereich Sicherheit und Verteidigung von den gestiegenen staatlichen Investitionen durch das Sondervermögen und die Lockerung der Schuldenbremse profitieren.

Für die breite gewerbliche Wirtschaft hingegen haben sich die Rahmenbedingungen noch nicht wesentlich verbessert. Auch das seit fast anderthalb Jahren bestehende Digitalministerium und die eingeleiteten Bürokratieabbau-Maßnahmen haben bislang keine spürbare Wirkung bei den Betrieben erzielt.

Das geplante Berichtsentlastungsgesetz, das ein Viertel aller Berichtspflichten streichen soll, wird frühestens im Frühjahr 2027 erwartet. Melnikov mahnt zur Eile: Nur wenn Ankündigungen schnell in gelebte Praxis übergehen, werde das Vertrauen der Unternehmen zurückkehren – und mit ihm die dringend benötigten Investitionen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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