Saturday, 19. September 2026
StartWeltpolitikCharles Spencer
Charles Spencer

Charles Spencer rechnet mit König Charles ab

In seinen Memoiren erhebt Charles Spencer schwere Vorwürfe gegen König Charles III. – und berichtet von erschreckenden Aussagen nach Dianas Tod 1997.

Redaktion · 19. September 2026, 10:45 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 19.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Mit seinen Memoiren bringt Charles Spencer, der Bruder der 1997 verstorbenen Prinzessin Diana, den britischen Königspalast in Bedrängnis. Das Charles Spencer Buch enthält schwere Vorwürfe gegen König Charles III.: Spencer behauptet, der damalige Prinz Charles habe nach Dianas tödlichem Autounfall in Paris wie ein Lotteriegewinner gewirkt und sei über ihren Tod regelrecht erleichtert gewesen. Damit befeuert Spencer fast 30 Jahre nach dem Tod seiner Schwester eine neue Debatte über das Verhältnis der Königsfamilie zu Diana.

Erschütternde Vorwürfe: Was Spencer über den Morgen nach Dianas Tod schreibt

Im Mittelpunkt der Enthüllungen steht ein Telefonat, das Charles Spencer nach eigenen Angaben am Morgen nach Dianas Tod mit dem damaligen Prinzen Charles führte. Dabei soll Charles gesagt haben, er glaube, dass Diana ziemlich schnell vergessen werden würde. Spencer zitiert außerdem eine Aussage vor der Beerdigung, in der Charles angeblich erklärte: „Wir werden sie schon bald vergessen haben.”

In einem Interview mit der BBC erklärte Spencer: „Ich sage die Wahrheit in diesem Buch.” Die Aussagen, die er schildert, zeichnen das Bild eines Mannes, dem der Tod seiner Ehefrau wenig bedeutete – ein Vorwurf von erheblichem Gewicht gegenüber dem amtierenden Monarchen.

Für den Palast sind diese Passagen besonders heikel, weil sie das ohnehin belastete öffentliche Bild von König Charles in einem sensiblen Moment treffen. Dass der König sich persönlich zu dem Buch genötigt fühlte, Stellung zu nehmen, ist für Beobachter ein ungewöhnlicher und bezeichnender Schritt.

30 Jahre Schweigen – warum Spencer erst jetzt spricht

Die Frage, warum Spencer erst jetzt an die Öffentlichkeit geht, beschäftigt viele Britinnen und Briten. Beobachter sehen in dem Buch eine späte Abrechnung, die jahrzehntelang aufgestaut wurde. Spencer hatte bereits bei Dianas Beerdigung im Jahr 1997 in einer aufsehenerregenden Rede offen Kritik an der Königsfamilie geübt – ein denkwürdiger Moment, der damals weltweit für Schlagzeilen sorgte.

Dass er nun ein ganzes Buch vorlegt, deutet darauf hin, dass seine Gefühle gegenüber König Charles unvermindert stark geblieben sind. Korrespondenten aus London berichten, Spencer habe dem König nie verziehen, wie dieser seine Schwester während der unglücklichen Ehe behandelt hatte.

  • Diana starb am 31. August 1997 bei einem Autounfall im Pariser Pont-de-l’Alma-Tunnel.
  • Spencer hielt bei der Trauerfeier eine vielbeachtete Rede, in der er die Königsfamilie indirekt kritisierte.
  • Das Verhältnis zwischen Spencer und dem Königshaus gilt seitdem als dauerhaft belastet.
  • König Charles reagierte ungewöhnlicherweise persönlich auf die Veröffentlichung des Buches.
  • Diana ist laut Umfragen bis heute eine der bekanntesten und beliebtesten Persönlichkeiten der britischen Geschichte.

Dianas Erbe und das schwierige Bild von König Charles

Ein zentrales Problem für König Charles III. ist die bis heute anhaltende Popularität von Prinzessin Diana. Während Diana in Großbritannien und weit darüber hinaus als unvergessene Ikone gilt, wurde Charles von der Bevölkerung nie in gleichem Maße geliebt. Diese Schieflage prägt das öffentliche Bild des Monarchen seit Jahrzehnten.

Spencers Buch trifft deshalb einen wunden Punkt: Die behauptete Aussage, Diana werde schnell vergessen, wirkt angesichts ihrer anhaltenden Popularität geradezu grotesk falsch. Dieser Kontrast zwischen der vorausgesagten und der tatsächlichen Erinnerungskultur dürfte die Wirkung der Vorwürfe noch verstärken.

Bücher über das britische Königshaus erscheinen nahezu täglich, doch nur selten sieht sich der Palast zu einer direkten Reaktion veranlasst. Dass König Charles III. dieses Mal persönlich Stellung bezog, unterstreicht, wie ernst die Verantwortlichen die Angriffe aus Dianas Familie nehmen.

Neue Belastung für das Königshaus – und kein Ende in Sicht

Die Veröffentlichung fällt in eine Zeit, in der das britische Königshaus ohnehin unter Druck steht. Das Verhältnis zu Prinz Harry gilt weiterhin als schwierig, und die Frage einer möglichen Rückkehr Harrys in offizielle Kreise sorgt für anhaltende Debatten. Mit den Enthüllungen von Charles Spencer kommt nun eine weitere Baustelle hinzu.

Ob das Buch die öffentliche Wahrnehmung von König Charles III. nachhaltig beschädigt, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Das Thema Diana bleibt für die britische Monarchie ein dauerhaftes Spannungsfeld, das auch fast drei Jahrzehnte nach ihrem Tod nicht zur Ruhe kommt. Spencers Memoiren dürften in Großbritannien und international auf großes Interesse stoßen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

RE

Redaktion

Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Schnell, klar und rund um die Uhr aktualisiert.

Kommentar schreiben

Mehr aus Weltpolitik

Alle Beiträge →