Dieses Video wurde am 07.05.2026 von euronews Deutsch auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Schneedecke in den griechischen Bergen ist in den vergangenen 40 Jahren um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Das belegt eine neue Studie, die Satellitendaten, Klimamodelle, Geländekarten und Künstliche Intelligenz kombiniert. Der dramatische Rückgang von 58 Prozent seit 1984 bedroht eine der wichtigsten natürlichen Wasserquellen des Landes – mit weitreichenden Konsequenzen für Gemeinden, Landwirtschaft und Ökosysteme während der trockenen Sommermonate.
Studie der Universität Cambridge enthüllt das Ausmaß
Die Untersuchung stammt von Konstantis Alexopulos und Ian Willis vom Scott Polar Research Institute der Universität Cambridge. Gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam werteten sie Daten aus, die den Zeitraum von 1984 bis 2025 abdecken – eine der bislang umfangreichsten Analysen zur Schneeentwicklung in griechischen Gebirgsregionen.
Besonders besorgniserregend ist die Beschleunigung des Trends: Der Rückgang der Schneedecke hat sich seit Beginn des 21. Jahrhunderts spürbar verstärkt. Die Forscher sehen darin ein klares Signal für den wachsenden Einfluss des Klimawandels auf das Mittelmeerklima.
Snowmapper: KI schließt Lücken in den Satellitendaten
Für ihre Analyse nutzten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Satellitenbilder der NASA und der ESA. Eine methodische Herausforderung dabei: Wolken und Schatten verdecken häufig die Sicht auf Schneeoberflächen und machen eine direkte Beobachtung unmöglich.
Um diese Datenlücken zu schließen, setzte das Team maschinelles Lernen ein – eine Technik der Künstlichen Intelligenz. Das Ergebnis war die Entwicklung des sogenannten Snowmapper, eines Tools, das tägliche Schneebedeckungskarten für die zehn höchsten Gebirgszüge Griechenlands erstellt. Der Snowmapper liefert damit eine bislang unerreichte Datenbasis zur Beobachtung der Schneeverhältnisse über mehrere Jahrzehnte hinweg.
Folgen für Wasser, Landwirtschaft und Natur
Die Schneedecke in Hochlagen ist weit mehr als ein meteorologisches Phänomen. Sie funktioniert als natürlicher Wasserspeicher: Im Winter angesammelt, gibt sie im Frühjahr und Frühsommer kontinuierlich Schmelzwasser ab – eine unverzichtbare Ressource für die Wasserversorgung in trockenen Sommermonaten. Der anhaltende Rückgang hat konkrete Auswirkungen auf:
- die Trinkwasserversorgung ländlicher und städtischer Gemeinden
- die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen in der Vegetationsperiode
- natürliche Ökosysteme, die auf die saisonale Schmelzwasserzufuhr angewiesen sind
- den Wintertourismus in griechischen Skiregionen
Griechenland verliert seine winterliche Schneedecke laut der Studie schneller als die meisten anderen Gebirgsregionen der Welt. Das macht das Land zu einem besonders deutlichen Beispiel für die Auswirkungen des Klimawandels im Mittelmeerraum.
Griechenland als Warnsignal für den Mittelmeerraum
Die steigende Durchschnittstemperatur im Mittelmeerraum gilt als einer der Haupttreiber des Schneerückgangs. Der Mittelmeerraum erwärmt sich nach aktuellen Klimaprojektionen deutlich schneller als der globale Durchschnitt – mit besonders gravierenden Auswirkungen auf Niederschlagsmuster und Schneeverhältnisse.
Der Verlust der Schneedecke in Gebirgen weltweit gilt Klimaforschenden als zuverlässiger Indikator für den Klimawandel. Der Fall Griechenland macht deutlich, wie unmittelbar dieser Druck auf natürliche Wasserressourcen wirkt. Ohne entschlossenes Handeln bei der Reduzierung von Treibhausgasemissionen droht sich der Trend weiter zu beschleunigen – mit tiefgreifenden Folgen für Mensch und Natur in der gesamten Region.
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