AfD erstmals bei 30 %: Union bricht auf 18 % ein
Neuer Sonntagstrend zeigt die AfD erstmals bei 30 % – die Union fällt auf 18 %. Auch Kanzler Merz erreicht einen historischen Negativwert bei der Zufriedenheit.
Dieses Video wurde am 03.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ein neuer Sonntagstrend sorgt für politisches Aufsehen: Die AfD erreicht in der aktuellen Umfrage erstmals die Marke von 30 Prozent und liegt damit zwölf Prozentpunkte vor CDU und CSU. Die Union verliert einen weiteren Punkt und kommt nur noch auf 18 Prozent – ein dramatischer Einbruch für Kanzler Friedrich Merz, den diese Zahlen mit voller Wucht treffen. Gleichzeitig sinken seine persönlichen Beliebtheitswerte auf ein historisches Tief: 79 Prozent der Befragten geben an, mit der Arbeit des Kanzlers unzufrieden zu sein.
AfD Umfrage: Erstmals die 30-Prozent-Marke geknackt
Die AfD setzt ihren Aufwärtstrend ungebrochen fort. Mit einem Zuwachs von einem Prozentpunkt erreicht die Partei im aktuellen Sonntagstrend erstmals 30 Prozent – ein Wert, den bislang keine rechtspopulistische Partei in der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte in einer bundesweiten Umfrage erzielt hat. Der Vorsprung auf die Unionsparteien beträgt damit zwölf Prozentpunkte.
Dieser Umfragewert ist ein Signal für eine tiefgreifende Verschiebung der politischen Stimmung im Land. Ob dieser Trend stabil bleibt oder eine temporäre Proteststimmung widerspiegelt, wird die politische Debatte in den kommenden Wochen bestimmen.
Union und CDU/CSU unter Druck: Nur noch 18 Prozent
Für die CDU/CSU bedeuten die aktuellen Zahlen eine weitere Ernüchterung. Mit nur noch 18 Prozent verliert die Union abermals einen Prozentpunkt und entfernt sich weiter von jenen Werten, die sie in der Regierungszeit von Angela Merkel gewohnt war. Der Abstand zur AfD ist historisch.
Für Kanzler Friedrich Merz sind die Daten besonders schmerzhaft: 79 Prozent der Befragten zeigen sich mit seiner Amtsführung unzufrieden – ein historischer Negativwert für einen amtierenden Bundeskanzler. Die Frage, wie die Union auf diesen Vertrauensverlust reagiert, dürfte die parteiinterne Diskussion stark prägen.
SPD, Grüne, Linke und kleine Parteien im Überblick
Hinter den beiden führenden Kräften ergibt sich folgendes Bild der aktuellen Umfragewerte:
- SPD: 14 Prozent
- Grüne: 14 Prozent
- Die Linke: 10 Prozent
- BSW: 4 Prozent
- FDP: 4 Prozent
SPD und Grüne liegen damit gleichauf und befinden sich auf einem gemeinsamen Niveau deutlich unterhalb der AfD. Die Linke hält sich stabil bei 10 Prozent. Sowohl BSW als auch FDP verharren bei je 4 Prozent – knapp oberhalb oder an der Fünf-Prozent-Hürde, je nach Verlauf.
Einordnung: Was die Zahlen politisch bedeuten
Die aktuellen Umfragewerte zeichnen ein Bild einer tiefen Unzufriedenheit mit der etablierten Politik in Deutschland. Der Aufstieg der AfD auf 30 Prozent geht einher mit dem gleichzeitigen Vertrauensverlust gegenüber dem Kanzler und dem Absturz der Unionsparteien.
Politikwissenschaftler warnen davor, Umfragewerte mit tatsächlichen Wahlergebnissen gleichzusetzen – dennoch liefern sie wichtige Hinweise auf die gesellschaftliche Stimmungslage. Für die Bundesregierung dürften die Zahlen ein klares Signal sein, die politische Kommunikation und die wahrgenommene Wirksamkeit der eigenen Politik grundlegend zu überdenken. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Merz in der Lage ist, das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen.
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