Sachsen-Anhalt-Wahl: AfD bei 41 %, CDU fällt zurück

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Dieses Video wurde am 04.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Zwei Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeigt eine aktuelle Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen ein deutliches Bild: Die AfD liegt mit großem Abstand an der Spitze, während die CDU des amtierenden Ministerpräsidenten weiter an Boden verliert. BSW und FDP müssen um den Einzug in den Landtag bangen.

AfD mit Ulrich Sigmund klar auf Platz eins

Die AfD Sachsen-Anhalt erreicht in der Umfrage 41 Prozent und baut ihren Vorsprung gegenüber der Konkurrenz damit weiter aus. Spitzenkandidat Ulrich Sigmund führt die Partei in eine Position, die eine Regierungsbildung ohne AfD-Beteiligung rechnerisch kaum möglich macht.

Für die übrigen Parteien bedeutet dieses Ergebnis eine erhebliche Herausforderung. Eine Koalition gegen die AfD würde mindestens drei Parteien erfordern – vorausgesetzt, alle weiteren Parteien ziehen überhaupt in den Landtag ein.

CDU von Ministerpräsident Schulze verliert weiter

Ministerpräsident Sven Schulze und seine CDU kommen laut der Umfrage nur noch auf 23 Prozent. Damit liegt die Partei, die bislang die Landesregierung führt, fast 18 Prozentpunkte hinter der AfD.

Die weiteren Parteien im Überblick:

  • Die Linke: 11,5 Prozent
  • SPD: 8,5 Prozent
  • Grüne: 6 Prozent
  • BSW: 4 Prozent
  • FDP: 3 Prozent

Während CDU, Linke, SPD und Grüne den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde nach derzeitigem Stand schaffen würden, verfehlen BSW und FDP den Einzug in den Landtag.

BSW und FDP vor dem Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) landet bei lediglich 4 Prozent und würde damit knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Auch die FDP kommt nur auf 3 Prozent – beide Parteien wären damit nicht im künftigen Landtag vertreten.

Das Ausscheiden von BSW und FDP würde die ohnehin schwierige Mehrheitsfindung gegen die AfD noch weiter erschweren, da das Parlament dann aus weniger Fraktionen bestünde und die verbleibenden Parteien noch stärker aufeinander angewiesen wären.

Ausblick: Schwierige Regierungsbildung erwartet

Die Wahl in Sachsen-Anhalt findet in einem politisch angespannten Umfeld statt. Sollten die Umfragewerte sich am Wahltag bestätigen, steht das Land vor einer komplexen Koalitionsverhandlung. Eine Mehrheit ohne die AfD wäre rechnerisch nur mit einem Bündnis aus CDU, Linke und SPD – oder unter Einbeziehung der Grünen – denkbar.

Ob eine solche Zusammenarbeit politisch umsetzbar ist, gilt als offen. Die Forschungsgruppe Wahlen hatte die Umfrage zwei Tage vor dem Wahltermin veröffentlicht – das endgültige Ergebnis bleibt abzuwarten.

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