Thursday, 8. October 2026
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CDU und AfD-Kandidat: Stimmen aus der Fraktion?

Kamen aus der CDU-Fraktion Stimmen für den AfD-Kandidaten? Catarina dos Santos-Wintz erklärt, wie die Aufklärung bei geheimer Wahl gelingen soll.

Redaktion · 8. October 2026, 10:42 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 08.10.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Nach einem überraschenden Wahlergebnis im Landtag steht die Frage im Raum, ob CDU-Abgeordnete für einen AfD-Kandidaten gestimmt haben könnten. Da es sich um eine geheime Wahl handelt, lässt sich das Abstimmungsverhalten einzelner Parlamentarier nicht zweifelsfrei rekonstruieren. CDU-Politikerin Catarina dos Santos-Wintz räumt ein, dass die Herkunft der Stimmen unklar ist – und fordert dennoch eine ernsthafte Aufarbeitung innerhalb der Fraktionen.

Geheime Wahl erschwert Aufklärung

Das Grundprinzip der geheimen Wahl schützt Abgeordnete vor Druck und Kontrolle – macht aber gleichzeitig eine lückenlose Nachverfolgung von Abstimmungsverhalten unmöglich. Genau das stellt die Fraktionen jetzt vor ein Dilemma.

Vor der Abstimmung hatte die CDU-Landtagsfraktion intern eine klare Linie ausgegeben: Die Abgeordneten sollten entweder mit Nein stimmen oder sich enthalten. Eine Zustimmung für den AfD-Kandidaten war demnach ausdrücklich nicht vorgesehen. Dass das Wahlergebnis dennoch Fragen aufwirft, deutet darauf hin, dass die Fraktionsdisziplin möglicherweise nicht vollständig eingehalten wurde.

Ähnliche interne Abfragen vor der Wahl dürfte es auch in anderen Fraktionen gegeben haben. Die Aufklärung liegt nun bei den jeweiligen Landtagsfraktionen selbst – ein Prozess, der ohne bindende Beweise schwierig bleibt.

Wie soll die Aufarbeitung gelingen?

Die naheliegende Frage ist, wie Fraktionen das Abstimmungsverhalten ihrer Mitglieder bei einer geheimen Wahl überhaupt nachvollziehen können. Ein formelles Verfahren gibt es dafür nicht. Stattdessen dürften Einzelgespräche und interne Befragungen der Abgeordneten das zentrale Instrument sein.

Mögliche Schritte der fraktionsinternen Aufarbeitung könnten umfassen:

  • Persönliche Gespräche der Fraktionsführung mit einzelnen Abgeordneten
  • Interne Befragungen zum Abstimmungsverhalten
  • Auswertung der Diskussionen, die vor der Wahl stattgefunden haben
  • Konsequenzen bei nachgewiesenen Verstößen gegen Fraktionsbeschlüsse

Ob und wie belastbare Ergebnisse aus diesem Prozess hervorgehen, bleibt offen. Das Prinzip der geheimen Wahl steht einer vollständigen Transparenz strukturell entgegen.

Ein „tiefer Schnitt” für das Land

Dos Santos-Wintz betont, dass es bei dem Vorgang nicht nur um innerparteiliche Ordnung geht. Sie bezeichnet das Ergebnis als einen „tiefen Schnitt für das Land” – eine Formulierung, die die politische Tragweite des Vorfalls unterstreicht.

Die zentrale moralische Frage, die sie stellt, lautet: Wie lässt sich eine solche Entscheidung mit dem eigenen Gewissen vereinbaren? Diese Formulierung richtet sich implizit an jene Abgeordneten, die möglicherweise entgegen der Fraktionslinie und entgegen demokratischer Grundprinzipien gehandelt haben.

Der Vorwurf, dass Abgeordnete einer demokratischen Partei einem AfD-Kandidaten zur Mehrheit verholfen haben könnten, wiegt schwer. Er berührt grundlegende Fragen der politischen Kultur und der sogenannten Brandmauer gegenüber der AfD, die CDU-Führungen auf Bundes- und Landesebene immer wieder bekräftigt haben.

Politische Konsequenzen noch offen

Was aus der Aufarbeitung folgt, ist derzeit noch nicht absehbar. Solange keine konkreten Beweise vorliegen, bleibt der Verdacht im Raum – ohne dass Konsequenzen gezogen werden könnten. Das schwächt nicht nur das Vertrauen innerhalb der Fraktion, sondern auch das öffentliche Bild der CDU als geschlossene Kraft gegenüber der AfD.

Der Fall zeigt einmal mehr, wie das Instrument der geheimen Wahl im parlamentarischen Alltag zu einem Spannungsfeld zwischen individueller Gewissensfreiheit und politischer Verlässlichkeit werden kann. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob und wie die Fraktionen Verantwortung übernehmen – und welche Lehren sie aus dem Vorgang ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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