VW-Krise: So managt man einen Konzern nicht

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Dieses Video wurde am 26.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die VW-Krise spitzt sich zu – und das Krisenmanagement bei Volkswagen liefert dabei ein Lehrstück dafür, wie man es besser nicht machen sollte. Während VW-Chef Oliver Blume von Werk zu Werk reist, kämpfen Konzernvorstand, Betriebsrat, Gewerkschaften und Politik mit unterschiedlichen Strategien gegeneinander. Das Ergebnis: wachsende Verunsicherung bei den Beschäftigten, kein klares Zielbild – und ein Unternehmen, das ohne gemeinsame Richtung treibt.

Kein klares Zielbild: Das eigentliche Problem bei VW

Ein funktionierendes Krisenmanagement beginnt mit einem klaren Zielbild. Genau das fehlt bei Volkswagen derzeit vollständig. Oliver Blume möchte den Konzern nach eigener Aussage „würdevoll schrumpfen” – also kontrolliert kleiner werden. Die Gewerkschaften lehnen jeden Stellenabbau kategorisch ab. Und aus der Politik kommen mal Ratschläge, mal Drohungen – aber keine konstruktiven Lösungsangebote.

Das Ergebnis ist eine Situation, in der alle Beteiligten gegeneinander arbeiten, anstatt gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Besonders problematisch: Solange keine klare Perspektive kommuniziert wird, bleibt die Belegschaft verunsichert. Wer nicht weiß, ob sein Werk weiterläuft, zur Rüstungsfabrik umgebaut wird oder ganz schließt, hat wenig Motivation, sich für Kompromisse zu öffnen.

Was wirklich helfen würde – konkrete Vorschläge

Es gibt durchaus konstruktive Ansätze. Der Ökonom Ferdinand Dudenhöffer hat vorgeschlagen, die Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich wieder auf 40 Stunden anzuheben. Das würde die Beschäftigten nicht direkt Geld kosten, gleichzeitig aber die Wettbewerbsfähigkeit verbessern – vorausgesetzt, alle Seiten ziehen mit.

Zum Vergleich: Eine Arbeitsstunde bei Skoda kostet im Schnitt rund 27 Euro, bei deutschen VW-Werken dagegen etwa 65 Euro. Dieser strukturelle Kostennachteil ist eine der zentralen Ursachen dafür, dass Töchter wie Skoda profitabler wirtschaften als die deutschen Standorte. Politische Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen – etwa bei Energiekosten oder Bürokratie – fehlen bislang weitgehend.

  • Klares Zielbild für alle Stakeholder definieren
  • Rückkehr zur 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich prüfen
  • Lohnkostengefälle zu osteuropäischen Standorten politisch adressieren
  • Gewerkschaften zu Besitzstandsverzicht bewegen
  • Politik muss Rahmenbedingungen verbessern statt nur kommentieren

Gewerkschaften und Politik: Mitverantwortung für die Misere

Die IG Metall und der VW-Betriebsrat beharren auf dem Grundsatz, dass Volkswagen den Beschäftigten gehört – ein Anspruch, der in Zeiten eines schrumpfenden Konzerns an seine Grenzen stößt. Wer am Status quo festhält, während der Konzern an Wettbewerbsfähigkeit verliert, riskiert am Ende mehr Arbeitsplätze, als durch Kompromisse verloren gehen würden.

Auch die Politik – insbesondere das Land Niedersachsen als Anteilseigner mit Stimmrecht – trägt Mitverantwortung. Statt konkreter Reformvorschläge kamen bislang vor allem Empfehlungen von der Seitenlinie. Dabei hätte das Land durchaus Hebel, um die Rahmenbedingungen für den Konzern zu verbessern. Ministerpräsident Stephan Weil reiste sogar nach China, um dort Impulse zu suchen – während die Hausaufgaben in Deutschland noch ungemacht sind.

Deutsche Wirtschaft wächst – aber kein Grund zur Selbstzufriedenheit

Im breiteren wirtschaftlichen Kontext gibt es immerhin vorsichtig positive Signale. Die Deutsche Bank hat ihre Wachstumsprognose für Deutschland im Jahr 2026 verdoppelt – von 0,5 auf 1,0 Prozent. Das wäre das stärkste Wachstum seit 2022. Für 2027 werden sogar 1,3 Prozent erwartet.

Das Risiko: Leichte Wachstumszeichen könnten den politischen Reformdruck mindern. Wer meint, die Wirtschaft erholt sich ohnehin, verliert den Anreiz für strukturelle Veränderungen. Dabei gilt gerade das Gegenteil – Wachstum ermöglicht Reformen, es ersetzt sie nicht. Für Volkswagen bedeutet das: Der externe Rückenwind aus einer sich erholenden Gesamtwirtschaft kann intern falsche Strategien nicht heilen. Ohne ein gemeinsames Zielbild, ohne Kompromissbereitschaft bei allen Beteiligten, bleibt die VW-Krise ein Dauerproblem – unabhängig davon, wie gut die Konjunkturzahlen ausfallen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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