Dieses Video wurde am 26.08.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ein ungewöhnlicher Fund hat den Badestrand von Alassio an der italienischen Riviera in Aufruhr versetzt: Ein riesiger zylindrischer Schiffsfender – auch als Parabord bekannt – liegt plötzlich mitten zwischen Strandkörben und Sonnenschirmen. Urlaubsgäste staunten nicht schlecht, als das mächtige Gummiobjekt angeschwemmt wurde. Küstenwache, Hafenbehörde und die örtliche Polizei rückten aus, um den Koloss zu inspizieren und die Herkunft zu klären.
Was ist ein Fender – und was macht er am Strand?
Sogenannte Parabords oder Fender sind robuste Puffer, die im Hafenbetrieb eine wichtige Schutzfunktion übernehmen. Sie werden eingesetzt, um beim Anlegen von Schiffen Beschädigungen an der Kaimauer oder am Schiffsrumpf zu verhindern. Die großen Gummizylinder sind dabei nicht immer direkt am Schiff befestigt – häufig hängen sie fest montiert an den Hafenmauern selbst.
Typische Einsatzbereiche von Schiffsfendern umfassen:
- Befestigung an Hafenmauern und Kais als feste Pufferzone
- Anbringung außen an Schiffsrümpfen beim Anlegen
- Schutz von Brückenpfeilern und anderen maritimen Bauwerken
- Einsatz auf Fährterminals und in größeren Handelshäfen
Wie das Exemplar aus Alassio ins offene Meer und schließlich an den Badestrand gelangte, ist bislang ungeklärt. Behörden ermitteln noch zur Herkunft des Objekts.
Einsatz der Behörden und erste Entwarnung
Küstenwache, Hafenbehörde und lokale Polizei inspizierten den angespülten Koloss gemeinsam. Dabei stand vor allem die Frage im Vordergrund, ob durch das Antreiben an den Strand Schäden entstanden sind – sowohl am Strand selbst als auch an der Infrastruktur. Die erste Einschätzung fiel beruhigend aus: Sachschäden wurden keine festgestellt.
Das Objekt stellt nach aktuellem Stand keine Gefahr für Badegäste oder die Strandinfrastruktur dar. Dennoch muss es fachgerecht entfernt werden, da ein derart großes Gummiteil den Badebetrieb erheblich beeinträchtigt und im Wasser eine potenzielle Gefahr für kleinere Boote darstellen könnte.
Urlauber reagieren gelassen auf das Kuriosum
Die Reaktion der Urlaubsgäste am Strand von Alassio fiel erstaunlich entspannt aus. Viele nutzten den ungewöhnlichen Fund für Fotos und betrachteten den riesigen Zylinder eher als kuriose Attraktion denn als Ärgernis. Der Strandabschnitt konnte trotz des Fundes weitgehend normal genutzt werden.
Diese gelassene Stimmung dürfte jedoch nur so lange anhalten, bis das Teil offiziell abtransportiert wird. Die zuständigen Behörden prüfen derzeit, ob der Fender seinem ursprünglichen Verwendungsort zurückgebracht oder fachgerecht entsorgt werden kann.
Ausblick: Herkunft und Entsorgung noch offen
Ungeklärte Funde aus dem Meer sind an der italienischen Riviera keine absolute Seltenheit – Strömungen und Wetterereignisse können maritime Ausrüstungsgegenstände über weite Strecken treiben. Der Fall in Alassio zeigt jedoch, wie überraschend groß solche Objekte sein können und welchen logistischen Aufwand ihre Bergung erfordert.
Ob der riesige Parabord einem bestimmten Hafen oder Schiff zugeordnet werden kann, bleibt abzuwarten. Die Behörden haben angekündigt, die Ermittlungen zur Herkunft fortzuführen. Bis dahin bleibt der Strand von Alassio um eine ungewöhnliche Geschichte reicher – und die Urlauber haben zumindest ein unvergessliches Urlaubserlebnis.
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