Musiala-Diagnose: Was ist Absence-Epilepsie?

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Dieses Video wurde am 19.08.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Zweimal brach Bayern-Star Jamal Musiala innerhalb weniger Tage auf dem Spielfeld zusammen. Jetzt steht die Diagnose fest: Der 22-Jährige leidet an Absence-Epilepsie, einer besonderen Form der Epilepsie, bei der Betroffene für kurze Momente das Bewusstsein verändern, ohne dabei vollständig ohnmächtig zu werden. Neurologe Professor Dr. Kleinschnitz erklärt, was hinter der Erkrankung steckt, wie sie behandelt wird – und ob Musiala weiterhin im Profifußball aktiv sein kann.

Was ist eine Absence-Epilepsie?

Im Gegensatz zu einem klassischen epileptischen Anfall, bei dem Patienten über mehrere Minuten bewusstlos sind, krampfen und Schaum vor dem Mund bilden, verlaufen Absencen deutlich unauffälliger. Betroffene innehalten plötzlich, starren geradeaus, sind verwirrt und nicht richtig ansprechbar – ohne das Bewusstsein vollständig zu verlieren.

Entscheidend ist: Nach wenigen Sekunden oder Minuten sind die Patienten wieder vollständig orientiert. Genau das macht diese Anfallsform so besonders und gleichzeitig so schwer zu erkennen.

Musiala selbst beschrieb auf Instagram „kurz auftretende Absencen” und eine „temporäre neurologische Dysfunktion” – Begriffe, die laut dem Neurologen in die Richtung einer Absence-Epilepsie weisen.

Ursachen: Überaktive Nervenzellen im Gehirn

Bei der Absence-Epilepsie sind Nervenzellen im Gehirn überaktiv. Sie bilden Netzwerkverbünde und feuern zu stark – das normale Zusammenspiel der Hirnaktivität gerät aus dem Gleichgewicht. Die Pathophysiologie dieser spezifischen Epilepsieform ist laut Professor Dr. Kleinschnitz vergleichsweise gut erforscht.

Konkret handelt es sich um gestörte Ionenkanäle auf den Nervenzellen. Diese Fehlfunktion ist zu einem großen Teil genetisch bedingt, an der mehrere Gene beteiligt sind. Das bedeutet: Die zugrundeliegende genetische Störung lässt sich im klassischen Sinne nicht heilen – wohl aber die Anfälle selbst wirksam unterdrücken.

  • Ursache: Überaktive Nervenzellen mit gestörten Ionenkanälen
  • Auslöser für Rückfälle: Schlafmangel, unregelmäßiger Tagesrhythmus, vergessene Medikamente
  • Genetische Komponente: Mehrere Gene beteiligt, nicht heilbar, aber behandelbar
  • Anfallsdauer: Sekunden bis wenige Minuten, danach vollständige Reorientierung

Kann Musiala weiter Profifußball spielen?

Die gute Nachricht: Aus medizinischer Sicht ist Epilepsie keine Kontraindikation für Leistungssport. Professor Dr. Kleinschnitz verweist auf Profisportler weltweit – darunter Eishockey-Profis, NFL-Spieler und sogar Olympia-Schwimmer –, die trotz Epilepsie-Diagnose auf höchstem Niveau erfolgreich waren.

Die Wissenschaft bewertet Sport heute sogar positiv für Epilepsie-Patienten: Regelmäßige körperliche Aktivität kann sich günstig auf Nervenzellen und Gehirngesundheit auswirken. Voraussetzung ist jedoch eine konsequente und dauerhafte medikamentöse Behandlung, mit der in vielen Fällen vollständige Anfallsfreiheit erzielt werden kann.

Wichtig ist dabei die gewissenhafte Medikamenteneinnahme. Werden Tabletten vergessen oder unregelmäßig eingenommen, können die Anfälle schnell zurückkehren.

Was muss Musiala nun beachten?

Epilepsie ist laut Professor Dr. Kleinschnitz nicht nur ein medizinisches, sondern auch ein sozialmedizinisches Thema. Neben der Medikamenteneinnahme spielen Lebensstilfaktoren eine zentrale Rolle:

  • Regelmäßiger Tag-Nacht-Rhythmus und ausreichend Schlaf
  • Gesunde, ausgewogene Ernährung
  • Konsequente und lückenlose Einnahme der verschriebenen Medikamente
  • Regelmäßige Betreuung in einem epileptologischen Zentrum

Als Profisportler erfüllt Musiala viele dieser Voraussetzungen bereits durch seinen strukturierten Alltag. Einschränkungen, die für andere Berufsgruppen relevant wären – etwa bei der Arbeit in großen Höhen oder beim Autofahren – spielen in seinem Fall eine untergeordnete Rolle.

Die Diagnose Absence-Epilepsie bedeutet für Jamal Musiala also keine zwangsläufige Karrierebeendigung. Mit der richtigen Behandlung, einer disziplinierten Lebensführung und engmaschiger neurologischer Begleitung stehen die Chancen gut, dass der Bayern-Star schon bald wieder auf den Platz zurückkehren kann. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie schnell die Therapie anschlägt und wann ein Comeback realistisch ist.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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