Dieses Video wurde am 03.05.2026 von Finanzfluss auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der ETF-Markt hat sich 2025 und 2026 spürbar verändert: Invesco hat die Gebühren seines MSCI World ETF von 0,19 % auf nur noch 0,05 % gesenkt, UBS folgte mit einer Reduktion von 0,10 % auf 0,06 %, und Amundi brachte einen neuen, günstigen All-Country-World-ETF auf den Markt. Dazu mischte auch Scalable Capital mit einem eigenen ETF-Produkt mit. Wer sein Vermögen langfristig in einem einzigen ETF anlegen möchte, steht vor der Qual der Wahl – doch klare Kriterien helfen bei der Entscheidung.
Welche Kriterien muss der beste ETF erfüllen?
Bevor einzelne Produkte verglichen werden, ist es wichtig, die Anforderungen zu definieren. Ein geeigneter ETF für ein langfristiges Ein-ETF-Portfolio sollte folgende Eigenschaften mitbringen:
- Passiv und breit diversifiziert: Der ETF bildet einen Index regelbasiert ab und investiert möglichst weltweit.
- Thesaurierend: Ausschüttungen werden automatisch reinvestiert, sodass in der Ansparphase kein manuelles Nachkaufen nötig ist.
- Fondvolumen über 100 Millionen Euro: Ein hohes Volumen verringert das Risiko einer vorzeitigen Schließung.
- Möglichst älter als 5 Jahre: Etablierte ETFs sind weniger gefährdet, vom Markt genommen zu werden.
- Kostenlos per Sparplan besparbar und ohne Währungsabsicherung, da sich Währungspaare langfristig ausgleichen.
Die sogenannte Tracking Difference – also wie präzise ein ETF seinen Index abbildet – ist als Kriterium mit Vorsicht zu genießen. Die Datenqualität variiert stark, und vergangene Werte sagen wenig über die zukünftige Abweichung aus. Als Ersatz lohnt sich ein direkter Performance-Vergleich zwischen mehreren ETFs.
MSCI World, ACWI und FTSE All-World im Vergleich
Der MSCI World investiert in 23 Industrieländer und deckt jeweils die 85 % der größten Unternehmen je Land ab. Schwellenländer sind nicht enthalten – für ein global diversifiziertes Ein-ETF-Portfolio ist er daher nur bedingt geeignet. Die günstigsten Vertreter sind der Invesco MSCI World (synthetisch, 0,05 % TER), der UBS Core MSCI World ETF (physisch, 0,06 %) und der State Street SPDR MSCI World ETF.
Breiter aufgestellt ist der MSCI ACWI (All Country World Index), der Industrie- und Schwellenländer abbildet. Die Variante MSCI ACWI IMI geht noch weiter und deckt 99 % aller Aktien inklusive Small Caps ab. Hier zählen der SPDR MSCI ACWI IMI ETF, der neue Scalable MSCI AC World ETF und der SPDR MSCI ACWI zu den günstigsten Optionen.
Vergleichbar aufgestellt ist der FTSE All-World Index, der die Top 90 % der Aktien pro Land abdeckt und damit zwischen MSCI ACWI und MSCI ACWI IMI liegt. Hier stehen der Invesco FTSE All-World ETF und der bekannte Vanguard FTSE All-World ETF zur Wahl – Invesco bietet die günstigere Variante.
Solactive-ETFs, Multifaktor und nachhaltige Alternativen
Solactive ist ein deutscher Indexanbieter, dessen Lizenzen deutlich günstiger sind als die von MSCI. ETF-Anbieter können diese Kostenvorteile an Anleger weitergeben. Der Amundi Prime All Country World ETF bildet den Solactive GBS Global Markets Large & Midcap Index ab und bietet mit einer TER von nur 0,07 % eine der günstigsten Möglichkeiten, weltweit in Industrie- und Schwellenländer zu investieren.
Für Anleger mit aktiverer Renditeerwartung gibt es Multifaktor-ETFs, die Aktien nach Eigenschaften wie Unternehmensgröße (Size), Bewertung (Value) oder Kursdynamik (Momentum) höher gewichten. Favorit in dieser Kategorie ist der JPMorgan Global Equity Multifactor ETF als günstigste Option – der Gerd-Kommer-ETF bietet zusätzliche Besonderheiten wie eine maximale Gewichtung von 1 % pro Aktie, ist aber kostspieliger.
Bei nachhaltigen ETFs steht der Vanguard ESG Global All Cap ETF vorne: Er bildet rund 8.300 Positionen aus dem FTSE All-Cap-Universum ab und ist etwas breiter diversifiziert sowie leicht günstiger als die nachhaltige MSCI-ACWI-Variante.
Das Fazit: Zwei ETFs stechen heraus
Nach dem Vergleich aller Kategorien bleiben fünf global diversifizierte ETFs für ein Ein-ETF-Portfolio übrig. Zwei verdienen besondere Aufmerksamkeit:
Der Amundi Prime All Country World ETF punktet mit sehr geringen Kosten und einem soliden Fondvolumen. Kritiker bemängeln allerdings, dass Amundi in der Vergangenheit Fusionen steuerschädlich abgewickelt hat.
Der SPDR MSCI ACWI IMI ETF ist das am breitesten diversifizierte Produkt im Vergleich, deckt auch Small Caps ab – ist aber spürbar teurer. Die Entscheidung hängt letztlich von den persönlichen Prioritäten ab: maximale Diversifizierung oder minimale Kosten.
Wer bereits in ETFs investiert ist, sollte einen Wechsel gut abwägen: Realisierte Gewinne lösen Kapitalertragsteuer aus, die dem weiteren Vermögensaufbau fehlt. Ein ETF-Wechsel lohnt sich nur, wenn die langfristig eingesparten Gebühren die anfallende Steuerlast übersteigen – oder wenn ein grundlegender Strategiewechsel ansteht.
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