Dieses Video wurde am 04.05.2026 von DER SPIEGEL auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der Jobverlust bei Zalando trifft viele Mitarbeitende hart – doch für Daniela Herbanski kommt er zu einem besonders schwierigen Zeitpunkt. Die 55-Jährige hat elf Jahre und sechs Monate für den Online-Modehändler gearbeitet, war an Feiertagen im Einsatz, leistete Überstunden ohne Ende und brachte dabei sogar persönliche Opfer. Nun droht ihr die Kündigung – und mit ihr der finanzielle Absturz. Ihr Fall steht exemplarisch für die Lage vieler langjähriger Beschäftigter, die trotz jahrelanger Loyalität plötzlich vor dem Nichts stehen.
Jahrelange Treue trotz persönlicher Entbehrungen
Daniela Herbanski beschreibt ihre Zeit bei Zalando als aufopferungsvoll. Weihnachten, Ostern, Pfingsten, der 1. Mai – sie war immer da. Die Arbeit habe sich angefühlt wie ein zweites Zuhause, sagt sie rückblickend.
Besonders einschneidend: Als ihr Mann schwer erkrankte und sie ihn zu Hause pflegte, meldete sie sich freiwillig aus der Lohnbuchhaltung ab, um keinen Lohn zu beanspruchen. Sie arbeitete unentgeltlich, weil sie das Richtige tun wollte – für ihre Familie und gleichzeitig für den Arbeitgeber.
Diese Entscheidung zeigt, wie eng sie sich dem Unternehmen verbunden fühlte – und wie hoch der persönliche Preis war, den sie dafür zahlte.
Witwenrente und Kredit: Eine fragile finanzielle Lage
Vor einem Jahr ist Daniela Haerbanskis Mann gestorben. Seitdem erhält die 55-Jährige neben ihrem Gehalt eine sehr geringe Witwenrente. Mit diesen beiden Einkommensquellen bestreitet sie ihre laufenden Lebenshaltungskosten sowie einen laufenden Kredit, den sie noch abbezahlen muss.
Solange sie ihren Job hat, funktioniert die Rechnung – knapp, aber sie geht auf. Doch der drohende Stellenabbau verändert alles. Ohne Gehalt wäre sie nicht mehr in der Lage, die monatlichen Raten zu bedienen.
- Geringes Einkommen durch niedrige Witwenrente
- Laufende Kreditverpflichtungen ohne Absicherung
- Keine Restschuldversicherung mehr auf den Kredit
- Alter von 55 Jahren erschchwert Jobsuche auf dem Arbeitsmarkt
Die bittere Ironie mit der Restschuldversicherung
Besonders schmerzhaft ist für Herbanski ein Detail, das wie ein tragisches Missgeschick anmutet: Kurz bevor sie von der drohenden Kündigung erfuhr, war sie bei ihrer Bank und hatte dort die Restschuldversicherung für ihren Kredit bewusst abgewählt.
Ihre Begründung damals: „Ich werde nicht arbeitslos.” Eine Einschätzung, die nach über elf Jahren im selben Unternehmen durchaus nachvollziehbar war – und die sich einen Tag später als fataler Irrtum herausstellte.
Eine Restschuldversicherung hätte im Fall von Arbeitslosigkeit die monatlichen Kreditraten übernommen. Ohne diesen Schutz steht Herbanski nun vor einer doppelten Belastung: dem Verlust des Einkommens und dem Fortlaufen der Schuldverpflichtungen.
Ein persönlicher Fall mit gesellschaftlicher Dimension
Daniela Haerbanskis Geschichte ist mehr als eine Einzelschicksal. Sie steht für eine wachsende Gruppe von älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die nach jahrzehntelanger Betriebszugehörigkeit unverschuldet in wirtschaftliche Not geraten. Wer mit über 50 Jahren seinen Job verliert, findet häufig schwerer eine neue Stelle – besonders in körperlich oder organisatorisch anspruchsvollen Branchen wie dem Logistik- und E-Commerce-Sektor.
Der Fall zeigt auch, wie wichtig finanzielle Vorsorge und soziale Absicherung sind – gerade in Lebensphasen, die ohnehin von Belastungen geprägt sind. Zalando steht aktuell im Fokus der öffentlichen Debatte rund um Personalabbau und Arbeitsbedingungen. Wie das Unternehmen mit langjährigen Mitarbeitenden umgeht, wird dabei zunehmend kritisch beobachtet. Für Betroffene wie Herbanski bleibt vorerst die Ungewissheit – und die Hoffnung, dass ihr jahrelanger Einsatz nicht folgenlos bleibt.
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