Dieses Video wurde am 08.05.2026 von euronews Deutsch auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ein KI-generiertes Bild hat beim französischen Rechtssender CNews für einen handfesten Skandal gesorgt. Am 4. Mai 2025 strahlte der Sender live ein angebliches Titelblatt des Klatschmagazins Closer aus – und präsentierte es als echt. Zu sehen war darauf die Präsidentin der französischen Nationalversammlung, Yaël Braun-Pivet, gemeinsam mit der ehemaligen Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem. Das Problem: Das Cover existierte nie. Es war vollständig von einer Künstlichen Intelligenz erzeugt worden.
Das gefälschte Magazin-Cover und sein Ursprung
Das vermeintliche Closer-Titelblatt zeigte Braun-Pivet und Vallaud-Belkacem in einer inszenierten Pose – ein Bild, das niemals für das Magazin produziert wurde. CNews-Kommentatoren nutzen es, um die Nationalversammlungspräsidentin zu verspotten, ohne die Authentizität der Quelle zu überprüfen.
Tatsächlich waren die beiden Politikerinnen zwar kürzlich gemeinsam in der Öffentlichkeit aufgetreten – bei einem Filmscreening in Paris. Das Magazin Closer veröffentlichte dazu auch echtes Hinter-den-Kulissen-Material. Darauf trägt Braun-Pivet einen Anzug, Vallaud-Belkacem ein zweiteiliges Jeans-Outfit – beide Outfits unterscheiden sich deutlich von dem, was das KI-generierte Cover zeigt.
Der Fehler fiel schnell auf: Nur wenige Minuten nach der Ausstrahlung korrigierte CNews seinen Irrtum noch während der laufenden Sendung.
Braun-Pivets Reaktion und die ARCOM-Beschwerde
Die betroffene Politikerin ließ die Sache nicht auf sich beruhen. Yaël Braun-Pivet veröffentlichte ein Video auf ihren Social-Media-Kanälen, in dem sie auf einen bezeichnenden Umstand hinwies: Das gefälschte Bild sehe ihr nicht einmal ähnlich.
Darüber hinaus kündigte sie an, den Fall der ARCOM zu melden – der französischen Aufsichtsbehörde für den audiovisuellen Bereich. Die Behörde ist in Frankreich zuständig für die Regulierung von Rundfunk und Streaming und hat die Befugnis, Sanktionen gegen Sender zu verhängen.
Der konservative Kommentator Pascal Praud, der das falsche Titelbild in der Sendung präsentiert hatte, meldete sich anschließend auf der Plattform X zu Wort und räumte ein, dass Braun-Pivet recht habe. Eine förmliche Entschuldigung blieb jedoch aus.
CNews: Wiederholte Verstöße gegen Medienrecht
Der Vorfall reiht sich in eine längere Geschichte von Regelverstößen beim Sender CNews ein. Die ARCOM hatte den Kanal in der Vergangenheit bereits mehrfach mit Geldstrafen belegt. Die Vergehen umfassten unter anderem:
- Ausstrahlung von Klimadesinformation
- Verbreitung von Hassrede und diskriminierenden Inhalten
- Weitere Verstöße gegen journalistische Sorgfaltspflichten
CNews gilt als einer der einflussreichsten rechtsgerichteten Nachrichtensender Frankreichs und steht regelmäßig in der Kritik wegen einseitiger Berichterstattung.
KI-Desinformation als wachsendes Medienproblem
Der Fall zeigt exemplarisch, wie KI-generierte Inhalte selbst etablierte Medien in die Irre führen können. Immer realistischer wirkende Bilder und Titelblätter lassen sich heute mit frei verfügbaren Tools in Sekunden erstellen – und sind ohne genaue Prüfung kaum von echten Fotos zu unterscheiden.
Für Redaktionen bedeutet das eine neue Dimension der Faktenkontrolle. Digitale Verifikation und der Einsatz von Bilderkennungssoftware werden für Nachrichtensender künftig unverzichtbar sein, um Fehler wie beim CNews-Vorfall zu vermeiden. Der Fall Braun-Pivet dürfte in Frankreich eine erneute Debatte über Medienhaftung und den Umgang mit künstlicher Intelligenz im Journalismus anstoßen.
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