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Migrationswende: Dobrindt berät härteren Kurs

In München beraten 17 europäische Innenminister auf Einladung von Bundesinnenminister Dobrindt über eine Verschärfung der Migrationspolitik und härtere Abschieberegelungen.

Redaktion · 26. September 2026, 12:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 26.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

In München kommen auf Einladung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt 17 europäische Innenminister zusammen, um über eine grundlegende Migrationswende zu beraten. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die praktische Umsetzung und die Verschärfung des gemeinsamen europäischen Asyl- und Migrationspaktes sowie konkrete Instrumente, um Abschiebungen und Rückführungen effektiver zu gestalten. Das Treffen gilt als Signal, dass Deutschland eine deutlich härtere Linie in der europäischen Migrationspolitik anstrebt.

Europäischer Asyl- und Migrationspakt im Fokus

Der gemeinsame europäische Asyl- und Migrationspakt steht seit seiner Verabschiedung in der Kritik, in der Praxis nur unzureichend umgesetzt zu werden. Beim Münchner Treffen drängen die teilnehmenden Staaten nun auf konkrete Schritte, die den Pakt mit Leben füllen sollen.

Deutschland nimmt dabei eine treibende Rolle ein. Bundesinnenminister Dobrindt hat das Treffen bewusst initiiert, um gemeinsam mit gleichgesinnten europäischen Partnern den Druck auf eine einheitliche und konsequentere Anwendung der vereinbarten Regeln zu erhöhen. Ziel ist es, irreguläre Migration spürbar zu reduzieren und gleichzeitig die Rückführung abgelehnter Asylbewerber zu beschleunigen.

Die Teilnehmer sind sich einig, dass der bisherige Rechtsrahmen zwar vorhanden, aber in seiner Wirkung begrenzt ist — und dass es verstärkter Koordination auf europäischer Ebene bedarf, um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.

Frontex als Rückführungsagentur stärken

Ein zentrales deutsches Anliegen bei dem Treffen ist der Ausbau von Frontex zu einer echten Rückführungsagentur. Bislang ist die EU-Grenzschutzagentur vor allem für die Sicherung der Außengrenzen bekannt. Künftig soll sie jedoch eine aktivere Rolle bei der Organisation von Abschiebungen und Rückführungen übernehmen.

Konkret bedeutet das: Frontex soll nicht nur Grenzkontrollen koordinieren, sondern direkt in die logistische Planung und Durchführung von Rückführungsflügen eingebunden werden. Dies würde die nationalen Behörden entlasten und gleichzeitig die Effizienz gemeinsamer europäischer Abschiebemaßnahmen deutlich steigern.

Kritiker sehen in einer solchen Ausweitung der Frontex-Kompetenzen rechtliche und humanitäre Fragen, die noch ungeklärt sind. Befürworter hingegen argumentieren, dass eine starke, handlungsfähige Agentur der einzige Weg ist, dem Migrationsdruck auf europäischer Ebene wirksam zu begegnen.

Drittstaatenmodell: Abschiebezentren außerhalb der EU

Eines der umstrittensten Themen des Münchner Treffens ist das sogenannte Drittstaatenmodell. Die Innenminister beraten darüber, Abschiebezentren außerhalb der Europäischen Union einzurichten, in die Migranten ohne Bleiberecht überstellt werden könnten.

Dieses Modell orientiert sich an Konzepten, die einzelne EU-Staaten sowie Großbritannien bereits diskutiert oder erprobt haben. Die Idee: Asylverfahren oder die Zeit bis zur Rückführung werden in Drittstaaten ausgelagert, um den Druck auf europäische Aufnahmekapazitäten zu mindern.

  • Entlastung nationaler Aufnahmeeinrichtungen innerhalb der EU
  • Abschreckungseffekt gegenüber irregulärer Migration
  • Schnellere Bearbeitung von Rückführungsfällen
  • Kooperation mit Transitstaaten als politische Voraussetzung

Menschenrechtsorganisationen warnen jedoch vor erheblichen Risiken: Insbesondere die Einhaltung internationaler Schutzstandards in Drittstaaten sei keineswegs garantiert.

Visa-Hebel gegen mangelnde Rücknahmebereitschaft

Ein weiteres Druckmittel, das beim Münchner Treffen diskutiert wird, ist der sogenannte Visa-Hebel. Herkunftsländer, die ihre eigenen Staatsangehörigen nicht oder nur zögerlich zurücknehmen, sollen künftig mit Einschränkungen bei der Visavergabe rechnen müssen.

Das Instrument ist im europäischen Recht bereits angelegt, wird aber bislang kaum konsequent eingesetzt. Deutschland und seine Partner wollen nun darauf drängen, diesen Mechanismus häufiger und gezielter anzuwenden, um den Druck auf Drittstaaten zu erhöhen.

Das Münchner Treffen zeigt, dass die Bereitschaft unter europäischen Innenministern wächst, Migration nicht mehr nur als humanitäre Aufgabe zu betrachten, sondern als sicherheitspolitische Herausforderung, die entschlossenes gemeinsames Handeln erfordert. Ob aus den Beratungen konkrete Maßnahmen folgen, die eine echte Migrationswende einleiten, wird sich in den kommenden Monaten auf europäischer und nationaler Ebene entscheiden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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