Sunday, 27. September 2026
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Antisemitismus

Jüdische Stimmen für Linke-Koalition in Berlin

150 Berliner Jüdinnen und Juden unterstützen in einem offenen Brief ein Bündnis aus Linke, SPD und Grünen – und stellen sich hinter Wahlsiegerin Elif Eralp.

Redaktion · 26. September 2026, 14:00 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 26.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

In der Berliner Koalitionsdebatte melden sich jüdische Stimmen aus Berlin mit einer klaren Haltung zu Wort: Rund 150 Berliner Jüdinnen und Juden haben einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie sich für ein Regierungsbündnis aus Linke, SPD und Grünen aussprechen. Damit positionieren sie sich ausdrücklich hinter der Wahlsiegerin Elif Eralp – und widersprechen öffentlich der Warnung des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Offener Brief gegen den Vorwurf der Gefahr für jüdisches Leben

Der Kern des Schreibens ist eine Zurückweisung: Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner lehnen die These ab, wonach die Linke eine Gefahr für jüdisches Leben in Berlin darstelle. Diese Einschätzung, die unter anderem vom Zentralrat der Juden in Deutschland vertreten wird, teilen die 150 Berliner Jüdinnen und Juden ausdrücklich nicht.

Stattdessen betonen sie, dass Antisemitismus dort besonders gefährlich werde, wo er mit rechtsextremen und antidemokratischen Tendenzen zusammentreffe. Diese Einschätzung richtet den Blick weniger auf die politische Linke als auf das rechte Spektrum des politischen Raums.

Zentralrat der Juden warnt vor Koalition mit der Linken

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte sich bereits vor der Regierungsbildung klar positioniert: Er sprach eine Warnung an SPD und Grüne aus, keine Koalition mit der Linken einzugehen. Die Begründung lautete, dass eine solche Zusammenarbeit mit Blick auf den Schutz jüdischen Lebens in der Hauptstadt problematisch sei.

Die Unterzeichner des offenen Briefes stellen dieser institutionellen Position eine andere, dezidiert persönliche Perspektive entgegen. Sie machen deutlich, dass jüdische Gemeinschaften in Berlin keine einheitliche politische Meinung vertreten – und dass die Debatte differenzierter geführt werden müsse.

Elif Eralp und das linke Lager als Wahlsieger

Elif Eralp, Spitzenkandidatin der Linken bei der Berliner Wahl, steht im Mittelpunkt der Unterstützungsbekundung. Mit dem Rückhalt von 150 jüdischen Berlinerinnen und Berlinern erhält sie ein politisch bemerkenswertes Signal – eines, das in der laufenden Koalitionsdiskussion erhebliches Gewicht haben dürfte.

Die Unterzeichner des Briefes benennen ihre zentralen Argumente wie folgt:

  • Die Linke stelle keine institutionelle Gefahr für jüdisches Leben dar.
  • Antisemitismus entfalte seine größte Gefahr im Zusammenspiel mit Rechtsextremismus.
  • Jüdische Gemeinschaften in Berlin sind politisch divers und sprechen nicht mit einer Stimme.
  • Ein Bündnis aus Linke, SPD und Grünen sei mit dem Schutz jüdischen Lebens vereinbar.

Einordnung: Eine gespaltene Debatte

Der offene Brief zeigt, wie vielschichtig die Debatte über Antisemitismus und Koalitionspolitik in Berlin ist. Auf der einen Seite steht die institutionelle Stimme des Zentralrats, auf der anderen eine wachsende Zahl jüdischer Bürgerinnen und Bürger, die eine andere politische Einschätzung vertreten.

Für die laufenden Koalitionsverhandlungen in Berlin dürfte das Schreiben eine wichtige Rolle spielen. Es entzieht dem Argument, eine linke Regierungsbeteiligung schade dem jüdischen Leben in der Stadt, zumindest einen Teil seiner öffentlichen Wirkungskraft. Wie die beteiligten Parteien auf beide Positionen reagieren werden, bleibt in den kommenden Wochen abzuwarten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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